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Fridays for Future: Die Revolutionäre der Zukunft

Fridays for Future: Die Revolutionäre der Zukunft


Man muss nicht lange überlegen, um zu verstehen, dass es sich bei der deutschen Ökopathie – der milliardenschweren Umverteilung von unten nach oben im Namen des Klimas – um eine weitere zweckdienliche Selbstermächtigungsideologie einer selbsternannten politischen Elite handelt.

Fridays for Future: Die Revolutionäre der Zukunft

Von Ramiro Fulano

Doch zuerst zu etwas ganz anderem. Viele von Ihnen, meine Damen und Herren, kennen wahrscheinlich Leute, die es nur zu gerne gut mit einem meinen. Sei es nun am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder in der Familie: Der liebe Gott weiß alles, aber diese Menschen wissen alles besser. Und drängen einem dann unerbetene Ratschläge auf, bei denen man sich manchmal fragen muss, für wie blöd sie einen halten. Im Idealfall lernt man früher oder später, diese mehr oder weniger subtilen Übergriffe als das zu verstehen, was sie sind: Ein verzweifelter Versuch, auf andere Einfluss zu nehmen, meist ausgeübt von Leuten, die sich jederlei Einmischung in ihre internen Angelegenheiten strengstens verbieten. Aber vor einer fremden Tür kehrt es sich viel bequemer als vor der Eigenen, nicht wahr?

Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, mit welcher Inbrunst und Leidenschaft offenbar immer mehr Menschen glauben, dass die deutsche Ökopathie nur ihr Bestes will – und ich meine jetzt nicht allein ihr Geld. Letzteres will sie natürlich auch, aber blöd oder ehrlich genug, um das zuzugeben, sind die deutschen Grünen nicht. Ihre wirklichen Absichten verstecken sie hinter vorgeschobenen Gründen. Das fing an mit dem „Waldsterben“ – dem famosesten Vorwand der 80er Jahre, mit dem der ökologisch-korrekten Polit-Sekte eine immer weitere und tiefere Einmischung in alle Lebensbereiche gelang.

Bäume sind anscheinend die besseren Menschen. Zumindest ließen sich ihnen zuliebe jahrzehntelang milliardenschwere Umverteilungsmaßnahmen legitimieren, die aus anderen Gründen sicher niemals beschlossen und durchgeführt worden wären.

Dem Wald geht’s nach wie vor wunderbar, obwohl er aus Sicht vieler „Expertinnen“ (m/w/d) schon seit einer Generation nicht mehr existieren dürfte. Ob das tatsächlich daran liegt, dass wir jedes Jahr mehr Steuern, Gebühren und Abgaben für sogenannten Umweltschutz bezahlen, ist wissenschaftlich weder untersucht noch bewiesen worden. Das haben Sie von Ihren Steuern, meine Damen und Herren: Wenn‘s drauf ankommt, nichts.

Zwischenfazit: Die deutsche Ökopathie hat sich mit dem Klimatismus – dem Glauben, wir könnten durch Steuerzahlungen das Weltklima „retten“ – das perfekte Mandat ausgestellt, Ihnen immer tiefer ins Portemonnaie zu greifen, großzügig mit Ihrem Geld zu sein, Ihnen Vorschriften zu machen, Ihren Alltag minuziös zu regulieren, Sie öffentlichkeitswirksam aus dem freien Verkehr der Ansichten und Meinungen auszuschließen und Sie auf jede erdenkliche Art zu schikanieren, wenn Sie sich nicht an ihre Ge- und Verbote halten. Das alles hat seit den frühen 80ern Dimensionen angenommen, mit denen die Menschheit in diesem unserem Land wahrscheinlich niemals gerechnet hätte, die den deutschen Grünen jederlei Geschlechts aber seit ihrer Gründung klar vor Augen standen.

Um zu verstehen, worum es sich bei Ökopathie und Klimatismus handelt, muss man ein stückweit in der Geschichte zurückgehen. Ungefähr zehn Jahre früher, in den 70er Jahren, erreicht der materialistische Klassenkampf seinen Höhepunkt und scheitert brutal. Abgesehen von Irrläufern der Weltgeschichte (Nord-Korea und Kuba) legt der als Realsozialismus verbrämte Totalitarismus anschließend den Rückwärtsgang an. Das historische Projekt von „Diktatur des Proletariats“ und „Befreiungskampf der Völker“ ist gescheitert – vorläufig. Denn von politisch interessierter Seite wird das vermeintliche Weltverbesserungsprojekt der Linken am Leben erhalten:

  • Im Namen von „Mitbestimmung“ und „Zivilgesellschaft“ entstehen fürstlich besoldete Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Laberwissenschaftlerinnen jederlei Geschlechts, die auf dem freien Arbeitsmarkt nicht vermittelbar wären.
  • Parallel dazu entwickelt sich mit der deutschen Ökopathie eine Selbstermächtigungsideologie auf der Höhe des Zeitgeistes – unter Einbezug zweckdienlich unterwanderter akademischer Institute. Sie erweist sich bald als ein noch größerer deutscher Exportschlager als die Überstellung Lenins aus dem Schweizer Exil ins zaristische Russland.

