Der NDR und der Fall „Lovemobil“

Der NDR und der Fall „Lovemobil“


„Für mich ist es ziemlich egal, mit welchen Mitteln ein Film arbeitet, ob er ein Schauspielerfilm ist mit inszenierten Bildern oder ein Dokumentarfilm. In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um die Wirklichkeit.“

Der NDR und der Fall „Lovemobil“

von Wolfgang Röhl

(Sergej Eisenstein, Großmeister des sowjetischen Propagandafilms, 1925)

Im Großen und Ganzen ist der Staatsfunk, in diesem Fall vertreten durch den NDR, noch mal mit einem Veilchen aus der Affäre rausgekommen. Zwar, die meisten Medien haben über seine hinreißend gefälschte Dokumentation Lovemobil berichtet. An echter oder geheuchelter Empörung der lieben Kollegen herrschte kein Mangel. Das „Grimme-Institut“, welches die NDR-Ente für einen Fernsehpreis nominiert hatte, ließ die Regisseurin wie eine heiße Kartoffel fallen.

Ebenso verfuhr die pikierte Jury des „Deutschen Dokumentarfilmpreises“, der vom SWR vergeben wird – dieses Lametta hatte die Fälscherin schon charmant lächelnd abgeräumt. Schwer angefasst auch die Leiter von Festivals, auf denen der Film gefeiert worden war. In linken Medien- und Filmemacherzirkeln wurde ebenfalls über die Causa gegrummelt. Tenor: Die Regisseurin von Lovemobil hat uns, hat das Genre Dokumentarfilm, ja die ganze gute Sache, für die es doch kämpft, in den Dreck gezogen. Dass sich die Dame nicht mal entblödete, die verkratzte Platte des Serienfälschers Tom Kummer aufzulegen („Die Realität in meinem Film ist eine viel authentischere Realität“), trug ihr keine Ovationen ein. Shame on her!

Doch im Vergleich zur Aufregung beim Fall des Fälschertitanen Relotius vom Spiegel, ganz zu schweigen von den Hitlertagebüchern des Stern, hielt sich das mediale Interesse in Grenzen. Bereits nach ein paar Tagen, spätestens nach einer Woche, war die Sache von den meisten populären Druck- und Netzseiten verschwunden.

Erstaunlich, denn die kapitale Fälschung ging ja nicht auf das Konto von Druckerzeugnissen wie Stern oder Spiegel, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mal mit dicken Enten Schlagzeilen generierten. Auch nicht auf das Konto von Halligalli-Sendern, bei denen man Viertel-, Halb- oder Komplettfälschungen, Inszenierungen und Gaukeleien als quasi naturgegeben voraussetzen darf. Diese Fälschung wurde von einem durch die Gebührenzahler alimentierten Staatssender bestellt und ausgestrahlt; eine Anstalt, die sich permanent anmaßt, Fakten zu „checken“ und anderen Medien angebliche Fake News um die Ohren zu hauen. Also, gemessen an der selbstgehängten, selbstgerechten Messlatte fiel das veröffentlichte Echo auf die Schwindeldoku des NDR denn doch recht zahm aus.

Der Film macht mal Gänsehaut, mal rührt er zu Tränen

Worum ging es? Im Jahre 2014 beauftragten die Hamburger eine freie Dokumentarfilmerin namens Elke Lehrenkrauss mit der Erstellung einer Dokumentation über das traurige Schicksal von Prostituierten, die in Wohnmobilen am Landstraßenrand anschaffen. Verabredet war eine Langzeitbeobachtung. 2019 wurde der Film gezeigt, zuerst auf Filmfestivals. Der NDR, also der Gebührenzahler, hatte den Streifen mit 36.000 Euro kofinanziert. Weitere 82.000 Euro für Produktionshilfe wurden Filmförderungstöpfen entnommen, sprich den Taschen der Steuerzahler.

Lehrenkrauss, Jahrgang 1979, war damals im Doku-Genre keine bekannte Adresse. Sie hatte an Filmschulen studiert, eine Reihe von Stipendien absolviert, sich auch mal auf Kuba umgesehen, ein paar Dokus verfertigt, ohne größere Resonanz. Umso imposanter der jähe Durchbruch in die A-Liga der Doku-Zunft. Lovemobil begeisterte nicht nur die den Film abnehmenden NDR-Redakteure, sondern auch Festivalteilnehmer, Juroren, Journalisten. Der Film, angeblich nach jahrelangen Recherchen im Milieu ambulanter Sexarbeiterinnen entstanden, zeigt hauptsächlich die schwarze Prostituierte Rita aus Nigeria und ihre bulgarische Kollegin Milena beim trostlosen Geschäft mit einer Wohnmobilvermieterin, einem Zuhälter und deutschen Freiern, die sich allesamt teilweise zynisch oder gar menschenverachtend benehmen.

Dabei hatten beide Frauen auf ein besseres Leben in Deutschland gehofft. Rita war dafür sogar, wie sie in einer bewegenden Sequenz erzählt, auf einem Boot übers Mittelmeer nach Europa geschippert, obwohl sie große Angst hatte, da Nichtschwimmerin. Auch der Job selber ist nicht ungefährlich. Einmal fährt die Wohnmobilvermieterin Uschi, begleitet von der Kamera der Dokumentarfilmer, an einer Blaulicht-Szene vorbei. Es scheint, dass dort just eine andere, ungenannte Prostituierte in einem Lovemobil ermordet wurde. Der Film macht mal Gänsehaut, mal rührt er zu Tränen. Krasse Dialoge wechseln mit leisen, erschöpften Sätzen der ausgepowerten Frauen. Die Bilder von den Sexmobilen sind perfekt ausgeleuchtet, die Musik dazu passgenau. Kein Mitwirkender ist gepixelt.

Nahezu alles gefälscht, inszeniert und bis in die Dialoge hinein vorgegeben

Der Film bekam einen „Frauenfilmpreis“, einen „Friedensfilmpreis“ und weiteres Ausgepreistes. Journalisten rissen sich um die Regisseurin: Wie hatte sie es hingekriegt, dass Menschen in prekären Situationen sich ihr gegenüber derart geöffnet hatten? Sie gab Interviews in Reihe. Alles echt, beteuerte sie.

Da begab es sich, dass eine Cutterin, die bei der finalen Filmerstellung am Rande mitgewirkt hatte, den NDR tippte. Das Werk sei wohl nicht ganz sauber, sie habe das schon bei der Produktion geahnt. Dass es die Cutterin war, welche Lovemobil in die Tonne trat, kann der gemeine Medienkonsument nicht unbedingt wissen. Viele Berichte über den Fall waren nämlich so gehalten, als sei der NDR selber es gewesen, der den Betrug aufgedeckt hatte.

Tatsächlich verhielt es sich so, dass nach dem Hinweis der Cutterin beim Sender die Alarmsirenen schrillten. Die Sache ignorieren? Konnten die Verantwortlichen sich nicht leisten. Die Filmschneiderin wäre sehr wahrscheinlich zu einem anderen Medium gegangen und hätte dort ausgepackt. So wurde – quasi zur Schadensbegrenzung durch Selbstreinigungsvortäuschung – das hauseigene NDR-Rechercheportal STRG_F in Marsch gesetzt, um die Mitwirkenden des Films zu befragen und die Regisseurin in die Mangel zu nehmen.

Heraus kam, dass nahezu alles in dem moralisch überkronten Film gefälscht, inszeniert und bis in die Dialoge hinein vorgegeben war. Die „Prostituierten“: bezahlte Darstellerinnen, die nie den Strich betreten hatten. „Freier“ und „Zuhälter“: bezahlte Darsteller, zum Teil Bekannte der Regisseurin. Der Mord an einer Lovemobil-Prostituierten, den der Film insinuiert, hatte nicht stattgefunden; die Idee entstammt wohl einem Regionalkrimi.

