Zum 1. Mai: Clown-Show im Kindergarten

Zum 1. Mai: Clown-Show im Kindergarten


In diesem Jahr macht sich die deutsche Linke mit ihren politischen Forderungen ganz besonders lächerlich. Wer weniger Humor hat, wird sie vielleicht einfach nur als Beleidigung der Intelligenz empfinden.

Zum 1. Mai: Clown-Show im Kindergarten

Von Ramiro Fulano

Meine Damen und Herren: Haben Sie jüngst einen Blick auf die Identifikationsangebote der linksalternativ gleichgeschalteten Staats- und Hobbymedien geworfen? Was haben Sie gesehen? Ein Freund-Feind-Schema nach Maß - vor allem aber nach politischer Opportunität. Hier der pöse, pöse Putin, der sterben muss, weil er unsere schöne neue Welt der „Energiewende“ und „Klimakrise“ (vielmehr der milliardenschweren Umverteilung von unten nach oben) durcheinander gebracht hat. Und dort unsere aufrechten ukrainischen Freiheitskämpfer von den Azov-Brigaden, hurra.

Und bevor den nationalen Sozialisten unter den politisch „Linken“ jederlei Geschlechts zum zweiten Mal in hundert Jahren der rechte Arme steif wird (was sonst?) und zur Erinnerung aller, die sich erst jetzt ins laufende Programm geschaltet haben: Die Azov-Brigaden - das sind diese reizenden jungen Männer, die voller Nazi-Tattoos herumlaufen und dabei mit der blau-gelben Hakenkreuz-Fahne wedeln. Und die meinen das wirklich so und nicht anders, liebes autochthones Bescheidwissertum aus dem Lehrerinnenzimmer jederlei Geschlechts.

Angesichts der medialen Aufbereitung des Ukraine-Konflikts ist vor allem eins bemerkenswert: Die Selbstgefälligkeit, mit der das linksalternative Bewusstsein die Guten ins Töpfchen und die Bösen ins Kröpfchen sortiert. Der nationale Sozialismus hat sich - wie die laufende Berichterstattung beweist - ein Freund-Feind-Schema und einen medialen Narrativ nach seinem eigenen Maß geschaffen. Und nach seinem eigenen Bild.

Überraschend ist daran nicht so sehr, dass es keine hundert Jahre nach dem letzten vermeintlichen Betriebsunfall der deutschen Geschichte (zwei Weltkriege und ein Holocaust) überhaupt wieder möglich ist, öffentliche Gelder in Milliardenhöhe in marodierende Neo-Nazi-Banden zu stecken. Nein, das wirklich Erstaunliche daran ist, dass der nationale Sozialismus in Krautland - die politische Gesinnungs- und Gemengelage zwischen Berliner Regierungs-Ampel und dem linksalternativen Jugendzentrum um die Ecke - es schafft, sich auf die instinktsichere Parteinahme mit ukrainischen Neo-Nazis auch noch jede Menge einzubilden, dafür bewundert und beklatscht werden möchte.

Die deutsche Linke hat sich mit dem märchenhaften Narrativ „Putler gegen die Helden von Azovstal“ - letztere verschanzen sich hinter Frauen und Kindern in einem Stahlwerk - Helden nach Maß geschaffen. Ihre Wahnvorstellungen sagen indes mehr über die Betroffenen jederlei Geschlechts aus als über die Objekte ihrer politischen Phantasien. Denn während die deutsche Linke eben noch Neo-Nazismus in homöopathischen Dosen wittern konnte - wenn es dem eigenen politischen und privaten Vorankommen diente - erweist sich die selbsternannte Kaste des Bewusstseins auf penetrante Art geruchsblind und nimmt plötzlich nicht mal dann die neonazistische Wiederbetätigung wahr, wenn sie ihr in den Dimensionen eines Reichsparteitages entgegenmarschiert.

Da hilft aus Sicht der Betroffenen jederlei Geschlechts nur zweierlei: die Reihen fest geschlossen und umso schlimmer für die Wirklichkeit. Natürlich lässt sich das nach dem Primat ideologischer Opportunität organisierte Weltbild der Linken nur um den Preis erheblicher Selbst- und Fremdzurichtung stabilisieren. Vor allem aber um den Preis einer zweckdienlichen Entstellung von Wirklichkeit und Wahrheit. Was die linke Parallelwelt im Fall des Ukraine-Konflikts zusammenhält, ist die strukturell antisemitische Angst-Lust-Kopplung, die auf alles anzusprechen droht, was die Betroffenen als russisch identifizieren - Musik, Literatur, Tennisspieler, sogar Lebensmittel.