Zweites Zwischenfazit: Es gelingt der deutschen Linken in den 80ern, sich politisch nicht nur über die Zeiten zu retten, sondern ihre Machtbasis zu erweitern, indem sie scheinbar neue „Politik“-Felder erobert.

Anschließens kann die „Left-Waffe“ ihre politische Lufthoheit im Namen der sogenannten Klimapolitik ausweiten – von global warming zu climate change ändert sich die offizielle Sprachregelung mit dem Wetter. All das im Namen eines kruden Antikapitalismus, weil es in der Branche der „erneuerbaren“ Energien (an denen so gut wie nichts erneuerbar ist) nicht um den schnöden Profit geht, sondern um unser Bestes (s.o.). Aber: Was ist dran am moralischen Führungsanspruch der selbsternannten „Klima“-Aktivisten?

Um das zu bewerten, muss man noch einmal um ein paar Jahre zurückgehen. Ebenfalls in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erreicht der bewaffnete Kampf der politischen Linken seinen bisherigen traurigen Höchststand. Die historischen Demokratien des Westens – namentlich das Vereinigte Königreich und die USA – erweisen sich als bemerkenswert resistent gegen die vermeintlichen Segnungen von Roten Brigaden, Roten Armeen und Volksbefreiungsfronten jeder Fasson. Aber weltweit ist damals rund ein Viertel aller Länder kommunistisch. Somit (über-)lebt knapp ein Drittel der Menschheit unter mehr oder weniger realsozialistischen Verhältnissen – unter Plan- und Mangelwirtschaft und der eher weniger gekonnt versteckten Knute einer Polit-Kaste, die es sich auf Kosten „ihrer Menschen“ gut gehen lässt, aber ihre Nylonstrumpfhosen wenn’s geht im KdW klaut.

In den entwickelten Wirtschaftsnationen des Westens – Japan, Italien, BRD – hat der bewaffnete Kampf (sprich: Terrorismus) es schwer, die angeblich so unterdrückten Massen für sich und seine vermeintlichen Segnungen zu gewinnen. Pax Americana, vor allem aber der Kalte Krieg, sorgt dafür, dass sich die Einkommensverhältnisse der „Arbeiter“ (damals noch ohne sprachliche Gender-Modismen) in den Randgebieten der globalen Blockkonfrontation denen der Angestellten annähern und sie bald übertreffen.

Auch die deutsche Linke hat es der von ihr anvisierten Zielgruppe des „revolutionären Bewusstseins“ seitdem nicht verziehen, dass sie sich - nach ihrer von führenden Theoretikern des Marxismus als „Verhausschweinung“ (Kurz) betitelten gesellschaftlichen Emanzipation - nicht mehr von linken „Spinnern“ und „Quatschköpfen“ aus ihren längst abgeworfenen Ketten befreien lassen kann.

Und noch einmal zurück in die 70er: In den heute sogenannten Schwellenländern eskaliert der linke Terror im Namen der „Volksbefreiung“ in historisch nie dagewesenen Dimensionen. Vietnam und Castros Kuba sind seine wichtigsten Vorbilder. In Argentinien sterben von 1973 bis 1976 – also während der kurzen demokratischen Zwischenphase der dritten Regierung Peróns – rund 1.500 Menschen an den Folgen politischer Gewalt. Dreimal mehr als in der Zeit von 1967 bis 1973, die man zurecht als Diktatur bezeichnet.

Sprich: Als die wesentliche politische Forderung der politischen Linken - freie Wahlen - bereits erfüllt ist, steigern die tucumanischen Terror-Brigade PRT-ERP (Revolutionäre Volksarmee) und die marxistische Stadtguerilla der Montoneros (die den Peronismus zielstrebig unterwandert) ihre politische Militanz bis zu dem Punkt, dass durchschnittlich zwei Menschen pro Tag an Terroranschlägen sterben. All das im Namen eines „Volkes“ (= pueblos), das oft genug nichts mit seinen selbsternannten Rettern zu tun haben will: Immer wieder beklagen die Kader der PRT-ERP sich in ihrer Vereinszeitschrift „Estrella Roja“ (Roter Stern) darüber, von Landarbeitern auf den Zuckerrohr-Plantagen von Tucumán mit Händen und Füßen verjagt zu werden, wenn sie zu Agitationsveranstaltungen bei ihnen eintreffen.

