Techno-Club „Berghain“: Teilnehmer einer 2G-Party mit Corona infiziert

Techno-Club „Berghain“: Teilnehmer einer 2G-Party mit Corona infiziert


Mindestens 19 Menschen haben sich bei einer 2G-Party im legendären Berliner Club „Berghain“ mit Corona infiziert. Die Dunkelziffer soll um ein Vielfaches höher liegen, sodass das Feiern der Geimpften sich im Nachhinein als Superspreader-Event herausstellen könnte.

Techno-Club „Berghain“: Teilnehmer einer 2G-Party mit Corona infiziert

Von Dr. David Berger

Schuld tragen u.a. Politiker, Mediziner, Medien und Clubbetreiber, die die Betroffenen in einer falschen Sicherheit wiegen.

Aus ganz Europa sollen Techno-Fans zur Wiedereröffnung des Clubs Berghain am 4. Oktober nach Berlin gereist sein. Mehr als eineinhalb Jahre war der Club aus Angst vor der ausgerufenen Epidemie geschlossen geblieben.

Doch nun glaubte man eine Lösung gefunden: Einlass nur nach den strengen 2G-Regel, d.h. nur vollständig Geimpfte und Genesene bekamen Zutritt zu der Veranstaltung. „Die Impfnachweise wurden, soweit für uns ersichtlich, vom Berghain gewissenhaft kontrolliert“, lässt eine Sprecherin für Volksgesundheit wissen.

Alle Neuinfizierten geimpft

Doch jetzt kommt das böse Erwachen: In der Nacht sollen sich zahlreiche Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Bisher sind 19 Fälle bekannt, die Dunkelziffer scheint aber weitaus höher zu liegen. Denn mehr als 2500 Personen – nicht nur aus Deutschland – müssen vom Gesundheitsamt nun kontaktiert und informiert werden.

Die Berliner Morgenpost berichtete heute als erste von dem Vorfall:

„Bislang haben sich nach Recherchen der Berliner Morgenpost bei der Party mindestens 19 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Weiteren Informationen zufolge laufen die Ermittlungen zu dem Ausbruch noch. Das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg bestätigte den Fall der Morgenpost auf Nachfrage.

Der Ausbruch war nicht der erste dieser Art im Bezirk

Wie eine Sprecherin des Bezirksamts mitteilte, handelte es sich um eine 2G-Veranstaltung im Berghain. Bisher seien 19 Personen positiv getestet worden, 15 Personen davon leben demnach in dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, vier weitere Personen seien in anderen Bezirken Berlins zu Hause.“

Und weiter: „Der Ausbruch war nicht der erste dieser Art im Bezirk. Auch bei anderen 2G-Veranstaltungen in Friedrichshain-Kreuzberg seien Infektionen im unteren zweistelligen Bereich bekannt geworden, erklärte eine Sprecherin des Bezirks am Mittwoch. Ob die Veranstaltungen auch Tanz-Events waren, konnte sie nicht sagen.“

Und die Teilnehmer aus ganz Europa?

Es ist davon auszugehen, dass es auch unter den Teilnehmern aus anderen europäischen Ländern, die inzwischen in ihre Heimatländer zurückgereist sind, zahlreiche Infektionen gegeben hat. Dank der 2G-Regelung können sie diese nun ungehemmt weiter verbreiten.

Der Fall zeigt sehr deutlich: Die 2G-Regelung, die auf Tests verzichtet und Geimpften eine falsche Sicherheit vorspielt, produziert regelrechte Superspreader-Events. Politiker, Mediziner und Clubbetreiber, die sie praktizieren, müssen sich zum Vorwurf machen lassen, dass es ihnen um alles andere als um die Gesundheit der Bevölkerung bzw. der Gäste geht. Ziel scheint nur noch, die Bevölkerung möglichst flächendeckend zu impfen bzw. möglichst rasch durch Veranstaltungen ohne Mindestabstand etc. wieder Geld einzunehmen.

BMG setzt auf möglichst viele Neuinfektionen?

Dazu passt eine Meldung des BGM vom 18. Oktober, die die 2G-Regel unbedingt beibehalten und in allen Ländern umgesetzt sehen möchte, d.h. de facto möglichst viele Neuinfektionen erreichen will…:

 

Erstveröffentlicht bei Philosophia Perennis


Autor: Dr. David Berger
Bild Quelle: Bart van Poll, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Freitag, 22 Oktober 2021

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