Zurücktreten und weiter kassieren - RBB-Chefin Schlesinger zeigt wie es geht

Zurücktreten und weiter kassieren - RBB-Chefin Schlesinger zeigt wie es geht


Nach Wochen der Kritik wegen vermutlicher Vetternwirtschaft und falsch abgerechneter Abendessen tritt Patricia Schlesinger zurück.

Zurücktreten und weiter kassieren - RBB-Chefin Schlesinger zeigt wie es geht

Die Leiter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schaffen es, noch bei einem Rücktritt ihre Pfründe zu sicher. Diesmal ist es Frau Patricia Schlesinger. Nach Wochen der Kritik wegen vermutlicher Vetternwirtschaft und falsch abgerechneter Abendessen tritt sie offiziell von ihrem Posten als ARD-Chefin zurück.

Prima, denkt der Zeitgenosse. Eine mögliche Betrügerin weniger. Doch falsch gedacht. Denn Frau Schlesinger bleibt Intendantin des Rundfunk Berlin Brandenburg, RBB.

Das Pikante: Nur dort, beim RBB, verdient die 61-Jährige ordentlich Geld. Und nur um ihre möglichen krummen Geschäfte beim RBB geht es bei der Kritik an ihr. Es ist also so, als würde der Leiter eines Wettbüros, der des Betrugs verdächtig wird, seinen Posten als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr niederlegen.

Tatsächlich handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver. Schlesinger glaubt, mit diesem Baueropfer ihre Einnahmen beim RBB so lange wie möglich behalten zu können: 25.000 Euro monatlich. Kein Pappenstil. Zudem stammt das Geld aus den Zwangseinnahmen des Senders, die jeden Monat von den Bürgern erpresst werden für Leistungen, die immer weniger genutzt werden. Hier hat ein Räuber einen anderen Räuber betrogen, könnte man sagen.

Schlesinger soll private Abendessen, die der RBB beglich, falsch abgerechnet und ihren Dienstwagen für Fahrten nach Dienstschluss verwendet haben. Außerdem bewilligte ein Bekannter die Erhöhung ihres Gehalts um 16 Prozent auf jetzt 300.000 Euro jährlich.

Bis die Vorwürfe geklärt sind, bleibt Patricia Schlesinger im Amt und kassiert in jedem Monat kräftig weiter. Und selbst wenn sie schließlich zurücktreten sollte - ins Gefängnis müsste Schlesinger nicht. Vielleicht findet man sie als Medienberaterin in einer der herrschenden Parteien wieder.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Die freie Welt


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot, YouTube, ARD


Freitag, 05 August 2022

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