Langes Schweigen, dünne Ausflüchte

Die Darsteller gaben sich bass erstaunt, als ihnen die peinliche Angelegenheit eröffnet wurde. Sie hätten geglaubt, sagten sie, kleine Rollen in einem Spielfilm zu besetzen, nicht aber als echte Personen über den Bildschirm zu flimmern. Inzwischen würden sie von ahnungslosen Zuschauern schwer angemacht. Ein bisschen gegrillt wurde im STGR_F-Bericht der Redakteur, der den fertigen Film in Berlin abgenommen hatte. Warum ihm nicht aufgefallen war, dass alles doch viel zu schön aussah, um wahr zu sein? Warum er nicht nachgehakt hatte? Langes Schweigen, dünne Ausflüchte.

Der NDR zog flugs die Notbremse, distanzierte sich von seiner Auftragsarbeit und entfernte sie aus der Mediathek. Der Sender stellte sich bekümmert als Opfer einer Betrügerin dar. So, wie es der Spiegel getan hatte, als dessen hochpotente Fälscherkraft Relotius aufgeflogen war. Die Ablenkungsfütterung funktionierte ganz gut, ebenso wie vor rund zwei Jahren im Fall Relotius. Auch damals hatten ja Teile der interessierten Öffentlichkeit dem Spiegel die Mär abgekauft, das Magazin selber habe, wenn auch erst nach einigem Sträuben, den hauseigenen Lügenbaron enttarnt. In Wirklichkeit war dies keineswegs allein den Hinweisen seines Kollegen Juan Moreno zu verdanken. Der Spiegel zog seine Notbremse am Tag des Erscheinens eines pfiffigen Stücks auf einer US-Website, das dem Spiegel-Reporter dreiste Lügen nachwies.

Der Grund, weshalb Lovemobil ebenso passieren konnte wie die gefühligen Fakes von Relotius, liegt natürlich tiefer. Er ist struktureller Art, was ausgerechnet jene Leute partout nicht wahrhaben wollen, die ständig von rassistischen, sexistischen und sonstwieistischen Strukturen reden. Dass Lovemobil keine Fälschung à la Relotius sei, wurde jedenfalls zumal in linken Medienblasen als Parole ausgegeben. Stattdessen kaute man dort die üblichen Fachnebensächlichkeiten durch: Was darf eine Doku? Auch mal O-Töne nachsprechen lassen, wenn Befragte zum Beispiel fürchten, an ihrer Stimme erkannt zu werden? Geht das in Ordnung, sofern es per Einblendung gekennzeichnet wird? Darf man spektakuläre Szenen nachstellen und – mit Kenntlichmachung – ausstrahlen, wenn es technisch oder rechtlich nicht möglich oder zu gefährlich ist, diese Szenen in echt aufzunehmen?

Darauf berief sich übrigens der berühmte TV-Fälscher Michael Born, der TV-Formaten wie Stern TV, Spiegel TV Magazin, ZAK und anderen in den 1990er Jahren die haarsträubendsten Storys angedreht hatte. Seine Fakes, etwa ein Ku-Klux-Klan-Mummenschanz aus einer Sandkuhle in der Eifel, wurden von den angeblich ahnungslosen Sendern als echt verkauft, ohne Hinweise auf Nachstellung. Born hat später vor Gericht behauptet, dass viele dieser Geschichten im Kern wahr gewesen seien. Er habe sie selber erlebt oder aus verlässlicher Quelle davon erfahren, nur eben nicht mit der Kamera einfangen können. Deshalb habe er sie nachgebaut. So ungefähr lautete auch eine Einlassung der Lovemobil-Regisseurin. Ob sie auch in dieser Hinsicht gelogen hat – heißt, ob überhaupt nennenswerte Recherchen im Landstraßenstrichmilieu stattgefunden haben –, ist wohl kaum noch verifizierbar.

Die Preisvergabeszene ist ein bestens vernetzter Haltungsnudelbetrieb

Alles Branchengeschnatter und alle diskursiven Nebelkerzen können aber nicht verdecken: Lovemobil ist sehr wohl ein Fall Relotius reloaded. Was denn sonst? Hier wie dort verdankten hochglänzend polierte, verdächtig perfekte („runde“) Stücke ihre enthusiastische Aufnahme seitens der Redaktionen, aber auch vieler Rezipienten, vor allem einer Tatsache. Nämlich, dass sie, die Stücke, die richtige Haltung transportieren. War es im Spiegel-Fall zum Beispiel das ins rotgründeutsche Hirn passende Porträt eines amerikanischen Hinterwäldler-Kaffs, dessen tumbe Bewohner Trump-Fans sind und am liebsten Ballerfilme gucken, so versammelt Lovemobil alle Klischees über das Sexgeschäft.

