Schonungslos ehrlich

Schonungslos ehrlich


Uwe Boll ist zurück und diesmal als Buchautor. In seinem neuen Buch „Warum sich keiner mehr zu sagen traut, was wirklich ist: Deutschland zwischen Cancel Culture, Political Correctness, und der neuen Feigheit die Wahrheit zu sagen“, bringt er Themen auf den Punkt mit einer schonungslosen Ehrlichkeit.

Schonungslos ehrlich

Von Shaul Friedmann

Dr. phil. Uwe Boll ist als Filmemacher eine lebende Legende und international bekannt. Seit 1991 ist er Regisseur, Produzent und Autor von Spielfilmen und Dokumentationen. Seine Produktionen waren kontrovers und waren immer wieder Anlass für ein Riesengeschrei und ungerechtfertigte Kritik.

Dass seine oberschlauen Kritiker an fickende Einhörner glauben und obendrein nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, zeigte sich allein schon an der Tatsache, dass sie seine Einladung mit ihm in den Boxring zu steigen, annahmen. Sie gingen allesamt jämmerlich k.o.

In seinem neuen Buch spricht Boll ungeschminkt über die Themen, die uns bewegen: vom Klimawandel bis zu Corona. Er äußert sich offen zum Thema Digitalisierung, Klimaschutz, Abbau von Bürokratie, Impfquote oder Qualität der Schulbildung geht, Merkel und Erdogan und Verschwörungstheoretikern.

Die Bundestagswahl 2021 stand ganz unter dem Motto »Not gegen Elend«. Niemand scheint wirklich von einer Partei gänzlich überzeugt zu sein. Deutschland verschwindet mit Pleiten, Pech und Pannen in der Bedeutungslosigkeit. Einzig die deutsche Wirtschaft hält die Fahne aufrecht und erzeugt ein Bruttosozialprodukt, das noch zu Rang 4 reicht, heißt es da.

Tacheles schreibt er über die WM in Katar: „Beim Bau der Stadien in Katar sind mindestens 6.500 Sklavenarbeiter ums Leben gekommen. Dagegen sind die Hunger- oder Squid Games quasi Kindergeburtstage. Mal so zum Vergleich: In 20 Jahren Afghanistan-Krieg wurden insgesamt 53 deutsche Soldaten getötet. Aber wer zählt schon Tote, wenn es um eine WM geht?“

Uwe Boll erzählt auch von seinem „Zwischenfall“ mit Recep Tayyip Erdoğan. Er hatte den türkischen Politiker in einem Youtube-Video einen „grenzdebilen kleinen Schwachmaten“ u.ä. genannt und musste daraufhin Tausende von Euro an  Erdoğan bezahlen. Seither zieht der Filmemacher es vor, nicht in die Türkei zu reisen.

Noch interessanter wird es beim Thema Israel. Im Gegensatz zu Kunstschaffenden aus aller Welt hat Uwe Boll nichts mit BDS am Hut. Für ihn steht das Existenzrecht des Judenstaates nicht zur Debatte und er befürwortet Israels Recht sich zu verteidigen: „Wenn ich Israels Präsident wäre, würde ich auch jeden Angriff und jeden Terrorakt mit zehnfacher Stärke beantworten, denn die Gegner Israels verstehen nur Stärke. Jede Schwäche Israels kann zum Ende dieses kleinen Staates führen. Die historische Erfahrung darf und wird Israel zu Recht nicht vergessen und beschützt sich lieber selber, als auf Hilfe von anderen zu hoffen.“

Boll berichtet auch über eine zutiefst antisemitische Erfahrung, die er machte: “Ich war mal in Kuwait und gebildete Kuwaitis, die lange in den USA gelebt haben, gratulierten mir beim Abendessen zu Hitler und bedauerten, dass er es nicht geschafft hat, die Juden komplett umzubringen. Wer den Unterschied nicht sieht, ist blind.“

Bei Uwe Boll kriegt jeder sein Fett weg, die deutsche Politik ist da nicht ausgeschlossen: „Das spezielle Problem in Deutschland ist, dass nur kleine Parteisoldaten-Schleimer hochkommen und die Chance erhalten.“

Das Buch ist sehr direkt und voller bissiger Humor, wobei einem das Lachen das Lachen im Hals stecken bleibt, doch das ist so gewollt . Es regt auf alle Fälle zum Nachdenken an, aber das macht es so lesenswert.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Freitag, 27 Mai 2022

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