Zwei grüne Witzfiguren und ein Troll aus Teheran

Zwei grüne Witzfiguren und ein Troll aus Teheran


Ein Video von 2018 zeigt Robert Habeck und Annalena Baerbock, wie sie einem iranischen Troll in einer Diskussion das Feld überlassen. Die Performance der beiden „peinlich" zu nennen, wäre ein Kompliment.

Zwei grüne Witzfiguren und ein Troll aus Teheran

Von Henryk M. Broder

Die Sache mit der Kanzlerschaft dürfte sich für Annalena Baerbock erledigt haben. Es ist auch ziemlich unwahrscheinlich, dass sie ihren Anspruch zugunsten von Robert Habeck aufgeben wird. Sogar wenn sie es täte, wäre nichts gewonnen. Es würde nur eine Witzfigur gegen eine andere Witzfigur ausgetauscht werden. Annalena mag ja eine Fachfrau für das ungeschriebene Völkerrecht, Robert ein Experte für experimentelle Philosophie sein, davon abgesehen haben sie nichts zu bieten, das sie - einzeln oder auch gemeinsam - für das Kanzleramt qualifizieren würde. Dafür wird die Liste der Sachen, von denen sie keine Ahnung haben, immer länger.

Dabei mag es dahingestellt bleiben, ob es praktiziertes Unwissen oder genuine Dummheit ist, die Annalena und Robert die Sprache verschlägt, wenn ein Fürsprecher des iranischen Regimes in ihrem Beisein erklärt, im Iran würden keine Schwulen gehängt, und ginge es nach den Mullahs, gäbe es in Teheran längst eine israelische Botschaft. B&H sehen jedenfalls keinen Grund, ihm zu widersprechen, weder in der einen noch in der anderen Propaganda-Lüge. Alles, was sie von sich geben, ist ein Gestammel über die deutsche Verantwortung angesichts der deutschen Geschichte und die damit verbundenen politischen Folgekosten. 

Schauen Sie sich bitte das Transskript einer Videoaufnahme aus dem Jahre 2018 an, die Stefan Frank für mena-watch ausgegraben hat. Den Autritt der beiden Spitzengrünen „peinlich" zu nennen, wäre ein Kompliment. Jeder Auftritt von Günter Oettinger ist dagegen eine Sternstunde der Rhetorik. 

 

Erstveröffentlicht bei Achse des Guten


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle: www.gruene.de


Samstag, 10 Juli 2021

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