SPD-Mann missbraucht Holocaust-Gedenken für politische Agitation

SPD-Mann missbraucht Holocaust-Gedenken für politische Agitation


Skandal in München: SPD-Mann schließt Angehörige von Holocaust-Opfern von einer Gedenkveranstaltung zur Reichskristallnacht aus

SPD-Mann missbraucht Holocaust-Gedenken für politische Agitation

Ob Klaus Mai von der SPD München wie sein Parteigenosse Heiko Maas „wegen Auschwitz“ in die Politik gegangen ist, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass er Politik ohne Rücksicht auf ermordete Menschen und ihre Nachkommen macht. Denn dieser selbsternannte Kämpfer gegen Rechts schloss zwei unbescholtene Politiker von einer Gedenkveranstaltung zur „Reichskristallnacht“ aus – darunter Jitka Machyan, deren Familienangehörige im KZ Theresienstadt umgekommen sind.

 

Mai ist Mitglied im Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl (BA24) der Landeshauptstadt München. Ebenso Mitgliederer im Ausschuss sind Dr. Manfred Neudecker und Jitka Machyan von der AfD. Dieser Ausschuss beschloss einstimmig, sich am Gedenken der Gedenkstätte des KZ-Außenlager Allach in München-Ludwigsfeld zu beteiligen und die Gedenkstätte gemeinsam zu besuchen: „Die Teilnahme der BA-Mitglieder ist erwünscht“, heißt es in dem entsprechenden Beschluss des Bezirksparlaments. (Liegt unserer Zeitung vor). Doch am Vorabend der Veranstaltung fiel dem Genossen Mai wohl plötzlich ein, dass er einen parteipolitischen Auftrag hat, der wichtiger als das Gedenken an ermordete Juden ist – nämlich die AfD zu beschädigen.

 

Und prompt sprach der „Extremismusbeauftragte“ Klaus Mai am Vorabend der Gedenkveranstaltung eine Ausladung an Frau Machyan und Dr. Neudecker aus. Und als wäre das alleine nicht peinlich genug, verschickte er auch noch eine Mail an sechzehn weitere Teilnehmer von Institutionen, die mit der Sache nichts zu tun haben – mit dem Versuch, die Sache zu skandalisieren.

 

Das schlug zwar fehl, den sowohl den angeschriebenen Personen vom Bildungsministerium wie von der Israelischen Kultusgemeinde wie allen anderen war es wohl zu peinlich, auf Mais Hetze einzugehen. Doch sein Ziel erreichte er doch. Denn er wischte den berechtigten Protest der beiden Betroffenen mit dem Hinweis darauf, er wäre auch Vorsitzender des Trägervereins der Gedenkstätte und drohte mit einem Platzverweis für die beiden Politiker, sollten sie doch kommen.

 

Zahlreiche Mitglieder des Bezirksparlaments bestätigen, dass Mai bereits in der Vergangenheit negativ aufgefallen sei mit seiner sehr einseitigen ideologischen Agitation. Einige äußern Unverständnis über diese Pietätlosigkeit und merken an, es wäre das Mindeste gewesen, das Gespräch mit den beiden Kollegen zu suchen. Dabei hätte Mai nämlich erfahren können, dass er vom Gedenken an ermordete Juden eine Frau ausschließen will, die selbst Familienangehörige im KZ Theresienstadt verloren hat.

Dass es Mai nicht um das würdige Gedenken an die ermordeten Juden sonder um parteipolitischen Kampf ging, bestätigt ein Vorfall aus der nächsten Sitzung des Bezirksausschusses. Dabei wütete er gegen die Genehmigung eines Zuschusses von 250 Euro für einen Workshop, bei dem interessierte Frauen in Handarbeit kleine Seifen herstellen können. Um den Antrag von Jitka Machyan zu vereiteln, verteilte er Ausdrucke eines Onlineshops, der Werbung auf einem Newsportal macht, auf dem ein Artikel erschien, auf den von der Facebook-Seite der Münchner AfD verlinkt ist. Der Shop verkauft provokante Aufkleber mit Corona-kritischem Inhalt. Mai versuchte bei den Teilnehmern den Eindruck zu erwecken, als wenn die Aufkleber von der AfD kämen und meinte, dies sei ein Grund, den Seifen-Workshop zu torpedieren.

Das stieß auf Ablehnung der bürgerlichen Parteien. Der Fraktionssprecher der CSU Rainer Großmann CSU sagte der Süddeutschen Zeitung dazu: "Ich wünsche mir, dass Sachgründe im Vordergrund stehen". Sein Kollege Paul Lachenmeir nahm die AfD-Vertreterin gegen den Angriff Mais in Schutz: "Ich möchte, dass man einen kollegialen Umgangston pflegt." Sowohl die CSU wie auch die Müncher Liste, AfD und die FDP stimmten dann für den Workshop, der jedoch mit den Stimmen der SPD, Grünen, der ÖDP und der FW verhindert wurde.

 


Autor: Redaktion
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Donnerstag, 11 März 2021

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