100-jähriger ehemaliger Todeslagerwachmann soll in Deutschland vor Gericht gestellt werden

100-jähriger ehemaliger Todeslagerwachmann soll in Deutschland vor Gericht gestellt werden


Der ehemalige Wärter des Konzentrationslagers Sachsenhausen, der wegen Beihilfe zum Mord an 3.500 Personen angeklagt ist, wird im Oktober vor Gericht gestellt.

100-jähriger ehemaliger Todeslagerwachmann soll in Deutschland vor Gericht gestellt werden

Ein 100-jähriger ehemaliger Wärter des Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Berlin wird im Oktober vor Gericht gestellt, berichtete die deutsche Zeitung Welt am Sonntag .

76 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Landgericht Neuruppin den Hundertjährigen wegen Beihilfe zum Mord in 3.500 Fällen angeklagt.

Ein Gerichtssprecher sagte der Veröffentlichung, das Gericht habe festgestellt, dass der Angeklagte stark genug ist, um zwischen zwei und zweieinhalb Stunden pro Tag vor Gericht zu stehen.


Die Identität des ehemaligen Wärters wurde gemäß dem deutschen Mediengesetz zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verdächtigen nicht preisgegeben.

Dem Mann wird vorgeworfen, von 1942 bis 1945 als Wachmann in Sachsenhausen gearbeitet zu haben, bei dem 200.000 Menschen inhaftiert und 20.000 ermordet wurden.

Ein Präzedenzfall, in dem festgestellt wurde, dass die Arbeit in einem Konzentrationslager im Jahr 2011 Grund für eine Verurteilung war, auch wenn es keine Beweise für ein bestimmtes Verbrechen gab, ermöglichte es deutschen Staatsanwälten, weitere ehemalige KZ-Wachleute vor Gericht zu stellen, berichtete die Deutsche Welle.

Zehntausende Häftlinge starben in Sachsenhausen an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, Zwangsarbeit oder "wurden Opfer systematischer Vernichtungsaktionen der Nationalsozialisten", heißt es auf der Website der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen.

Das Konzentrationslager Oranienburg bei Berlin war von 1936 bis Kriegsende 1945 in Betrieb.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Dienstag, 03 August 2021

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