Danach sind Prostituierte grundsätzlich arme ausgebeutete Wesen, Freier müssen elende Drecksäcke sein, der Rest ist Kapitalismus in Form von Luden und Vermieterinnen. Wird das Ganze noch zusätzlich mit einer dicken Schicht klebriger Hypermoral überzogen (die gedemütigten Frauen sind im NDR-Fake zu allem Überfluss mehr oder weniger hilflose Migrantinnen, eine davon ist gar eine Geflüchtete und dazu – Tusch! – auch noch eine PoC), dann läuft das woke Zeug ruckzuck über den Sender, ohne dass groß nachgecheckt wird.

Schon deshalb, weil solche Moritaten beste Aussichten haben, von einschlägigen Haltungsbelohnungseinrichtungen wie dem „Grimme-Institut“ mit Preisen beworfen zu werden. Und Preise, Preisverleihungen, das Schwingen von zivilgesellschaftlich bedeutsamen Reden bei ebenjenen Verleihungen und die anschließenden Partys des Glotzenjustemilieus – immer wieder zu und zu schön! Die Preisvergabeszene ist ein bestens vernetzter Haltungsnudelbetrieb, aufrechterhalten mit dem Geld der Anderen.

Unter dem Doku-Deckmäntelchen wird eine ideologische Agenda bespielt

Kleines Gedankenexperiment. Stellen wir uns statt Lovemobil ein Filmprojekt vor, in dem es, sagen wir, um Regierungskritiker geht, die von Medien zum Abschuss freigegeben werden. Die man denunziert und von Unibühnen mobbt, denen man Tagungsräume verweigert, die von Antifa-Schlägertrupps angegriffen werden. Natürlich unwahrscheinlich, dass ein derartiges Projekt von einem Staatssender angenommen würde, nicht mal von einem Privatkanal. Aber stellen wir uns einfach vor, irgendein Dussel hätte nicht aufgepasst und ein solches Ding wäre durchgerutscht.

Irgendwann steht die Abnahme des Streifens durch die Redaktion auf dem Zettel. Man kann sich unschwer ausmalen, was da los wäre. Noch die unwichtigsten Details würden gecheckt, nach Möglichkeit zerpflückt. Undenkbar, dass nicht rauskäme, wenn etwa ein im Film chargierender Rechtspopulist in Wahrheit gar kein Rechtspopulist ist, sondern der Freund des Dokumentarfilmers. Oh, sie würden jede Person, jede Einstellung, jeden Buchstaben im Text dreimal beäugen, umdrehen, googeln, die Jungs und Deerns vom Funk. Narrenfreiheit hat dort nur, wer stramm auf Linie liegt.

Der Fall Lovemobil wirft – und das ist vielleicht der Grund, warum er die Branche so erzürnt hat – kritische Fragen zum Genre Dokumentarfilm auf. Was an der Gattung ist eigentlich dokumentarisch? Und was sind bloß listige Montagen von Bildfolgen? Letztere können durchaus authentisch sein, durch ihre An- und Zuordnung jedoch eine erwünschte Haltung ergeben. Und unter dem scheinbar objektiven, vermeintlich neutralen Doku-Deckmäntelchen um so besser eine bestimmte ideologische Agenda bespielen.

Hochgelobt, preisgekrönt, leider gefaked

Das Paradebeispiel für einen selbsternannten Dokumentarfilmer, der in Wahrheit nie etwas anderes gedreht hat als Propaganda, ist der Amerikaner Michael Moore. Der langgediente Darling der Liberals, wie US-Linke sich fälschlicherweise nennen, hat unter der ebenso falschen Dachmarke Documentary reihenweise Polemiken und Satiren gegen US-Präsidenten, Waffenlobbys oder Konzerne zusammengebastelt, wie’s ihm grad gefiel.

