Hamburg: Erneut „südländischer“ Überfall auf Juden - Wahlkämpfer schweigen

Hamburg: Erneut „südländischer“ Überfall auf Juden - Wahlkämpfer schweigen


Seit über sechs Jahren hielten Demonstranten nahe des Hamburger Hauptbahnhofs regelmäßig eine Mahnwache ab. Sie solidarisierten sich mit Israel, schwenkten fröhlich Israel-Flaggen – und wollten so gegen den Judenhass protestieren.

Hamburg: Erneut „südländischer“ Überfall auf Juden - Wahlkämpfer schweigen

Von Manfred W. Black

Aber am vergangenen Wochenende tauchten vier junge und militante Männer auf, die Böses im Schilde führten. Erst wurden die fünf Teilnehmer an der Mahnwache wüst beschimpft. Michael T. (60, Name geändert) – er ist Jude – berichtet die Bild-Zeitung: „Sie riefen ‚Free Palestine‘, ‚Scheiß Juden‘ und ‚Ich ficke deine Mutter‘.“

Als T. einen der jungen Männer zur Rede stellte, „lief vermutlich sein Bruder auf mich zu und schlug sofort mit der Faust ins Gesicht. Ich lag blutüberströmt in den Armen meiner Mutter, die zu Hilfe geeilt war.“ Kommentiert durch bösartiges Gelächter bei den Gewalttätern.

Gebrochenes Nasen- und Jochbein

T.s 79-jährige Mutter, die zur Mahnwache gehörte, erklärte: „Er lag mit blutendem Gesicht dort. Ich dachte, dass sein Auge zerfetzt ist. Er hatte Splitter seiner Brille im Gesicht. Sein Jochbein muss nun operativ aufgefüllt werden. Es ist das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann, so etwas mit anzusehen.“

Michael T. kam mit einem gebrochenen Nasen- und Jochbein ins Krankenhaus. Er fürchtet, dass sich auch noch die Netzhaut des Auges ablösen könnte. Andreas M. (64), Initiator der Mahnwache, sagte: „Der Antisemitismus kommt nicht mehr nur von links oder rechts. Er kommt verstärkt auch von muslimischer Seite, das merken wir immer wieder.“

Eine sehr zurückhaltende Formulierung, die dem linken Zeitgeist geschuldet ist. Offenkundig kommen – auch in anderen westeuropäischen Staaten – die allermeisten Übergriffe auf Juden längst aus zwei großen Gruppen: Die Täter sind vor allem radikale Moslems und fanatisierte Linke; beide Tätergruppen zählen sich zu den erbitterten Feinden jüdischer Menschen und des Staates Israel.

Unter Experten ist lange schon bekannt: Wenn heute Polizeiorgane antisemitische Übergriffe und Graffiti nicht klar klassifizieren können – die Täter also unbekannt sind –, sprechen Polizisten und „Staatsschützer“ gern von rechtsextremistischen Delikten. Selbst klar islamisch begründete Taten werden nicht selten einfach „rechtsextremen Gruppierungen“ zugeordnet. So manipuliert man Statistiken – ganz offiziell.

Wie Medien die Tat vernebeln

Der NDR berichtete am Sonntag über die Attacken – und präsentierte nebulöse Formulierungen: „Den bisherigen Ermittlungen zufolge beleidigte ein junger Mann am Sonnabend gegen 14 Uhr zunächst alle Teilnehmenden der Mahnwache aus einer drei- bis vierköpfigen Gruppe heraus antisemitisch.“ Als der „junge Mann“ dann „angesprochen und aufgefordert worden sei, dies zu unterlassen, habe er dem 60-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wodurch dieser eine Platzwunde erlitten habe.“ Der Täter trage offenbar „schwarze, gelockte Haare“.

Noch mehr als Nebelwerfer profilierte sich der Focus: Die Polizei fahnde „nach einem bislang unbekannten Mann“. Näheres über den Schläger? Fehlanzeige. Dafür hieß es, „der Angreifer“ sei „mit seinen Begleitern auf gemieteten E-Rollern in Richtung Steintorbrücke geflüchtet“.

Selbst Bild lässt in ihrem Artikel über den brutalen Überfall am Hauptbahnhof erst ziemlich am Schluss deutlich werden, zu welcher Bevölkerungsgruppe die Schwerkriminellen gehören: Die Zeitung schreibt: Jetzt suche der Staatsschutz „den Schläger, der zwischen 18 und 25 Jahre alt sein soll, etwa 1,75 m groß, von ‚südländischer Erscheinung‘“. Eine sehr oft übliche Formulierung dafür, dass die Täter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen muslimischen Hintergrund haben.

Judenhass: Im Wahlkampf kein Thema

Immerhin bringt die Bild-Zeitung – allerdings nur in ihrer Hamburg-Ausgabe – zur Sprache, dass dieser „brutale Judenhass auf der Straße“ im Bundestags-Wahlkampf erstaunlicherweise „kein Thema“ ist. Ob in Hamburg oder im ganzen Bundesgebiet: Keine der staatstragenden Parteien wagt zu sagen, dass mit der grenzenlosen „Zuwanderungspolitik“ aus muslimischen Gesellschaften auch Hunderttausende nach Deutschland gekommen sind, die zu den fanatischen Gegnern von Juden und jüdischen Israelis gehören. Die hierzulande mittlerweile allgegenwärtige, extrem links definierte, Political Correctness verbietet es, die Wahrheit zu sagen.

Der Islam-Experte Ahmad Mansour hat die Situation erneut auf den Punkt gebracht. Er sagte, die Spitzenkandidaten der Parteien „betreiben bei manchen Themen die schlechteste Wahlkampfstrategie: Sie schweigen die Probleme tot und ignorieren sie“. Doch wenn man „keine Konzepte für den Alltag entwickelt, wird sich die Lage für Juden in Deutschland nicht verbessern“.


Autor: Redaktion
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Mittwoch, 22 September 2021

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