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Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 13

Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 13


Bevor ich auf meine nun wirklich große Parteitagsrede zu schreiben komme, muss ich dir, liebes Tagebuch, ein Geständnis machen: ich habe dich letztens angelogen.

Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 13

von Matthias Matussek

Nein, angelogen nicht, sagen wir, ich war schlampig und ich ärgere mich selber am meisten darüber. Ich habe geschrieben, ich hätte bei den Trampolin-Meisterschaften in Damp den zweiten Platz belegt. Richtig wäre, dass ich im Nachwuchsbereich vom TSV Pattensen in der Deutschen Meisterschaft zweimal Bronze im Doppel-Mini-Tramp gemacht habe.

Ich hab das auch sofort auf Wikipedia richtigstellen lassen und kann nur sagen, okay, das war Mist!

So, puh.

Was meine Rede angeht, also: Ich im leicht ausgestellten Kleid, Knielänge, lachsrot Richtung Feuerwehr, ovaler Ausschnitt, schwarze Lackpumps mit Schnallen, so auf der Grenze von sexy jugendlich und kanzlerinnenhaft mütterlich, es fiel wunderbar glatt und machte irgendwie schmaler, und der Kontrast zu den schwarzen Haaren war niedlich.

Also ich habe noch mal gedankt für den Rückenwind jetzt gegen den bösartigen frauenfeindlichen Gegenwind, und der war erheblich, der Rückenwind: 678 von 688 Stimmen, nur 6 Gegenstimmen, und bei den vier ungültigen Stimmen kriegen wir auch noch raus, von wem die waren. 

Ich mein, es kann doch nicht so schwer sein, seine Stimme korrekt abzugeben.

Obwohl: Wir dürfen nicht vergessen, dass mit den ganzen FFF-Eintritten das Durchschnittsalter bei uns zwischen 15 und 16 liegen dürfte, da kann man auch mal was falsch machen. Ich ja auch. 

Aber dass ich jetzt mal schlampig war mit meinen Zensuren, und dass ich mich selber „tierisch darüber ärgere“, dass ich die ein bisschen hochgepimpt habe, ich hab gesehen, wie die Kids gegrinst haben, das haben die meisten verstanden, die gehen ja noch zur Schule. Außer eben freitags, hihihi.

Auf jeden Fall: 98,5 Prozent für mich, nimm das. Tina Hassel und der andere Blödmann in seinem schmalen blauen Anzug!

Ich hab dann noch was erzählt von neuen „Technogien“ für das 21.Jahrhundert, die wir auf den Markt bringen werden, also die energiesparende Kurzform von Technologien, und dass die uns helfen beim „klimagerechten Wohlstand“, wobei ich selber nicht genau weiß, was Robert damit meint, aber hat es mir halt reingeschrieben.

Und Robert total sympathisch mit seinen Struwwelhaaren, hat dann auch noch gerufen „Wir werden euch nicht enttäuschen“, also jetzt auch in meinem Namen, und ich habe gerufen, dass es toll ist, diesen Mann an meiner Seite zu haben, wo mir dann Daniel hinterher im Auto eine total nervige Szene gemacht hat.

Also echt. Im Haushalt macht er auch nicht viel. Wenn ich Kanzlerin bin, werde ich … also ich werde sehen, wo es dann für ihn eine sinnvolle Verwendung gibt, ich bin sicher, da fällt mir was ein.

So, jetzt noch Stracciatella-Eis und bisschen Glotze, Tierdoku auf Phönix, aber nichts mit Spinnen, und dann Feierabend, gute Nacht, liebes Tagebuch – und nicht mehr böse sein, ja?

erschienen auf Achgut


Autor: Achgut
Bild Quelle: Fotocollage Barebock: Von Stefan Kaminski (photography), Annalena Baerbock (full rights of use) - ticket:2014121510018762, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37312215


Sonntag, 13 Juni 2021

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