Bereits sein filmischer Durchbruch „Roger & me“ über General Motors und den damaligen GM-Chef Roger Smith basiert auf einer eklatanten Fälschung. Der Running Gag des Films – Moore versucht immer wieder vergeblich, Smith im Gespräch zu nageln – ist nicht doku, sondern fake. Tatsächlich hatte Moore den Manager sogar zweimal interviewen dürfen. Das Material unterschlug er jedoch in seinem Film, da es ganz offenbar nicht zu Moores Tendenz passte.

Doch warum in die Ferne schweifen? Der deutsche Skaterfilm „This Ain’t California“ über angeblich rebellische DDR-Jugendliche: hochgelobt, preisgekrönt, leider gefaked. Abgesehen von wunderbaren Tierfilmen hinterlassen die meisten der sogenannten Dokumentationen im deutschen Fernsehen – egal auf welchem Sender – einen ranzigen Geschmack. Eine ZDF-„Doku“ unter dem Titel „Frauenprotest und Widerstand“ über den „Kampf“ amerikanischer Frauen, ausgestrahlt am Weltfrauentag? Der Inhalt, erwartbar wie Sodbrennen nach zu viel saurem Wein: eine Reihung handelsüblicher Jeremiaden gegen die schlimme Männerwelt.

Und wenn die im Dezember 2020 ausgestrahlte ARD-Doku „Ein Neonazi-Aussteiger erzählt“ mit den Worten anhebt: „In fast allen größeren Städten gibt es Wehrsportgruppen“ und zu Beginn einen Ausschnitt aus einem Film von 1992 zeigt, auf dem ein paar junge Männer durch den Wald rennen, rumschreien und Platzpatronen abfeuern – alles klar. Wozu noch weitergucken?

Im Staatsfunksystem sitzt ein dicker Wurm

Eine im Februar dieses Jahres gesendete Dokumentation der ARD trug den Titel: „Kampf um Strom – Welchen Preis zahlen wir für die Energiewende?“. Klingt spannend, oder? Erfährt man darin etwas über die irrwitzigen Kosten der Zappelstromerzeugung, über deren Profiteure und über den tatsächlichen Beitrag der „Erneuerbaren“ zur Stromversorgung? Null, nada, nix.

Die Sendung stellt gleich zu Anfang einen der durch das EEG gemästeten Fat Cats der Solarbranche vor, mit der Laudatio, dieser Mann wolle „Verantwortung zeigen als Unternehmer und etwas tun gegen die Klimakrise“. Den cleveren Mann, der in der Lausitz ein riesiges Solarareal baut, lassen die Pseudodokumentaristen über das gesamte Stück hinweg immer wieder zu Wort kommen.

Ihr Film enthält keinen Moment lang eine auch nur halbkritische Betrachtung der Idee von der „Energiewende“. Dafür unablässig Werbung für noch mehr Wind- und Solarindustrie und die dafür benötigten monströsen Infrastrukturen. Die Wende sei ins Stocken geraten, wegen aufsässiger Bürger und zögerlicher Politiker. Nunmehr müsse unbedingt Gas gegeben werden. Der Agitpropstreifen hätte auch direktemang vom „Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.“ auf ARD-Computer eingespeist werden können. Nebenbei ist er handwerklich zum Fremdschämen. Szenen, in denen sich eine gutsituierte Familie aus Konstanz Solarpanels aufs Dach schwätzen lässt (O-Ton Filmsprecher: „Konstanz hat den Klimanotstand ausgerufen“) und später beglückt auf das Stromeinspeiseergebnis schaut, so etwas würde nicht mal ein Erstsemester an einer Filmhochschule dermaßen plump schustern.

Welche Anstaltsaufseher haben dieses dilettantische Machwerk durchgewinkt? Und wer, in den Anstalten oder außerhalb, kann danach anklagend mit dem Finger auf das immerhin professionell inszenierte Machwerk Lovemobil zeigen?

Im Staatsfunksystem sitzt ein dicker Wurm. Aber, wie pflegten die Achtundsechziger zu sagen? Das System macht keine Fehler. Das System ist der Fehler.

erschienen auf Achgut


Autor: Achgut
Bild Quelle: By Oxfordian Kissuth - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35317920


Sonntag, 11 April 2021

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