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Not macht erfinderisch, auch unseren Robert?

Not macht erfinderisch, auch unseren Robert?


Innerhalb weniger Stunden haben die Grünen so ziemlich alles, wofür sie in den letzten zwei Jahren standen, über Bord geworfen.

Not macht erfinderisch, auch unseren Robert?

Von Meinrad Müller

Gottes Wege sind bekanntlich oft lang und rätselhaft. Viele Umwege, unnötige Umleitungen, Wahlumfragentäler und unüberwindbare grüne Gräben mit seltenen Kröten erschwerten ihm den Weg zum Orakel von Delphi. Dessen göttliche Eingebung, oder war es jene des Engel Aloisius, erreichen die Zielperson in wundersamer Manier und in Lichtgeschwindigkeit. Zur Vorgeschichte:

Stroh im Kopf?

Diese Bezeichnung galt immer schon als Synonym für unzeitgemäße und eingeschränkte Nutzung der Denkkapazität. Doch dies wollen wir in Ermangelung bildgebender Diagnosen und aus Höflichkeit dem Robert nicht unterstellen.

Vielmehr liegt nahe, dass eine ideologische Paralyse, sprich eine politische Lähmung vorliegt, welche das physiologisch korrekte Funktionieren seiner Gehirnzellen bislang temporär lähmte. Doch es könnten Zeichen und Wunder geschehen, wenn sich Schmerzen urplötzlich an anderen Körperstellen einstellen.

Stroh an sich hat nur geringen Nährwert: Es besteht vornehmlich aus Ballaststoffen und wird im politischen Bereich als Wahnidiologie beschrieben. Deren Ursachen wiederum entspringen einem kurzsichtigen Klimaverständnis, eben diese Welt retten zu wollen, koste es was es wolle. Sind die sprichwörtlichen Bretter vor dem Kopf dick genug, so dämpft dies zwar beim Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, den Aufprall. Hilft uns aber nicht weiter.

Stroh und dessen Zubereitungsform: In purer Form ist Stroh vom Felde als Nahrungsmittel schlichtweg ungeeignet, weder für Mensch noch für Tier. Doch findige Bauern erdachten sich einen speziellen „Mixer“, welcher die langen Stängel in eine für Pferde kaubare Form verwandelt. Ein langer Halm, vorzugsweise Haferstroh, wird zu zwei Millimeter kurzen Stückchen. Schnittlauch für die Suppe zerstückeln wir auf ähnliche Art. Arbeitspferde, die an vielen Tagen des Jahres nicht vor einen Wagen oder Pflug gespannt werden, wollen dennoch ernährt sein. Billiges Stroh als Zusatzfutter beschäftigt zumindest die Kauwerkzeuge und Mägen. Gäbe man ihnen an Ruhetagen Kraftnahrung wie Heu und Hafer, erzeugte dies eine Lebensenergie, die im Stall nicht zur Entfaltung gebracht werden könnte, sprich die Tiere würden unruhig. Wir Zweibeiner hingegen werden überfüttert mit „süßem Stroh“. Mehr dazu im nächsten Absatz.

Stroh fürs Wahlvolk: Billig produzierte Ballaststoffe für uns Bürger, vornehmlich solche aus unnützer Zeitungslektüre sowie TV- und Radiosendungen bestehend, durchdringen das vornehmlich zum Denken vorgesehene Körperteil. Die Gehirne werden dadurch zumindest beschäftigt, ruhiggestellt und sind ihrer Kapazität beraubt, alternative Inhalte zusätzlich noch aufzunehmen. Nebensächlichkeiten werden aufgebauscht, hochgejubelt und passend zum Aufenthalt auf dem Sofa leichtverdaulich präsentiert. Unser Informationshunger hingegen wird nicht gestillt. Im täglichen Umgang befinden wir uns inmitten ebenso hungriger Zeitgenossen, die sich wie wir, an den mitgeteilten „Wahrheiten“ festzuhalten versuchen. An irgendwas muss man sich doch halten, lautet die Entschuldigung.

Kanonendonner aus der Ukraine

Anstelle politischer Ränkespiele fliegen uns sprichwörtlich sehr eisenhaltige Argumente um die Ohren, wenn auch nicht in Hör-, so doch in Fernsehsichtweite. Eine therapeutische Wirkung in politischen Kreisen trat wie durch ein Wunder unmittelbar ein. Der Schreck in den Gliedern förderte den Fluchtreflex hinüber auf rettendes Terrain.

Robert wurde sich gewahr, dass seine biologisch-dynamischen Wähler ungern in kalten Behausungen wollene Pullover stricken wollen, wenn hier die Lichter ausgeknipst werden.

Aus tiefer ideologischer Versenkung tritt jetzt in jenem Gehirnbereich, welcher gemeinhin für die Vernunft vorgesehen ist, die Erinnerung an kleine runde Kügelchen. Deren innewohnende Energie kommt in Atomkraftwerken zur Geltung und bewahrt uns vor Energieabhängigkeit.

 

Dieser Beitrag erschien auch bei Philosophia Perennis


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 02 März 2022

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