Und ewig grüßt die Merkel-Runde

Und ewig grüßt die Merkel-Runde


Heute kommt die „MPK“ wieder zusammen, um neue und härtere „Maßnahmen“ aufgrund der „Zahlen” zu beschließen. Das Kuriose ist, dass diese Zahlen die anstehenden Corona-Restriktionen nicht begründen können.

Und ewig grüßt die Merkel-Runde

Von Carl Christian Jancke

Für diejenigen unter den Landeschefs, die es noch nicht mitbekommen haben: Die „Ministerpräsidentenkonferenz” ist im Grundgesetz nicht vorgesehen. Es handelt sich um ein informelles Gremium, das wohl mal der Vorbereitung von Bundesratssitzungen diente. Dort sollten sie etwas beschließen, wenn sie was zu beschließen haben. Im Bundesrat. Und ohne Kanzlerin, Kanzleramtsminister und Hofvirologen.

Doch nun kommen sie wieder zusammen, um sich auf irgendwelche Maßnahmen aufgrund der „Zahlen” zu einigen. Ohne selbstkritisch zu bekennen, dass sie bis jetzt immer wieder vollständig daneben lagen. Die ganzen Maßnahmen vom Maskenzwang bis zur Massenimpfung haben wohl so gut wie gar nichts gebracht und sie versuchen, ihre Rat- und Ahnungslosigkeit durch Aktionismus zu überspielen.

Lockdown, Kontakteinschränkungen bis in die eigene Wohnung, Schulschließungen, Isolierung der Alten, Maskenpflicht oder Flugverbote – kein Element dieses Horrorkabinetts der Eingriffe in die persönliche Freiheit hat nachweisbar einen Effekt auf die Entwicklung der „Pandemie” gehabt. Statistisch gesehen lässt sich weder eine Korrelation, noch eine Koinzidenz oder ein zeitlicher Zusammenhang nachweisen. Die Folgen und Wirkungen der Stilllegung menschlichen Lebens wurden dagegen vorsichtshalber gar nicht erst untersucht. Stattdessen jagen die Bürokraten den Opfern hinterher, um möglichst viele „Soforthilfen” zurückzufordern. Aber sofort. Die vollen Kinderstationen ohne Corona lassen ahnen, dass die Schäden der Coronapolitik größer sind als der mögliche Nutzen. Fehleranalyse, Nachbereitung, Manöverkritik? Fehlanzeige.

Nach wie vor sind hauptsächlich Alte und Kranke betroffen

Auch die Medien haben nichts gelernt. Angst- und Panikmache ohne Ende, keine differenzierte Darstellung, möglichst wenig Zahlen und Rationalität. Das unterminiert das Vertrauen in Medien und das gesamte Gemeinwesen. Stattdessen Effekthascherei von der Intensivstation. Willkommen im digitalen Mittelalter. Das Fegefeuer heißt Intensivstation.

Deshalb hier noch einmal die wesentlichen Punkte, damit die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zwar unbefugt, aber besser entscheiden und der öffentlichen Panikmache nicht weiter Vorschub leisten! Mögen sie einen kühlen Kopf bewahren und nicht weiter versuchen, uns Bürger zu bevormunden.

Es kommt nicht darauf an, wie viele Menschen sich infizieren, sondern wer. Das wissen wir seit Bergamo. Nach der Aufschlüsselung des Intensivregisters sind mehr als 80 Prozent über 50 Jahre alt und mehr als 60 Prozent über 60. Die Maskenpflicht in der Grundschule ist also ohne jede Auswirkung auf die Pandemie, wenn man tatsächlich diese Altersgruppen wirksam schützen würde. Das geschieht am wirksamsten durch einen Appell an diese Menschen: Wenn ihr nicht auf Intensiv landen wollt, überlegt euch, wie ihr euch selber schützt.

Ein Blick in die Zahlen

Am 12.11.2020 waren rund 260.000 Menschen positiv auf Corona getestet, das waren 0,31 Prozent der deutschen Bevölkerung. An diesem Tag waren rund 20.000 neue positive Tests gezählt worden, 0,02 Prozent der Bevölkerung. Es waren 3.127 schwere Fälle auf Intensivstation zu verzeichnen, das sind 0,0037 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen und 10,71 Prozent der positiv getesteten. 222 Menschen starben an diesem Tag vor einem Jahr an oder mit Corona, 0,0002647 Prozent der deutschen Bevölkerung (unabhängig von der Herkunft oder Nationalität), 0,0086 der „offenen Fälle” und 7,1 Prozent der „schweren Fälle” und keine 10 Prozent der täglich sterbenden Menschen. 7,1 Prozent der damals zur Verfügung stehenden, betreibbaren rund 30.000 Betten waren mit Corona-Patienten belegt. Als aktiv wurden damals rund 24.000 Betten genannt. Eine Übersterblichkeit konnte für das Jahr 2020 nicht festgestellt werden. Rund 8 Prozent der damals im Durchschnitt Verstorbenen starben an oder mit Corona.

