Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene: FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene:

FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung


Fragen Sie sich manchmal auch, wie die Auswahl der Berichte – z.B. in der Tagesschau oder dem heute journal – zustande kommt?

FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung

Von Henryk M. Broder

Die Sendezeit ist begrenzt, keine Redaktion kann in 15 oder 30 Minuten über alles, was in der Welt passiert, berichten. Die Nachrichten müssen gewichtet werden. Wenn aus Gaza Raketen auf Israel fliegen, ist das keine Nachricht oder bestenfall eine von lokaler Bedeutung, zumal es sich meist um „selbstgebastelte“ Projektile handelt. Wenn Israel aber Raketen nach Gaza abfeuert, dann muss das gemeldet werden, weil dabei Menschen zu Schaden kommen, die nichts verbrochen haben. Im Gegensatz zu den Israelis, die den Palästinensern das Recht auf Rückkehr verweigern und völkerrechtswidrig in „Palästina“ siedeln. 

So ähnlich verhält es sich mit den Masken. Über jeden Transport, der aus China, Panama oder Burkina Faso eintraf, wurde ausführlich und anerkennend berichtet, vor allem dann, wenn der charismatische Ministerpräsident von Bayern die Lieferung eigenhändig in Empfang nahm. Wenn aber die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene eine Stellungnahme veröffentlicht, in der vor dem Gebrauch der FFP2-Masken gewarnt wird, dann können Sie lange bis endlos warten, bis diese Erklärung in der Tagesschau oder im heute journal aufschlägt. Obwohl die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene eine seriöse Organisation ist, die nicht zu Alarmismus neigt.

Deswegen geben wir hier die Stellungnahme im Wortlaut wieder:

"FFP2-Maskenpflicht in Berlin gefährdet mehr, als dass sie nützt

Der Beschluss des Berliner Senats, ab heute, Mittwoch, den 31. März 2021, eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Leben einzuführen, wird aus Sicht der DGKH sehr kritisch gesehen und bedarf dringend der Überprüfung. Er gefährdet mehr, als dass er nützt.

Die DGKH hat bereits im Januar anlässlich eines ähnlichen Beschlusses in Bayern kritisch zu einer FFP2-Maskenpflicht in der Öffentlichkeit Stellung genommen und wiederholt diese nochmals.

FFP2-Masken sind Hochleistungs-Atemschutzmasken, die für den Arbeitsplatz bestimmt sind. Nur bei korrekter Anwendung übertrifft ihre Wirksamkeit im Allgemeinen jene von chirurgischem Mund-Nasen-Schutz.

Entscheidend ist, dass die Maske angepasst ist, auf dichten Sitz überprüft wurde und dass das Tragen geschult wurde. Die neue Technische Regel Biologischer Arbeitsstoffe TRBA 255 (die für den Arbeitsplatz und hier speziell Pandemien gilt) fordert ausdrücklich, dass aus mehreren Maskentypen ausgewählt werden kann, damit die für die Gesichtsform optimale Maske benutzt wird. Ferner wird eine Schulung gefordert; diese ist auch unbedingt nötig, wie die Erfahrungen mit dem FFP2-Maskentragen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigen.

Für die Bevölkerung besteht weder die Möglichkeit, die passende Maske auszuwählen, noch erfolgt eine Schulung. Im Allgemeinen werden daher die Masken nicht korrekt getragen und verlieren somit die Schutzwirkung. Wenn bei der FFP2-Maske über Leckage geatmet wird, dann geht die Schutzwirkung weitgehend verloren und ist deutlich schlechter, als wenn ein gut angepasster chirurgischer Mund-Nasen-Schutz getragen wird.

Darüber hinaus erfordert eine korrekt getragene FFP2-Maske, die dem Gesicht eng anliegt, eine erhebliche Atemarbeit, die bereits bei geringer Anstrengung spürbar und bei stärkerer körperlicher Belastung deutlich beeinträchtigend wird und zu Luftnot führt. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verleitet diese Atemerschwernis zum falschen Tragen und zum Atmen durch die Leckagen. Dies betrifft besonders ältere Personen und Personen mit Lungen- oder Herzerkrankungen. Für diese bedeutet das FFP2-Masken-Tragegebot, dass sie entweder das Haus nicht verlassen können, dass sie im Falle des Nichtragens von Masken in der Öffentlichkeit ein Bußgeld bezahlen müssen, oder dass sie die Maske so tragen, dass sie atmen können – das heißt, dass die Maske nicht dicht sitzt. Damit sind sie ungeschützt.

Der Beschluss des Berliner Senats zu einem FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung.!


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle: https://www.nursetogether.com/, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 12 April 2021

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