Hamburger Parks: Zu späterer Stunde haben Frauen Angst

Hamburger Parks: Zu späterer Stunde haben Frauen Angst


In Hamburg sind der Winterhuder Kai und der Stadtpark die neuen Party-Meilen für Jugendliche aus der Hansestadt.

Hamburger Parks: Zu späterer Stunde haben Frauen Angst

Von Manfred W. Black

Seit Wochen kommt es dort in den Abend- und Nachtstunden zu „dauerhaften Ruhestörungen und nach vielen Nächten gibt es große Müllberge“ (Alster-Magazin). In der Nähe des Winterhuder Kais urinieren Feierwütige immer wieder in die Hauseingänge, Anwohner beschweren sich sehr oft bei den zuständigen Behörden.

Vielfach Hunderte von Polizisten im Einsatz

Darüber haben regionale Medien schon öfter berichtet (Schlagzeile beim Portal 24hamburg.de: „Anwohner kämpfen gegen feierwütige Jugend“). Dass Mädchen und Frauen, wenn es dunkel geworden ist, oft große – und berechtigte – Angst vor Übergriffen haben, wird aber medial ganz bewusst verschwiegen.

Im Sommer versammeln sich oftmals Tausende von Jugendlichen abends auf großen Wiesen-Arealen des Winterhuder Kais und insbesondere des Hamburger Stadtparks. Um 21 Uhr wirkt die riesige Grünanlage des Stadtparks häufig „wie ein Festivalgelände: Alkohol fließt, Grillrauch wabert durch die Luft“ (Bild-Zeitung).

Es scheint, als gebe es wieder ein Leben wie vor Corona-Zeiten. Doch längst nicht alle der dort versammelten jungen Menschen bleiben friedlich.

In manchen Nächten, wenn der Alkohol in Strömen fließt und bei extrem lauter Musik ausgelassen gefeiert wird, sichern Hunderte Polizisten die Riesenwiese, weil es immer wieder nicht nur zu massiven Lärmbelästigungen kommt, sondern auch zu Übergriffen.

Flutlichtmasten der Bereitschaftspolizei

Wenn die Sonne untergegangen ist, schalten Polizeibeamte nicht selten sogar Flutlicht-Masten der Bereitschaftspolizei an, um halbstarke Jugendliche davor abzuschrecken, gegenüber anderen Menschen – in der Regel Mädchen und Frauen – übergriffig zu werden.

Schülerin Talitha (18) aus Bergedorf erzählte Bild: „Total entspannt hier. Aber wenn es eskaliert, ziehe ich mich zurück. Da habe ich überhaupt keine Lust drauf.“ Warum und wie es genau eskaliert –  das schreibt jedoch auch die Bild-Zeitung nicht genau.

Was die Medien verschweigen

Ehrlicher war jüngst das Alster-Magazin in seiner August-Ausgabe. Das Magazin spricht von „unfassbaren Zuständen“. Manche Mädchen hätten ein Spießrutenlauf im Park erlebt.

„Immer wieder wurden [sie] von massenweise Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf übelste und ordinärste Art verbal belästigt“. Und zwar „in einer Art, die man hier nicht beschreiben kann“.

„Ununterbrochen“ komme es oft zu „abscheulichen Drohungen, wenn sich die Mädchen abwendeten“. Folge: Sehr viele Töchter der Hansestadt meiden das Areal des Stadtparks zu späterer Stunde zumindest dann, wenn sie nicht in männlicher Begleitung sind.

Auch wenn man öffentlich nicht darüber spricht: Zahlreiche Mädchen und Frauen ziehen ihre persönlichen Konsequenzen aus den unhaltbaren Zuständen. „Ablehnung, Distanzierung, Wut, Angst, Rückzug in Gefilde, in denen man sich (noch) sicher fühlt“, schreibt das Alster-Magazin.

Weiter heißt es dort: „Auch in unserer schönen Heimatstadt gibt es zunehmend Bereiche, in die man sich besser nicht begibt.“ Es handele sich längst nicht mehr um Einzelfälle, „auch wenn öffentlich wenig darüber gesprochen wird“.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Pudding4brains, Public domain, via Wikimedia Commons


Montag, 30 August 2021

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