Mangels realer „Volks“-Basis finanziert der linke Terror sich fast ausschließlich durch Raubüberfälle und lukrative Entführungen hochkarätiger Wirtschaftsbosse, die dann in „Volksgefängnissen“ gefangen gehalten werden, bis die Lösegeldzahlung eintrifft oder ihnen ein selbsternanntes „Volkstribunal“ den Prozess macht – sodass mordlustige Polit-Kader eine Pseudo-Rechtfertigung für ihr Tun bekommen.

Keine der beiden politischen Bewegungen basiert aus einer authentischen Verankerung im „Volk“, auf das sie sich so lautstark beruft. Trotzdem – oder gerade deshalb – versuchen beide, ihre kriminellen Machenschaften vor sich und Außenstehenden nicht nur zu rechtfertigen, sondern als gute Tat anzupreisen.

Kurz vor der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 verfügt jede der beiden Terror-Gruppen über eine veritable Armee von ca. zehntausend „Freiheitskämpfern“ jederlei Geschlechts und liefert sich äußerst blutige Gefechte mit regulären Truppen. Samt dem entsprechenden Unterstützerinnenumfeld sind landesweit rund 100.000 Personen mehr oder weniger im „bewaffneten Kampf“ aktiv.

Bemerkenswert und bezeichnend daran ist, dass insbesondere der militärische Arm dieser – nicht zuletzt von der UdSSR und Kuba unterstützten – Terroristen fast ausschließlich aus jungen Männern und Frauen der damals noch zahlreichen argentinischen Mittel- und Oberschicht besteht. Vom „Volk“ ist bei der „Volksbefreiung“ keine Spur. 

Diesen Klassenkampf von oben konnte die Linke mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit über die Zeit retten. Damals wurde uns von politisch interessierten Stellen das Jammerlied von den geknechteten Massen vorgespielt – obwohl Argentinien sich ab 1967 durch ein Pro-Kopf-Einkommen auszeichnete, das nur unwesentlich unter dem kanadischen, deutlich über dem spanischen und um ein Sechsfaches über dem brasilianischen lag. Es gab für die überwältigende Mehrheit im Land wenig Grund, mit der wirtschaftlichen Lage unzufrieden zu sein.

Trotzdem – oder gerade deshalb – gelang es sowohl der PRT-ERP als auch den Montoneros – also in gut behüteten Mittelstandsverhältnissen aufgewachsenen jungen Menschen – sich von einem historischen Kampfauftrag zu überzeugen, wonach sie ein „Volk“ zu befreien hätten – wenn es sein musste, auch gegen dessen Willen. Das ist das Legat eines Idealismus, zu dem man auch gefährlicher, krimineller Wahnsinn sagen kann. Denn er beruft sich ab dem Moment seiner Gründung ausdrücklich und bei vollem „revolutionärem“ Bewusstsein auf den bewaffneten Kampf als wesentliches und sogar ausschließliches Mittel zum Zweck: der Verwirklichung der kommunistischen Weltherrschaft.

Vom Kommunismus kann heute angesichts der Öko-Lobby keine Rede sein. Aber der Zweck heiligt damals wie heute die Mittel: Eine selbsternannte politische Elite will sich an die Spitze von Partei(en) und Staat putschen. Zurzeit belässt sie es zunächst bei rhetorischen Übergriffen, liebäugelt aber bereits mit gewaltsameren Formen des „zivilen Widerstandes“. Was die soziologische Gemengelage des Klima-Aktivismus anbelangt, so handelt es sich um ein fast schon lupenreines Reservat des ethno-deutschen Mittelstandes: von „Volk“ mal wieder keine Spur – genau wie in den 70ern.

Meine Damen und Herren, Sie brauchen in den historischen Selbstbezichtigungspamphleten, die die politische Linke im Rahmen ihres bewaffneten Kampfes in den Annalen der Menschheitsgeschichte hinterließ, nur die Vokabel „Volk“ gegen „Klima“ ersetzen und voilà: die deutsche Ökopathie. Eine neuerliche Selbstermächtigungsideologie einer politischen Linken, die erst dann zufrieden sein wird, wenn wir wieder in zugigen Lehmhütten hocken und trostlos in die Hafergrütze starren, damit eine selbsternannte politische Elite in Saus und Braus leben kann.

Muss man sich wirklich wundern, dass dreißig Jahre linksalternativ gleichgeschaltete Bildungspolitik mehr arrogante, autoritäre Arschlöcher produziert hat als je ein Bildungssystem seit 1945 zuvor? Es heißt, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Ralf Lotys (Sicherlich), CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 05 Juni 2022

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