Im 7. Kreis der grünen Hölle

Im 7. Kreis der grünen Hölle


Allmählich spricht sich in der vernunftbegabten Menschheit herum, dass Ökopathie und Klimatismus auf Lug und Trug basieren. Den deutschen Grünen bleibt bald nur eine Hoffnung: Solange es noch geht vom Geld anderer Leute leben – im wirklichen Leben sind sie bald überflüssig.

Im 7. Kreis der grünen Hölle

Von Ramiro Fulano

Meine Damen und Herren, kennen Sie Hendrik und Bea? Beide sind bei den deutschen Grünen. In solide-kleinbürgerlichen Malocher-Verhältnissen aufgewachsen, schafften sie in den 80ern den Sprung an die Uni. Aus Hendrik wurde ein Rechtsanwalt, aus Bea(trice) eine Studiendirektorin. Sie kutschiert ihre Kinderinnen in einem schicken SUV durch die Gegend (mit „E“-Nummer), er steigt jeden Tag in seinen 50 Jahre alten Volvo mit einem „H“-Kennzeichen. Im Winter verpesten sie zusätzlich mit einem skandinavischen Kaminofen die Luft. Beide ernähren sich „natürlich“ vegan und schwingen sich auch sonst gerne aufs moralisch (vermeintlich) hohe Ross. Beispielsweise sind sie der Meinung, wenn sich alle bloß biologischen Akazienhonig oder Tofu-Pasteten auf ihre ökologisch-korrekten Ziegelsteinbrote schmieren würden, wäre die Welt noch zu retten. Denn wenn jeder an sich denkt, ist doch für alle gesorgt, oder?

Das wirklich Interessante an Bea und Hendrik (Namen der Redaktion bekannt): Wie erfolgreich sie und andere Ludditen, Ikonoklasten und Lotophagen (letztere verzehren nicht zwingend ihre Lotto-Scheine, Frau Baerbock) durchs Leben marschieren, indem sie ihren eklatanten Mangel an Sachkunde durch den völligen Verzicht auf jegliche Art von Selbstwahrnehmung kompensieren. Dieser Umstand wirft ein bezeichnendes, aber keineswegs positives Licht auf den herrschenden Zeitgeist, denn es handelt sich dabei um einen weiteren Beleg für den Dunning-Kruger-Effekt – wonach Menschen, die etwas von einem eng umgrenzten Fachgebiet verstehen, dazu neigen, ihre Kenntnisse und Fähigkeit disproportional zu überschätzen, wenn es um die realexistierenden Anforderungen bei anderen Themen oder sonstigen Lebensaufgaben geht.

Das ist kein Symptom mangelnder Intelligenz, sondern eines Übermaßes an Phantasie, und es kann sowohl dumme als auch schlaue Menschen betreffen. Tatsächlich legt vieles den Verdacht nahe, dass vor allem intelligente Menschen besonders leicht zu manipulieren sind, wenn ihrer Eitelkeit geschmeichelt und ihnen vorgemacht wird, sie hätten es voll drauf – obwohl sie bloß linientreu nachplappern, was ihnen auf der Papageien-Schule eingetrichtert wurde. Ich weiß auch nicht, warum mir in diesem Zusammenhang Lisa Neubauer vom Marion-Dönhoff-Gymnasium in Hamburg-Blankenese und ihre Klima-Terroristinnen jederlei Geschlechts einfallen.

Meine Damen und Herren, wir haben eine ausschließlich sich selbst verpflichtete politische Kaste zu den Protagonisten und Profiteuren milliardenschwerer Investitionsentscheidungen betreffend unsere Energieversorgung ernannt. Leute, die nicht mal sagen können, was der Unterschied zwischen Männern und Frauen ist. Haben wir wirklich erwartet, dass das gut geht? Dass etwas anderes dabei herauskommt als das, was wir grade erleben: ein Liter Sprit für 2,20 und Heizöl für 1,50? Es gibt bereits jetzt genug Menschen, denen im nächsten Winter nicht genug Geld fürs Heizen bleibt – geschweige denn fürs Essen. Das ist schlimm genug. Aber manchmal sieht es so aus als wäre das kein Fehler, sondern der tiefere Sinn und Zweck des ökologisch-korrekten Klimawahns: Die Außerkurssetzung von mindestens einem Drittel aller Eigenheime bei gleichzeitiger „Entlastung“ der Rentenkasse – damit Wohnraum frei wird für die Profiteure der Krise?

Selbst wenn „Krieg den Hütten“ vielleicht nicht das Motto des grünen Klassenkampfes von oben ist, „Krieg den Bewohnern der Hütten“ ist auf jeden Fall der Schlachtruf der kriegsgeilen Pseudo-Pazifisten.

