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Forscher beklagen Versuchstier-Mangel

Forscher beklagen Versuchstier-Mangel


Deutsche Wissenschaftler beklagen einen Mangel an Versuchstieren und fürchten negative Konsequenzen.

Forscher beklagen Versuchstier-Mangel

Seit China nach dem Beginn der Corona-Krise Wild- und Versuchstierexporte gestoppt hätte, würden auch keine Affen für Forschungszwecke mehr ins Ausland verkauft, habe die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Man brauche die Tiere, um fast alle Medikamente und auch alle Impfstoffe auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit hin zu testen, habe Stefan Treue, Direktor des Deutschen Primatenzentrums (DPZ), gesagt: „Wenn es nicht genug Tiere gibt, werden bestimmte Studien nicht durchgeführt werden können.“

Weil der Forschung zur Bekämpfung von Covid-19 Vorrang eingeräumt worden sei, seien Tiere aus anderen Forschungsbereichen abgezogen worden, um sie für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten einzusetzen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sei bei keinem der derzeit zugelassenen Corona-Impfstoffe auf Versuche mit Affen verzichtet worden. „Normalerweise hätten wir in so einem Fall zusätzliche Tiere für unsere Forschung importiert, das ist im Moment aber nicht möglich“, habe DPZ-Direktor Treue erklärt.

Bis zum chinesischen Exportstopp wären nach Angaben der Stiftung für Biomedizinische Forschung in Washington etwa 60 Prozent aller in die USA importierten Affen für Forschungszwecke aus China gekommen. Die Tierversuchsvereinigung EARA soll die Weltgesundheitsorganisation im November aufgefordert haben, auf China einzuwirken, um den Exportstopp von Primaten für die biomedizinische Forschung zu lockern.

Das Außenministerium in Peking begründe die Aufrechterhaltung weiterhin mit dem Corona-Virus. Sobald sich die internationale Lage bessere, werde China „aktiv“ die Wiederaufnahme der Import- und Exportgenehmigung in Betracht ziehen, habe es geheißen. DPZ-Direktor Treue vermute aber eher wissenschaftspolitisch-strategische Überlegungen hinter der Entscheidung: „Mein Eindruck ist, dass den Chinesen klar geworden ist, dass sie ihre eigene biomedizinische Forschung noch stärker auf Weltniveau bringen wollen.“


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Montag, 17 Mai 2021

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