Neonazis in Linie mit Deutsch-Muslimen syrisch-libanesischer Herkunft gegen Israel

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Das deutsche Parlament hat BDS 2019 zu einer antisemitischen Kampagne erklärt. Die EU und die USA haben die Hamas, die den Gazastreifen regiert, als ausländische Terrororganisation bezeichnet.

Neonazis in Linie mit Deutsch-Muslimen syrisch-libanesischer Herkunft gegen Israel

Das Innenministerium des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen gab im vergangenen Monat bekannt, dass "seltsame Allianzen" gebildet wurden, um antisemitische Proteste gegen Israels Selbstverteidigungskrieg gegen die Hamas zu starten, darunter eine Koalition deutscher Neonazis und Deutschen syrischer, türkischer und libanesischer Herkunft.

Der deutsche Journalist Stefan Frank, der über zeitgenössischen Antisemitismus in der Bundesrepublik berichtet, listete letzte Woche das Bündnis antisemitischer Organisationen und Gruppen auf der Website der Schweizer Nachrichtenagentur Audiatur auf.

An dem antisemitischen Netzwerk sind laut Innenministerium "Jugendliche aus Syrien und dem Libanon beteiligt, die sich mit rechtsextremen [türkischen] Grauen Wölfen zusammenschließen".

"Türkische Anhänger der Muslimbruderschaft unterstützen traditionell die Hamas, die einen Raketenkrieg gegen Israel geführt hat", stellte das Innenministerium fest und fügte hinzu: "Auch die rechtsextreme Szene (Neonazis, NPD und die Rechte) solidarisierte sich mit Palästina."

Die NPD ist die Abkürzung für die wichtigste Neonazi-Partei in Deutschland, die Nationaldemokratische Partei Deutschlands. Die Rechte ist eine kleine Neonazi-Partei. Sowohl die NPD als auch die Rechte unterstützen die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionskampagne gegen Israel.

Das deutsche Parlament hat BDS 2019 zu einer antisemitischen Kampagne erklärt. Die EU und die USA haben die Hamas, die den Gazastreifen regiert, als ausländische Terrororganisation bezeichnet.

Eine nordrhein-westfälische Regierungssprecherin sagte, das Bündnis zwischen Neonazis und deutschen Arabern habe "nichts damit zu tun, dass die Rechtsextremisten plötzlich arabischfreundlich geworden sind. Es ist nur Ausdruck eines tiefen Judenhasses."

Die Sprecherin zählte einige Ausbrüche von Judenhass während des Krieges der Hamas gegen Israel auf.

 

In der Stadt Düsseldorf wurden am Rathaus ein jüdischer Gedenkstein und eine israelische Flagge in Brand gesetzt. Die Täter brannten gegenüber der Synagoge in der Stadt Bonn eine israelische Flagge nieder. Ein Schaukelstuhl wurde auch gegen das Glas über der Eingangstür zur Synagoge geworfen.

 

In der Stadt Münster wurden vor der Synagoge israelische Fahnen verbrannt.

 

In Solingen wurde eine israelische Flagge verbrannt. In der Stadt Dinslaken wurde eine israelische Flagge aus dem Rathaus gestohlen und später auf dem Marktplatz verbrannt. Das deutsche Gesetz verbietet das Verbrennen von Flaggen von Nationalstaaten.

 

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul bezeichnete die massiven Ausbrüche von Judenhass als "Schande", und fügte hinzu: "Ich habe immer gehofft, dass in diesem Parlament nicht über das Verbrennen von israelischen Flaggen und zutiefst antijüdische Parolen gesprochen werden muss. Aber es ist so. Es ist beunruhigend, erschreckend, besorgniserregend. Aber eines ist klar: Der Auftrag an uns und an mich, noch entschlossener gegen Antisemitismus und gegen jede Form von Menschenverachtung vorzugehen, wird dadurch bestärkt."

übersetzt von Rober Rickler


Autor: Benjamin Weinthal
Bild Quelle: Archiv


Freitag, 11 Juni 2021

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