Es geht los: Erneut stundenlange Stromausfälle in Deutschland

Es geht los: Erneut stundenlange Stromausfälle in Deutschland


Ja, das könnte tatsächlich die Zukunft sein

Es geht los: Erneut stundenlange Stromausfälle in Deutschland

Von Cantaloop, Ansage.org

Größere Stromausfälle in Teilen Baden-Württembergs seit heute Vormittag, vor allem in Hechingen, Bisingen, Grosselfingen und Jungingen im Zollern-Alb-Kreis, geben einen Vorgeschmack auf das, was uns womöglich bald flächendeckend drohen wird. Ohne bislang den genauen Grund dieses regionalen „Malheurs” zu kennen (welcher ohnehin wieder einmal politisch angepasst, ergo heruntergespielt werden wird), wissen wir, dass dies beileibe kein Einzelfall mehr ist und sich solche Zwischenfälle mehr und mehr häufen (siehe etwa hier, hier oder hier, um nur wenige Beispiele ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit zu nennen). Erschwerend kommt hinzu, dass inzwischen bei derartigen Vorfällen weder der Kommunalpolitik noch den Medien mehr zu trauen ist. Nicht ohne Grund werden die Bürger angewiesen, bei solchen Ereignissen nicht mehr bei der Polizei oder anderen Behörden nachzufragen – angeblich, um die Notfall-Leitungen nicht zu überlasten. In Wahrheit soll man sich wohl an allfällige Blackouts als Normalzustand gewöhnen.

Tatsache ist :  Immer weniger große Erzeuger stehen zur Verfügung, die Zwangssynchronisation funktioniert nicht mehr ausreichend, zudem werden die Netze aufgrund der Blindleistung und volatiler Einspeisung durch Kleinerzeugern zunehmenden Irritationen ausgesetzt, die sich sogar zu gefährlichen Spannungsschwankungen ausweiten können. Oft ist dann ein „Notlauf” die logische  technische Folge – oder es folgt eben, sicherheitshalber, gleich die Zwangsabschaltung. Nur so lassen sich größere Schäden oder Brände im System vermeiden. Bezogen auf die Versorgungssicherheit Deutschlands bedeutet dies für die nahe Zukunft konkret :  Stundenlange Blackouts oder reihenweise punktuelle Stromausfälle – jeweils für mehrere Stunden oder gar Tage; so lange eben, bis das Netz nach Ermittlung der Ursache wieder hochgefahren werden kann.

Begründetes Misstrauen der Rettungsdienste in E-Mobilität

Schon jetzt werden zur Netzstabilisation alte Generatoren im Megawattbereich als Substitute betrieben – Diesel- oder Gasgeneratoren wohlgemerkt, vereinzelt auch Gasturbinen. Auch sollen, wie man hört, bereits stillgelegte Kohlekraftwerke wieder angefahren werden. THW, Feuerwehr, Bundeswehr und andere Hilfswerke benutzen zum Teil mehrere Jahrzehnte altes Diesel-Fahrzeugmaterial und bewusst keine E-Modelle – weil sie der neuen, elektrischen Zukunft gründlich misstrauen und im Falle von Stromausfällen vorsorglich gewappnet sein wollen, bevor am Ende Menschenleben gefährdet werden.

Ein Chaos sondergleichen also. Wie all das mit dem ach so hehren Klima- und Umweltschutzgedanken zu vereinbaren ist, erschließt sich vermutlich nur grünen Spitzenpolitikern. Für unsere Volkswirtschaft ist solch ein hirn- und planloses Handeln, wie wir es auf unterschiedlichen Ebenen aktuell erleben, absolut toxisch, ein Industriekiller ersten Ranges. Hier wird sinnbildlich nur noch „auf Sicht gefahren“. Die selbstverursachten Missstände alle in den Griff zu bekommen, ist ein Ding der Unmöglichkeit – und mittlerweile unbezahlbar. Doch auch ihre Folgen brechen uns finanziell das Genick :  denn Arbeitsplatz- und Wohlstandsverlust sowie Erosion der inneren Sicherheit hängen maßgeblich mit den Defiziten in der Grundversorgung mit Energie zusammen.

Flatterhafte Zeiten

Auch in Baden-Württemberg handelt es sich bei den heutigen Stromausfällen um keinen Einzelfall – und es ist noch nicht einmal Winter. Jeder, der in technischen Fragen einigermaßen bewandert ist, wird wissen, dass man in Industrie, Landwirtschaft und IT komplexe elektronische Anlagen, Maschinen und Schaltkreise nach einem Stromausfall nicht so ohne weiteres wieder hochfahren und betreiben kann, als wäre nichts gewesen; mitunter dauert solch ein anspruchsvoller Vorgang sehr lange. Zudem bedarf es hier der Erfahrung echter Spezialisten – von denen es allerdings immer weniger zu geben scheint.

In diesen flatterhaften Zeiten ist ein Unternehmen, welches nicht über den Luxus  leistungsstarker Diesel-Notstromaggregate verfügt, kaum mehr in der Lage, seine Produktion – oder digitale Transaktionen – aufrechtzuerhalten. Ein echtes Desaster, das allerdings kaum einmal thematisiert wird. Unsere grünen Volksvertreter und ihre Journalistenfreunde, die derlei Katastrophen durch ihre kurzsichtige Panik-Politik und -Berichterstattung maßgeblich mit angebahnt haben, wollen von derlei Ungemach nichts wissen.

Grüne Politik führt sich selbst ad absurdum

Dies nach dem Motto :  Was geht uns schon die Wirtschaft an? Die ist doch, wie auch der individuelle Autoverkehr, sowieso nur schädlich fürs Klima – weg damit! Und die gefährdeten Arbeitsplätze? Auch egal. Wer kein Geld mehr hat, soll einfach zum Staat gehen. Der sorgt dann schon für alle. Demnächst gibt´s ja Bürgergeld.

Ach ja, vielleicht sollte einmal jemand unserem grünen Klima- und Wirtschaftsminister verraten, dass die größten „Umweltschäden” hierzulande aus seiner eigenen, halsbrecherischen Politik resultieren – und der durch diese bewirkten systematischen Verarmung der Bürger. Wer friert, Hunger hat oder krank ist, schert sich nämlich keinen Deut mehr um irrsinnige Klimaziele und wirft die Bedenken und Rücksichtnahmen als allererstes über den Haufen, auf die er in jahrelanger Volksumerziehung sukzessive trainiert und sensibilisiert wurde. Wer friert, den scheren weder CO2 noch Feinstaub, sondern der verfeuert in seiner Not auch noch den letzten Baum – oder sonst alles, was irgendwie brennt. Mit der heißen Luft unserer Politiker lässt sich nämlich leider nicht heizen.

 


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Metropolitan Transportation Authority of the State of New York, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 27 Juli 2022

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