Lügen mit Statistik: Wie das RKI die Effektivität der Impfung erfindet

Lügen mit Statistik: Wie das RKI die Effektivität der Impfung erfindet


Seit Monaten biegt sich das Robert-Koch-Institut die Zahlen zur Impfeffektivität zu recht.

Lügen mit Statistik: Wie das RKI die Effektivität der Impfung erfindet

Seit Anfang Juli liegen die 26 Seiten des Berichts »Monitoring des COVID-19-Impfgeschehens in Deutschland« vor. Er soll Daten über die Wirksamkeit der Impfungen unter die Leute bringen. Selbstverständlich wird nicht kausal argumentiert, sondern mit Zahlen, sprich mit Statistik.

Und da werden den Mogeleien Tür und Tor geöffnet. Das ist so, wenn man Statistik betreibt. Und damit das nicht für Betrügereien genutzt wird, haben Statistiker ein ganzes Arsenal von Methoden zur Absicherung entwickelt. Keine davon hat das Robert-Koch-Institut, RKI, genutzt. Im Gegenteil.

Als es darum ging, die Effektivität der Impfungen zu messen, erschienen plötzlich negative Werte; die Impfung erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion! Die Bürger merkten es - und flugs machte das RKI aus Minus null. Auf Nachfrage betonte das RKI, negative Werte wären »Ausdruck der statistischen Unsicherheit« und diese bedeute nicht, die Impfung erhöhe das Risiko einer Covid-Erkrankung inklusive Hospitalisierung.

Das aber ist falsch! Denn falls die Unsicherheit steigt, dass die Impfung einen Nutzen hat, steigt zugleich die Möglichkeit, dass die Impfung entweder keinen Nutzen hat oder sogar das Gegenteil bewirkt. Die Angabe Null soll das übertünchen. Nach Kritik von anerkannten Statistikern zeigt sich das RKI nun bereit, »die Abbildungen in diesem Punkt ggf. in folgenden Berichten zu modifizieren«.

Weiter bezog das RKI, nachdem die Effektivität der Impfung immer wieder ins negative gerutscht war, die bekannten Daten aus den Testungen einfach nicht mehr in seine Berechnungen ein. Warum? - Die Ergebnisse würden nach Ende der Testpflicht in vielen Bereichen verzerrt. Warum? - Weil es zum einen wahrscheinlicher wird, »dass sich das Testverhalten von Ungeimpften und Geimpften auseinanderentwickelt« und zwar zum anderen »in dem Sinne, dass sich geimpfte Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit testen als ungeimpfte Personen.«

Eine steile, mit einem einzigen Link auf eine einzige Studie mit überwiegend geimpften 18- bis 39-Jährigen, die ihre Antworten online eingereicht haben, belegte These! - Deutsche Behörden mögen digital nicht gut aufgestellt sein; analoges Belügen mit Statistik beherrschen sie aus dem FF. Zumindest solange sich kein Fachmann findet, der die Daten näher betrachtet.

Dumm, wenns doch einer tut!

»Aktuell führt das RKI die Berechnung nicht mehr durch, da sich möglicherweise Ungeimpfte und Geimpfte unterschiedlich oft testen lassen«, stellt ein Statistiker laut Welt fest und wundert sich: »Als es jedoch im Herbst und Winter ganz offensichtlich einen Unterschied im Testverhalten gab, weil Ungeimpfte ohne ein negatives Testergebnis nicht an Veranstaltungen teilnehmen oder die Schule besuchen konnten, wurden die Zahlen trotzdem ausgewiesen.«

Und warum sollten Geimpfte sich häufiger testen lassen als Ungeimpfte? - Wohl kaum, weil sie der Impfung nicht trauen. Dennoch geht das RKI genau davon aus und stellt sich ein Armutszeugnis der Wissenschaftlichkeit aus. Der Statistiker sieht es sogar umgekehrt so, dass die Ungeimpften sich häufiger testen lassen würden, denn sie allein sind es, die von einem Ergebnis profitieren, zB. weil sie in den Genuss des Genesenenstatus kommen. Das Resumee eines anderen Statistikers: »Es wirkt eher so, als würde hier tautologisch argumentiert: Weil die Zahlen nicht zu unseren Vorstellungen passen, schließen wir, dass sich Geimpfte häufiger testen.«

(Teil 2 folgt)

 

Erstveröffentlicht bei Die freie Welt


Autor: Redaktion
Bild Quelle: DFG bewegt, zugeschnitten, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons


Donnerstag, 21 Juli 2022

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