Henryk M. Broder: Juden gegen die AfD (?) [Video]

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Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat zusammen mit 60 weiteren jüdischen Massenorganisationen dazu aufgerufen, bei der anstehenden Bundestagswahl die AfD zu boykottieren. Die Partei sei „radikal und religionsfeindlich“, sie biete „Antisemiten und Rechtsextremen eine Heimat“ und stelle eine Gefahr für den Frieden in Europa dar.

Henryk M. Broder: Juden gegen die AfD (?) [Video]

Von Henryk M. Broder

Seit ein paar Tagen steht ein „Aufruf jüdischer Organisationen und Verbände zur Bundestagswahl 2021“ im Netz, den mehr als 60 jüdische Massenorganisationen unterzeichnet haben, darunter die Union Progressiver Juden, der Bund jüdischer Soldaten, der Bundesverband jüdischer Mediziner, die Synagogen-Gemeinde Köln und die Allgemeine Rabbiner-Konferenz. Federführend war der Zentralrat der Juden in Deutschland. 

In dem „Aufruf“ geht es um die AfD, genauer: darum, „ob die AfD erneut im Deutschen Bundestag, dem Herzen unserer Demokratie, ihr Unwesen treiben kann“, eine Partei, „in der Antisemiten und Rechtsextreme eine Heimat gefunden haben“, eine „radikale und religionsfeindliche Partei“, die unsere Gesellschaft spaltet, Minderheiten als minderwertig betrachtet und sich „gegen die Europäische Union und damit gegen das europäische Friedensprojekt“ stellt. 

Der Aufruf endet mit dem Satz: „Für ein weltoffenes, friedliches, tolerantes und demokratisches Deutschland“ – ohne die AfD.

Es lohnt sich, den „Aufruf“ im Wortlaut zu lesen, zeugt er doch davon, dass die Juden aus der Geschichte gelernt haben. Sie stellen sich hinter die Regierung, von der sie alimentiert werden, damit sie das tun, was die Regierung von ihnen erwartet: Dhimmitum in Vollendung. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Regierung mit ihrer Zuwanderungspolitik dafür gesorgt hat, dass der Antisemitismus in Deutschland nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat. Genau so, wie Karl Lagerfeld es formuliert hat.

Mindestens ebenso bemerkenwert ist, dass Mutti Merkel es nicht nur geschafft hat, ihre CDU zu enteiern, sondern auch die Juden in Deutschland gleichzuschalten. Das hat Seltenheitswert. Die Streitkultur wurde im Judentum erfunden. Seit Abraham mit Gott darüber verhandelt hat, unter welchen Bedingungen Er die Stadt Sodom verschonen würde, gibt es keine Autorität, der man sich unterordnen muss. Nicht einmal dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

Der Historiker Daniel Pipes, der laut Wikipedia „republikanische und proisraelische Thesen vertritt und wegen seiner islamfeindlichen Äußerungen sowie seiner Unterstützung europäischer Rechtspopulisen in der Kritik steht“, hat sich der Causa angenommen. Er schreibt, die Aktion des Zentralrates richte sich nur vordergründig gegen die AfD, in Wahrheit geht es um Israel. Hier

 


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle: Screenshot via Facebook


Mittwoch, 15 September 2021

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