Ich wollte die Zahlen mit denen des Jahres 2021 vergleichen, musste aber feststellen, dass das von mir bisher verwendete Worldometer (basierend auf den Erhebungen der Johns-Hopkins-Universität) für diesen Tag rund 20.000 Neuinfektionen meldet und das Robert-Koch-Institut 48.000. Mir ist nicht klar, wie diese Diskrepanz zustandekam. Früher war das Worldometer etwas schneller. Aber das erklärt es nicht. Ich habe also vorsichtshalber die ungünstigeren Zahlen des RKI genommen.

Demnach hatten wir am 12.11.2021 etwa 395.000 offene Fälle, also Menschen, die positiv auf Corona getestet wurden und noch nicht als genesen gelten. Das sind trotz Impfung und „Durchseuchung“ 135.000 Menschen mehr als vor einem Jahr. Laut RKI haben wir 48.640 neu positiv getestete Fälle am 12.11., 28.000 mehr als am Stichtag vor einem Jahr. Das sind 0,06 Prozent der deutschen Bevölkerung gegenüber 0,02 Prozent vor einem Jahr. 2.931 Menschen lagen an diesem Tag auf Intensivstation, 0,0034 Prozent der Gesamtbevölkerung, und 6,02 Prozent der offenen Fälle (im Vorjahr waren es rund 4 Prozent mehr). 198 Menschen sind positiv getestet gestorben, das sind 24 weniger als vor einem Jahr, 0,00050 Prozent der positiv Getesteten, vor einem Jahr waren das 0,00086 Prozent.

Doppelt so viele positiv Getestete wie vor einem Jahr

Anders gesagt: Wir haben rund doppelt so viele positiv Getestete, aber nur rund halb so viele anteilige Intensivpatienten und Verstorbene. Auch absolut sind die Zahlen der schwer Betroffenen niedriger als vor einem Jahr. Oder anders gesagt: Ungefähr doppelt so viele Menschen gelten als infiziert, haben aber keine Symptome. 

Vor einem Jahr hatte ich die Zahlen der Genesenen und Geimpften noch nicht erfasst. Heute gelten rund 4,5 Mio. Menschen als genesen und rund 56 Mio. Menschen sollen „vollständig”, also zweimal geimpft sein. Gehen wir davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Genesenen bereits vor einem Jahr gesundet war, dann sprechen wir von 2,25 Millionen in Deutschland Lebenden. Das sind 2,7 Prozent der Gesamtbevölkerung, Heute sind rund 72 Prozent der Gesamtbevölkerung oder 60 Millionen Menschen genesen oder geimpft. Mittlerweile wird erklärt, die „Inzidenzen” bei den Geimpften seien deutlich niedriger als bei den nicht Geimpften. Gleichzeitig ist die Zahl der Neuinfektionen mehr als doppelt so hoch. Dafür gibt es keine plausible Erklärung.

RKI und Politik stochern seit bald zwei Jahren im Nebel. Sie können die vermeintlichen Zahlen nicht lesen und reagieren mit dem Gesamthammer, der alles erschlägt und beim Schutz der vulnerablen Gruppen versagt. Tatsächlich ist entscheidend, die älteren und alten Menschen besser zu schützen. Das sind auch diejenigen mit „Vorerkrankungen”. Denn je älter man ist, desto verbrauchter ist die eigene Gesundheit. In vielen Fällen wird auch schlicht und einfach der Tod nur ein paar Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar ein oder mehrere Jahre vorgezogen. Die allermeisten Menschen, die an Covid-19 sterben, sind aber sicher ohnehin kurz vor dem Ende eines meist langen Lebens. Dennoch sollte man ihnen gewiss ersparen, einen solchen Tod zu sterben.

Aber wie viele dieser Menschen werden überleben, wenn die Schulen geschlossen sind oder ihre Enkel im Unterricht Maske tragen? Wenn sich ein 30-Jähriger im Club „infiziert”, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an einer Dosis der konsumierten Drogen stirbt, immer noch größer, als dass das Corona-Virus ihn auf der Intensivstation dahinrafft.

Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet

Wer geimpft ist, kann nicht auf Immunisierung hoffen, allenfalls auf einen milden Verlauf im Falle der Krankheit. Das ist doch schon mal was. Wer genesen ist oder geimpft, tickt als Zeitbombe nur ein wenig leiser als der gesunde Nicht-Geimpfte. 2G bringt also gar nichts.

Das moralische Dauerfeuer auf die „Impf-Skeptiker” ist also nicht nur fragwürdig, sondern unwirksam. Wer meint, dass er nicht als Virenherd taugt, nur weil er geimpft ist, irrt gewaltig. Aber auch Abstände, Masken, Lockdowns und allerlei Einschränkungen der individuellen Freiheit haben zu nichts geführt. Sie waren komplett wirkungslos. Die Nebenwirkungen haben die Intention bei weitem überschritten. Früher sprach man davon, „das Kind mit dem Bade auszuschütten”. So ist das wohl auch in diesem Fall.

Wir kennen also die Menschen, die vom Covid-Virus getroffen werden. Wir und auch sie selbst wissen, wo und wie sie leben. Deshalb ist es ein leichtes, die Menschen gezielt zu testen, die Umgang mit ihnen haben. Und zwar womöglich jedes Mal. Alle anderen müssen sich gegenüber den übergriffig gewordenen Staaten ihre Freiheit zurückerkämpfen. Wir wissen, wie wir uns schützen, wir sind alt genug, um unsere Verantwortung für uns zu übernehmen und darüber nachzudenken, wen wir gefährden.

Landläufig wird kritisiert, das privatisierte Gesundheitssystem sei schuld an der Misere. Dabei ist das duale System wahrscheinlich nicht besonders gut, aber besser als die staatliche Rationierung in allen anderen Ländern. Pro Einwohner haben wir mehr Intensivbetten als jedes andere Land der Welt. So viel besser haben wir allerdings nicht abgeschnitten. Und die Geschichte um den mysteriösen Schwund der Intensivbetten ist schon verwunderlich.

Sag mir, wo die Pfleger sind

Das Gesundheitssystem orientiert sich nicht an den Bedürfnissen der potenziellen Patienten und auch nicht an den vermeintlichen Profitinteressen. Denn die Maximierung des Gewinns hängt von den Vorgaben der staatlichen Planwirtschaft ab. Nun werden vom deutschen Intensivregister rund 22.000 Intensivbetten ausgewiesen, keine 3.000 davon sind von Patienten belegt, die mit oder an Corona erkrankt sind. Nicht jeder „Corona-Patient” liegt deshalb auf der Station, sondern hat eine andere Krankheit.

Vor einem Jahr wurden rund 24.000 Betten ausgewiesen. Tatsächlich hätten es wohl 27.000 sein müssen. Nichtsdestotrotz: Es ist die Rede davon, das Abschmelzen auf nunmehr 22.000 sei auf einen Schwund an Pflegepersonal zurückzuführen, das durch Covid überlastet gewesen sei. Nun haben wir Ende des vergangenen Jahres 5.600 Intensivpatienten gehabt. Das waren höchstens ein Viertel der vorhandenen Intensivbetten. Dass dieser Höhepunkt daran gelegen haben soll, dass das Pflegepersonal reihenweise gekündigt hat, ist schwer vorstellbar.

Ich habe versucht, eine belastbare Zahl zu finden, wie viele Menschen sich tatsächlich entschlossen haben, ihren Job auf einer Intensivstation zu kündigen. Die gibt es nicht. Was es gibt, ist die Erkenntnis, dass die Gesundheitsplanwirtschaft Anreize geschaffen hat, das Angebot an Intensivbetten künstlich zu verknappen. Die Technik für rund 40.000 Betten ist vorhanden. Aber man bekam nur dann ordentliches Geld, wenn nur ein Viertel der Betten frei war. 

Letztlich hat das erst im April 2020 aufgesetzte Intensivregister nicht das Versprechen gehalten, das man mit ihm verbunden hat. Über die tatsächlich vorhandenen Kapazitäten gibt es keine Auskunft. Nur über die im Moment betriebsbereit gemeldeten. Und die folgen möglicherweise der staatlichen Abrechnungsvorgabe. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wissen es und wir wissen es. Wenn wir eine Zahl des selbst gekündigten Intensivpersonals hätten, dann hätten sie sie längst genannt. Und wir würden sie deshalb kennen. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass sie sie auch nicht haben.

Fazit

Über alles, was die Länderchefs bisher beschlossen haben, lässt sich nur eines sagen: Es hat nicht funktioniert. Sie haben Milliarden, wenn nicht Billionen versenkt, Menschen in ihr Unglück, Kinder in die Isolation gestürzt, Künstlern, Kneipiers und Gästen das Leben geraubt und uns allen das Vergnügen verboten. Aber sie haben sich geirrt.

Es wird Zeit, umzudenken. Diese Krankheit trifft nur wenige Menschen schwer. Sie ist keine Seuche. Für die meisten, die sie bekommen, ist das sehr unangenehm, wenn sie krank werden und sich nicht nur infiziert haben.

Es wäre gut, wenn die Verantwortlichen den Panikmodus verließen und sich nicht länger als Retter der Volksgesundheit gerierten. Sondern vielmehr demütig auf die Menschen fokussierten, die tatsächlich gefährdet sein könnten. Das sind nicht so viele. Aber genug. Die Bundeskanzlerin und der Chef des Bundeskanzleramts sollten besser schweigen. Minister Braun ist übrigens Anästhesist. Ein Freund bemerkte, Narkoseärzte betäuben die Menschen lieber, dann brauchen sie sich nicht mit ihnen zu beschäftigen. Vielleicht keine gute Voraussetzung für einen potenziellen Parteichef.

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten


Autor: AchGut
Bild Quelle: Pixabay - Screenshot via AchGut


Donnerstag, 18 November 2021

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