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Grünschnäbel gegen „Indianer“: Noch spinnerter geht es nicht

Grünschnäbel gegen „Indianer“: Noch spinnerter geht es nicht


Man kann es gar nicht glauben und greift sich fassungslos an den Kopf: So etwas, so eine will Berlin regieren und Regierende Bürgermeisterin werden?

Grünschnäbel gegen „Indianer“: Noch spinnerter geht es nicht

Von Wolfgang Will

Gemeint ist die Spitzenkandidatin der Grünen für diesen Job, Bettina Jarasch. Als sie kürzlich das Wort „Indianer“ in den Mund nahm, fielen die ohnehin immer auf Krawall gedrillten Grünen ihrer Partei über sie her. Das kann man diesen Grünschnäbeln, die ja auch mit einem Sozialismus-Kommunismus liebäugeln, gar nicht verübeln. Dummheit stirbt zuletzt. Aber besagte Bettina Jarasch knickte sofort ein, entschuldigte ihren Wortgebrauch nicht nur, sondern korrigierte „Indianer“ sofort in „Amerikas indigene Völker“.

Weder die Grünschnäbel noch die Regierenden-Aspirantin wissen, was sie da tun und anrichten. Ihnen müssen einige wissenschaftlich-historische Lektionen erteilt werden.

Das tut hier Ok-Wa-Ho. Er ist seit etwa 1969, obwohl von Geburt Bleichgesicht, Ehrenhäuptling des Indianerstammes der Mohawk. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Upstate New York entsprechend gekürt. Seinem indianischen Namen liegt sein deutscher Vorname zugrunde, den die Indianer als „Führer des Wolfsrudels“ interpretiert hatten – „gang“ kann im Englischen schließlich auch „Rudel“ bedeuten.

Meine Frau und ich haben rund drei Jahrzehnte als Journalisten in den USA gelebt. Von Anfang an haben wir Kontakt zu den Indianern gesucht, haben mit ihnen gelebt, gelitten, gefeiert, sind Teil ihres Lebens geworden. Hunderte Artikel sind erschienen, eine ganze Bibliothek – etwa 200 Bände – spricht bis heute von diesem Engagement. In nicht einem dieser Werke wird das Wort „Indianer“ versteckt oder vermieden. Weil dieses Wort eben vor allem Hochachtung ausdrückt, Verständnis, Bewunderung – was schon den Karl-May-Bänden innewohnt.

Wir haben die verschiedensten Stämme besucht, haben dabei Erinnerungsstücke erworben, darunter eine seltene, kostbare Sammlung indianischen Schmucks. Von den Zunis und Hopis etwa. Oder eine aus seltenen Hölzern und kostbarem Gestein gefertigte Friedenspfeife – ein einmaliges Geschenk der Mohawk-“Prinzessin“ Wan-Ta-Nora. Keinem, dem wir jemals begegnet sind, hat sich am Begriff „Indianer“ gestört. Im Gegenteil, und das gilt bis heute: „We are proud Indians“, heißt es immer wieder, vielleicht auch „we are proud American Indians“ – wir sind stolze Indianer“.

Wer diesen Menschen den Begriff „Indianer“ verweigert, versündigt sich an diesen stolzen Völkern. Wer, wie die erwähnten Grünfunktionäre, sogar dagegen Sturm läuft, strotzt vor Revoluzzer-Ungeist.

Es ist höchste Zeit, dass sich bewährte, verdiente, bewundernswerte Grüne wie Ministerpräsident Kretschmann oder Oberbürgermeister Palmer wie auch die Baerbocks und Haberlands und ihre Anhänger von diesen Horden lossagen. Sonst könnten auch noch Bücherverbrennungen und die Umbenennung des Indianerschmucks in „Schmuck der US-Indigenen“ zu Grünen-Forderungen werden.

Der Springer-Chefredakteur Alfred Draxler gab die richtige Antwort:

„Howgh! Ich sage weiter Indianer“.

Uns Indianern wären Millionen derartiger Stimmen willkommen

 

Wolfgang Will arbeite jahrelang als Auslandskorrospodent für den Axel-Springer-Verlag und als Chefredakteur u.a. in New York. - Foto: Robert-Koch-Institut in Berlin-Wedding


Autor: Wolfgang Will
Bild Quelle: Kasa Fue, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Freitag, 26 März 2021



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