Der Apfel des Bösen und die Desinformation

Der Apfel des Bösen und die Desinformation


Der gerechte Kampf gegen rechte Desinformation (weil es linke nicht gibt), neudeutsch Fake News, den die Altmedien im Schulterschluss mit den Altparteien kämpfen, nimmt weiter Fahrt auf. Bayerns Innenminister Herrmann hat da eine Idee.

Der Apfel des Bösen und die Desinformation

Von Josef Hueber

Desinformation – Fake News im Garten Eden und in Deutschland

Vertrauen in die Desinformation des Satans gilt biblisch als Erstursache menschlicher Verlorenheit. „Ihr werdet sein wie Gott“, das war Fake News 1.0 Versprochen hat das der Versucher dem Menschen nach dem Genuss der verbotenen Frucht vom verbotenen Baum. Das Ergebnis ist bekannt. Die Folge der gestreuten Desinformation war das Ende der heilen Welt. 

Ähnlich sinnüberhöht sieht offensichtlich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Bedrohung der Demokratie durch die Desinformationen der Querdenker und ihrer journalistischen Unterstützer in den neuen digitalen Medien. Deren aller Ziel sei es,  so scheint es in seinen Hirnwindungen zu tönen, mittels Desinformationen die Demokratie zu schwächen, indem sie mit Hass und Hetze die Gesellschaft spalten und die Menschen verwirren, indem sie ihr Wissen mit dem Wissen der politisch korrekt Denkenden in Politik und Wissenschaft anmaßend als ebenbürdig konfrontieren und zur Diskussion stellen wollen (Ganz im Geiste wissenschaftlicher Auseinandersetzung zur Wahrheitsfindung. Oder etwa nicht?). Sie, die ewigen Nörgler, wissen offensichtlich nicht, wie falsch sie liegen und welches Unheil sie anrichten. Gerade im Zusammenhang mit der Pandemie, so Herrmann, habe sich die Gefährlichkeit von Desinformationen gezeigt. Schlussfolgernd will der alles Postenschachern stets überlebende Innenminister Bayerns einen “Aktionsplan gegen Desinformation” bei der Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern ( 1.-3.Juni) initiieren.  https://t1p.de/gvojy

Ein Netzwerk statt kilometerlanger Stasi-Akten 

Es gelte, ein “Netzwerk” aufzubauen in Bund, Ländern und Kommunen, an dem auch die “Zivilgesellschaft” beteiligt sein soll. Offensichtliches Ziel ist die Sicherung der Demokratie, weswegen „Lügen in der Absicht, zu spalten und Hass zu verbreiten” verhindert werden müssten. Lügen seien nämlich „keine schützenswerte Meinungsäußerung.” Gezielte Desinformation muss folglich unter Strafe gestellt werden: „Für vergleichbare Tatbestände wie Volksverhetzung oder die Billigung eines Angriffskrieges gilt das ja auch”, so der Minister und seine Einstellung zu Wahrheit und Lüge. 

Konsequent durchdacht muss dies wohl heißen: Wir da oben – weil im Besitz der Wahrheit – wissen, was gesagt werden darf, und was – weil Desinformation und Lüge – gemeldet, unterdrückt und sanktioniert werden muss.

Wissen und Interessenkonflikt

Bei der Bündelung der Daten des herrmannschen Netzwerkes zur Bekämpfung von Desinformationen wird es langfristig vermutlich unumgehbar sein, eine koordinierende Wahrheitsbehörde einzurichten. Aus Gründen des Interessenkonflikts wird sie sich nicht mit den Desinformationen der Regierung und der öffentlich-rechtlichen Medien beschäftigen. 

 

Vera Lengsfeld, Publizistin, war eine der prominentesten Vertreterinnen der demokratischen Bürgerrechtsbewegung gegen die "DDR"-Diktatur, sie gehörte 15 Jahre dem Deutschen Bundestag als Abgeordnete der CDU an. Sie publiziert u.a. in der Achse des Guten und in der Jüdischen Rundschau.


Autor: Vera Lengsfeld
Bild Quelle: English: Shull, James Marion, 1872-1948, Public domain, via Wikimedia Commons


Sonntag, 05 Juni 2022

Wir benötigen Ihre Spende
für den Betrieb von haOlam.de

Stärken Sie eine Stimme der Wahrheit – Unterstützen Sie die Journalistische Arbeit von haOlam.de!

**********

Spenden an den gemeinnützigen Trägerverein von haOlam.de können von der Steuer abgesetzt werden.

Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Unterstützung!

Spenden via PayPal

Für Fragen und Spendenquittungen: spenden@haolam.de


Betrag Unterstützung via Paypal
haOlam.de mit beliebigem Betrag unterstützen
 
Kleines Förderabo für 5 Euro monatlich
 
Normales Förderabo für 15 Euro monatlich
 
Jährliches Förderabo für 70 Euro im Jahr

empfohlene Artikel

Folgen Sie und auf:

Talk auf dem Klappstuhl als Podcast:


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage