Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 3 und 4

Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 3 und 4


Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, führt ein Tagebuch, dem sie sich täglich anvertraut. Unser Kollege Matthias Matussek hatte die Gelegenheit, es zu lesen, bevor es im Verlag von Apfel&Korn erscheint, mit einem Vorwort von Claas Relotius und Illustrationen von Konrad Kujau.

Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 3 und 4

22. Mai 21

Es ist total ungerecht, was mit mir veranstaltet wird. Ich wollte die Kohle für den gelungenen Wahlkampf wirklich anmelden, ich hab jetzt den Zettel wiedergefunden, unsere ältere hat ihn zum Malen benutzt (Windmühlen, Pferdchen mit ganz langen Wimpern!) Ich muss unbedingt ein ernstes Wort mit Daniel, meinem Ehehasen, reden, wenn das nicht geht, dass er auf die Kinder aufpasst, müssen wir wieder tauschen. Dann soll er antreten.

Auf jeden Fall steht da auf diesem Papier eindeutig unter 23.11.2018: „Mehl, Milch, Haribo, Sonderzahlung der Stufe 2 bei Parlament melden, Keksförmchen, Butter.“ Das kann alles nachgeprüft werden. Mein Gott, Leute, schließlich komme ich vom Völkerrecht her, und nicht von BWL.

Am meisten nerven tut gerade Claudia. Die ruft dauernd an um mich „zu trösten“. Dann will sie über meine Gefühle reden, oder ihre, oder die von irgendwelchen Türken. Ich blick bei der nicht durch, ich glaub, die ist irre.

Jetzt wollte ich die Panacotta-Schüssel an Luisa zurückgeben, da haben BEIDE Mädels Erdepatsche reingefüllt. Ich so: WAS SOLL DAS? Die so, kleinlaut: Wir wollten Hanf anbauen, damit du wieder runterkommst, Mama...auch irgendwie süß, ich hab sie in die Arme genommen. 

Daniel! Kann der nicht mal einen Moment von seinem Computer weg? Ich glaub, ich muss wieder sein Keyboard einschließen.

Ich wusste, dass es hart wird. Logisch, dass jetzt meine Werte in den Keller rauschen. Bei Telecom glauben jetzt 83%, dass ich keine gute Kanzlerin wäre. Nur 10 % halten zu mir. Dann gibt’s da noch 7%, die wahrscheinlich von Robert kommen. Will sich wieder nicht festlegen, der Trauerklops. Allerdings grinst er in letzter Zeit so vor sich hin.

Denkt der etwa, er hätte noch Chancen?

Bin müde. Jetzt Licht aus...

Pfingsten

Heute haben wir Pfingsten. Also ich bin ja jetzt nicht in dem Sinne religiös, deshalb weiß ich nie, was man da essen tut. Weihnachten klar, die Gans, die macht Daniel sehr ordentlich. Überhaupt diese Zeit...danach ist wieder der Bauch-Bein-Po-Kurs angesagt.

Ostern auch klar, Ostereier und Lammkeule, aber Pfingsten? Spaghetti ist sicher nicht falsch, wegen Rom und Papst und so, aber vor allem wegen unserer Ältesten. Vegan, aber total. Mit Bolognese darfst du der nicht kommen. Ich bin ja auf meine Weise auch irgendwo gläubig. Ich glaube, dass da irgendwo was ist. Eine höhere Macht.

Vor allem aber glaube ich, dass wir die Erderwärmung auf 1,5 Grad beschränken können. Zumindest bei uns. Wenn wir uns alle an unsere Vorgaben halten. Für China würde ich da jetzt nicht die Hand ins Feuer legen, da bin ich als Völkerrechtlerin Realist. 

Dabei spreche ich fließend chinesisch, hihi. Ich weiß was Ente mit Mandeln heißt. Nummer 57. Kichersmiley, Einaugsmiley, Tränenlach. Den Witz hat Luisa bei unserm Mädelsabend erzählt. Dabei muss sie aufpassen mit Nüssen. Allergiealarm. 

Vielleicht mach ich sie zu meiner Ministerin für biologischen Anbau. Oder irgendwas bei mir im neuen Kanzleramt. Angela lässt das ja jetzt mit Wohnungen und Pipapo ausbauen. Die darf natürlich jederzeit rein, die ist schwer in Ordnung, so eine Art Ersatz-Oma mit dieser witzigen, wie sacht man, Berliner Schnauze...wir könnten ja sone Art Mehrgenerationen-WG aufmachen.

Ach wird das schön. Die Sonne scheint. Frohe Pfingsten.

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten


Autor: AchGut
Bild Quelle: Pixabay - Screenshot via AchGut


Montag, 24 Mai 2021

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