Nach Blinddarm-Vergleich : CDU Politiker fordert Rücktritt der ZDF-Führungsriege

Nach Blinddarm-Vergleich : CDU Politiker fordert Rücktritt der ZDF-Führungsriege


Vor fast zwei Monaten hat die ZDF-Kabarettistin Sarah Bosetti Teile der Gesellschaft mit einem Blinddarm verglichen. Jetzt drohen Konsequenzen.

Nach Blinddarm-Vergleich : CDU Politiker fordert Rücktritt der ZDF-Führungsriege

Auch wenn der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk eigentlich kritisch gegenüber der Regierung sein sollte, sind die Redakteure und Mitarbeiter in aller Regel dienstbeflissen und bereit; will in diesen Tagen heißen: Sie unterstützen die Politik des Corona-Regimes. Bei jedem Spaziergang zählen sie Verstöße gegen die Vorgaben der Behörden. Und jeder wirkliche oder auch nur angebliche Übergriff von Ungeimpften auf Impfstationen wird auf die Titelseiten gehievt.

Von Übergriffen auf Ungeimpfte hört man in ARD und ZDF dagegen eher nichts. Dabei geschehen sie immer wieder vor Ort, in den Sendern oder es sind Personen beteiligt, die indirekt von den Zwangsgeldern der Sender gut leben. So geschehen am 3. Dezember 2021. Auf Twitter schreibt eine gewisse Sarah Bosetti an jenem Tag:

»Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell für das Überleben des Gesamtkomplexes.«

Einen Teil der Bevölkerung ist für Frau Bosetti also ein Blinddarm. Und vom Auseinanderbrechen zum Herausschneiden ist es nicht weit. Hätte ein Teilnehmer auf einem der Spaziergänge ein Plakat mit einem Spruch ähnlichen Inhalts getragen; ARD und ZDF wären zur Stelle gewesen. Nicht auszuschließen, dass Innenministerin Nancy Faeser öffentlich ihre Verbotsphantasien gegen Twitter ausbreiten würde.

Und das mit recht. Denn der Vergleich wurde schon einmal gemacht. »Die Juden sind der eitrige Blinddarm im Körper Europas«, sagte ein gewisser Fritz Klein, Arzt in Auschwitz-Birkenau und maßgeblich an der Selektion auf der berüchtigten Rampe beteiligt. Ein britisches Militärgericht verurteilte ihn im Herbst 1945 zum Tode und Klein wurde am 13. Dezember 1945 in Lüneburg gehängt.

Doch Sarah Bosetti interessierte weder der historische Hintergrund ihrer Aussage noch deren Inhalt. Womöglich durch knapp 12.000 Likes gestärkt, setzte sie ihrem Tweet mit einem Video »Die Blinddarm-Entschuldigung« noch eins drauf. Am Schluss sagt sie laut Berliner Zeitung: »Ich möchte mich hiermit in aller Form für meine Worte entschuldigen. Es tut mir leid, liebe Blinddarme dieser Welt. Diesen Vergleich hattet ihr wirklich nicht verdient.«

Die skandalöse Äußerung von Frau Bosetti, die sich als »Kolumnistin, Buchautorin oder Poetry-Slammerin« verdingt, scheint auch beim ZDF keinen zu stören. Es gab keine Stellungnahme und schon gar keine Sondersendung, die der Frage nachgegangen wäre, ob und warum Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Sender rechtsradikale Vorstellungen nachhingen. Es wurde still um den Blinddarm-Vergleich.

Doch nun, nach fast zwei Monaten, in denen der Sender Zeit genug hatte, sich des Problems anzunehmen, fordert der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz,CDU, Konsequenzen. Denn laut Berliner Zeitung hat Frau Bosetti den Satz auch in einer Sendung des ZDF gesagt.

In einem Brief an den Sender schreibt Vaatz: »Das ZDF äußert damit erstmalig konkrete Vernichtungsphantasien gegen Menschen aufgrund ihrer politischen Einstellung.« Nach einem Hinweis auf den historischen Hintergrund des Vergleichs fordert der Bürgerrechtler schließlich:

»Eine Stellungnahme des Rundfunkrates zu dieser unfassbaren Entgleisung – Die Benennungen der Verantwortlichen in der Redaktion für die Ausstrahlung des Beitrages – Die Beurlaubung derselben – Den Rücktritt von Intendant Bellut, Programmdirektor Himmler und Chefredakteur Frey.«

In einem Land, dessen Politiker und Journalisten sich auf ihre Erinnerungskultur so viel einbilden, wären diese Rücktritte wohl das mindeste.

 

Erstveröffentlicht bei Die freie Welt


Autor: Redaktion
Bild Quelle: PantheraLeo1359531, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 26 Januar 2022

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