Das kleine Man-und-frau-Kollektiv der deutschen Linken wird es den Russkies niemals verzeihen, dass es ihnen nach 17 Jahren Kapitalismus besser ging als nach 70 Jahren Kommunismus. Was nebenbei beweist, dass es beim Kommunismus niemals um das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl ging. Sondern um die Knechtung und Entrechtung der Menschheit unter Führung einer selbsternannten Elite, die sich gewaltsam an die Spitze der Macht putscht. Und für die Ansicht, dass das „kein richtiger“ Kommunismus war, wären man und frau damals im Gulag verschwunden.

Und so versteckt man sich denn vor der Welt, als linker Sesselgeneral und Märchenonkel jederlei Geschlechts, hinter dem Ikearegal mit der MEGA (die Marx-Engels-Gesamt-Ausgabe hat übrigens nichts mit Trump zu tun, liebe Annalena) und kämpft bei Kaffee und Keksen die verlorenen Schlachten vergangener Tage - in winters unbeheizten Räumen („nimm das, Putin!“) sowie in zeitgeistigen Stadtteilzentren wie der Toten, äh: Roten Flora in Hamburgs Schanzenviertel. Vielleicht tut man diesen Menschen schon einen zu großen Gefallen, indem man sie überhaupt bemerkt.

Aber noch ein zweites Ergebnis der politisch zweckdienlichen Selbst- und Weltzurichtung des linksalternativen deutschen Schlafwandelns ist bezeichnend: Die Überzeugungstiefe, mit der man und frau ihren Frieden mit an sich absolut inakzeptablen Um- und Zuständen der sogenannten offiziellen Politik gemacht haben. Die Helden des linksalternativen Kaspertheaters sind nicht allein die Neo-Nazis von Azovstal.

Sondern ebenso das derzeitige politische Führungspersonal der westlichen Welt - von Joe Biden, der kaum noch einen graden Satz formulieren kann, ohne sich ein paar Mal zu verhaspeln, bis Annalena Baerbrock, die weder ihren Lebenslauf noch ihre Steuererklärung versteht. Unsere Annalena scheint eher weniger von der Gehirn-Fee gesegnet, wenn sie von der „Ost-Kokaine“ oder „Kobolden“ in den Elektroautos fantabuliert. Aber immerhin will sie ja auch mit „Völkerrecht“ ein Studienfach absolviert haben, das es genau genommen nicht gibt - oder hat sie sich vielleicht auch da à la Brandon versprochen und meinte in Wirklichkeit Völkerball? Das wäre immerhin plausibel.

Ein US-Präsident, der sich offensichtlich in einem weit fortgeschrittenen Zustand mentaler Degeneration befindet, eine linksradikale Loriot-Frau als Blitzmädel der politisch konvenienten Kriegshetze vis-à-vis Russland und eine Grüne Partei, die die atomare Auslöschung der Menschheit unter der Rubrik „wird schon nicht so schlimm“ bzw. „könnte ganz nützlich sein“ zu verbuchen versucht - das sind offensichtliche Symptome einer geistigen Umnachtung, die von den Blockwarten der uffjeklärten Einheitsmeinung nicht nur durchgewunken werden, weil sie der veröffentlichten Meinung in den politischen Kram passen.

Sondern es handelt sich um Eigenschaften, die diese vermeintlichen ideologischen Heilsbringer und Lichtgestalten jederlei Geschlechts mit ihrer politischen Klientel verbinden sollen: Wie jede Kultur an der Schwelle zur (Selbst-)Bewusstwerdung hat auch die deutsche Linke sich ihren politischen Pantheon nach ihrem eigenen Bild erschaffen.

Wären indes noch immer „Der Affe Bush“ oder - Gott bewahre - „Orange Man Bad“ im Amt, ließe sich in vielen Weltgegenden schon lange kein Bein mehr an die Erde bekommen vor lauter Anti-Kriegs-Demos (und das völlig zurecht). Aber wo sind die Oster-Ärsche jetzt, wo es wirklich um etwas ginge? Was macht Stop-the-Bomb, was CNN jetzt, da mit Joke Biden jemand im Weißen Haus amtiert, bei dem tatsächlich die Gefahr besteht, dass er aus Versehen auf den falschen Knopf drückt?

Wie jedes Irresein hat auch linke Politik Methode. Natürlich bleibt es eine unübertroffene Ironie der Geschichte, dass mit Karl Marx ausgerechnet jener Ökonom jederlei Geschlechts den Kapitalismus am genauesten analysiert hat, der ihn abzuschaffen versuchte. Aus einer pragmatischen Sicht ist sein Oeuvre somit von Nutzen - wenn man es unter dem Zeichen der Affirmation als potenziell lukrative wirtschaftstheoretische Schrift zu lesen versteht. Es ist vielleicht kein Zufall, dass etliche der reichsten Menschen dieser Erde in einer früheren Existenzform überzeugte Marxisten waren und über die nützlichen Idioten jederlei Geschlechts, die noch immer den roten Fahnen hinterherlaufen, inzwischen zu lachen verstehen.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: haOlam.de / rf


Sonntag, 01 Mai 2022

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