Und das alles für „erneuerbare“ Energien, an denen nichts wirklich erneuerbar ist. Im Gegenteil: Allein der Abbau seltener Erden – die dann in Autobatterien landen, die nicht mal recycelt werden können – erfordert immense Eingriffe in die Natur. Um die für ein einziges Elektro-Auto erforderlichen Rohstoffe zu gewinnen, müssen rund 50 Tonnen Gestein bewegt werden (und das passiert selbstverständlich nicht „klima-neutral“). Weder die Solarkollektoren auf dem Dach – die teilweise in der VR China in Kinderarbeit hergestellt werden – noch die Rotoren der Windkraftanlagen können zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten wiederaufbereitet werden. Beides muss früher oder später – wahrscheinlich also früher – in Endlagern sicher entsorgt werden. Solarkollektoren stecken zudem voller krebserregender Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber – dafür kommt eigentlich nur noch Gorleben in Betracht, der Schacht „Annalena“ oder „Jürgen“ (Trittin).

Die Entsorgungsproblematik vermeintlich umweltfreundlicher Technologie ist völlig ungelöst. Sicher ist daran nur, dass es teuer wird – sehr teuer – und dass wir uns in zwanzig Jahren Ökopathie bereits jetzt mehr Probleme geschaffen haben als wir mit vertretbarem Aufwand bewältigen können. Es wird höchste Zeit für den Ausstieg aus den „erneuerbaren“ Energien: „Grüne“ Politik abschalten und sicher entsorgen.

Letztlich werden aus diesem gescheiterten Sonderweg natürlich jede Menge Arbeitsplätzchen für den Nachwuchs der Ökopathen herauskommen. Die können dann vom Geld anderer Leute leben, indem sie jene Altlasten aus der Welt zu schaffen, die ihre Elterngeneration in diesem unserem Land hinterlassen hat. Vielleicht wird der ganze Dreck auch einfach nur nach China verfrachtet und dort zu feudalen Preisen ins Meer gekippt – mit dem Verpackungsabfall geschieht dasselbe.

Aber besteht inzwischen nicht auch Anlass zu Hoffnung? Laut einer Repräsentativ-Erhebung der deutschen „Blöd“-Zeitung hat jeder Zweite (m/w/d) die Nase gestrichen voll von der deutschen Ökopathie und wünscht sich die gute alte Kernkraft zurück – trotz einer jahrzehntelangen Volksverdummungskampagne auf allen Kanälen des linksalternativ-gleichgeschalteten Staatsfunks. Wer den Leuten den Wiedereinstieg bei der Atomenergie verspricht, könnte die nächste Bundestagswahl gewinnen – aber erklären Sie das mal einer CDU, die sich in BaWü und NRW lieber als politischer Koofmich der Grünen aufführt als ihr Programm an den berechtigten Interessen der Menschen in „diesem unserem Land“ auszurichten.

Und natürlich hat man hierzulande offiziell noch nichts davon erfahren, dass modulare Flüssigsalzreaktoren inzwischen zur Marktreife entwickelt wurden. Derartige Kernkraftwerke (Indien, Argentinien und China bauen bereits an Prototypen) zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Kernreaktion zu keiner Zeit außer Kontrolle geraten kann – weil sie sich selbst beendet, wenn der Reaktor überhitzt. All das basiert auf einer Physik, die bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts als sicher und anwendungsfreundlich galt und die nebenbei genug Prozesswärme für industrielle Anwendungen, Meerwasserentsalzung und Wasserstoffgewinnung aus Hydrolyse generiert. All das, was sogar die deutsche Linke einst als Emanzipation der Menschheit vom Naturzustand und Ende der selbstverschuldeten Verdummung verstand – ohne Ausstoß von CO2.

Endlagerungsproblematik und Eingriffe in die Natur liegen bei der Flüssigsalz-Technologie übrigens unterhalb dessen, was die Öko-Multis bei „grünen“ Energien als akzeptabel propagieren. Aber all das sind nun mal keine Fühlfakten und deshalb ist es fast aussichtslos, eine zweckdienlich fanatisierte Gruppe von Vollzeit-Eskapistinnen und Möchtegern-Tyrannen jederlei Geschlechts davon zu überzeugen: Bea und Hendrik konnten es sich eben drei Jahrzehnte lang in dem Wahn bequem machen, dass sich ihre Realität nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip zurechtbiegen lässt. („Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“).

Der Schlaf der Vernunft gebiert Monster. Die deutsche Ökopathie ist eins davon. Und es liegt offensichtlich in der Natur dieses Wahnsinns, dass dieselben Leute, die Angst vor genmodifiziertem Joghurt haben und die „konventionelle“ Landwirtschaft verteufeln, gleichzeitig ganz vorne in den Schlangen vor den Arztpraxen standen, als ein hochgradig genmodifiziertes Präparat verimpft wurde, von dem böse Zungen behaupten, es wäre ungewiss, ob einem davon nicht doch ein zweiter Kopf wächst – auch Contergan galt schließlich mal als eine gute Idee.  

Die Wirklichkeit lässt sich eine Zeitlang ignorieren. Aber die Folgen dieser Ignoranz nicht.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 12 Juni 2022

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