Führt der Windkraft-Wahn zu noch mehr Global Warming?

Führt der Windkraft-Wahn zu noch mehr Global Warming?


Seit Jahren wird von Politikern, Umweltschützern und Lobbyisten unablässig gepredigt, dass Windkraftenergie die einzig mögliche Zukunft sein könne, um die angeblich bevorstehende Klimakatastrophe abzuwenden. Dabei könnte jedem, der es wissen will,

Führt der Windkraft-Wahn zu noch mehr Global Warming?

Von Alexander Schwarz, Ansage.org

Im Oktober 2018 wurde eine Studie der beiden Harvard-Ingenieure Lee M. Miller und David W. Keith veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kam, dass Windenergie zwar Emissionen reduziert, zugleich aber auch zur massiven Veränderung des Mikroklimas durch Anstieg der Temperaturen in der Umgebung der Windparks führt. Dafür untersuchten sie 28 Windenergieparks in den USA. Kurz-und mittelfristig übersteige die gemessene Erwärmung der Luft die durch verringerte Emissionen vermiedene Erwärmung signifikant. Keith erklärte :  „Die direkten Klimaauswirkungen der Windenergie sind augenblicklich, während sich die Vorteile nur langsam ansammeln.

Denn :  Am Tag bewirkt die Turbinenwirkung der Rotoren der Windkraftanlagen, dass kältere Luft aus höheren Luftschichten nach unten gezogen wird, während wärmere Bodenluft, die oft auch feucht ist, nach oben in die Atmosphäre gelangt. Nachts wird dagegen die kühlere Luft durch die Rotorblätter nach oben, die wärmere Luft aber nach unten gewirbelt. In zwei Metern Höhe, wo die offizielle Temperaturmessung stattfindet, ergibt sich somit eine deutliche Temperaturerhöhung. Nach der Studie ist in der Nähe der Windkraftanlagen eine Einheitstemperatur der gesamten unteren Atmosphärenschicht anzunehmen, die lokal – und mit zunehmender Anzahl an Windkraftanlagen dann eben auch in der Fläche – manipuliert wird. Dies geschieht über die die kinetische Energie, mit der Windräder Strom erzeugen :  Mit dieser entziehen sie der Atmosphäre die Energie des Windes. Der Entzug kann nun vereinzelt bis zu 40 Prozent der Windströmung betragen.

Künstlich bewirkte Erwärmung

Der Gasaustausch wird so verringert, Luftmassen können über längere Zeiträume über einem Gebiet liegen. Abgesehen von noch nicht erforschten Auswirkungen auf die atmosphärische Dynamik, veränderte Niederschläge und Folgeschäden des gestörten Wärmeaustauschs der Luftschichten hat dieser empfindliche Eingriff ins „Ökosystem Luft” auch noch statistisch fatale Konsequenzen :  Die künstlich bewirkte Erwärmung führt örtlich nämlich zur fälschlichen Ausrufung von Hitzerekorden führen; so etwa geschehen am 25. Juli 2019 im niedersächsischen Lingen, wo einRekordwert“ von 42,6 Grad Celsius gemessen (und sogleich als alarmierende Spitze „seit Beginn der Aufzeichnungen“ infolge des Klimawandels vermeldet wurde – obwohl er in Wahrheit durch die Temperaturverzerrung des dortigen Windparks zustande kam. Der „Rekord“ musste daraufhin später annulliert werden.

Die mikroklimatischen Auswirkungen von Windkraftanlagen sind auch aus früheren Studien
bekannt. Zudem gibt es zumindest Indizien über einen Zusammenhang zwischen den Standorten von Windparks und Dürregebieten, weil die durch die Windkraftanlagen erzeugte Hitze den Boden der Umgebung ausdörrt. Keith und Miller befürworten zwar grundsätzlich die Nutzung von Windenergie, sie warnen aber auch vor den negativen Folgen von deren großflächigem und intensiven Ausbau (wie er etwa in Deutschland, seit Antritt der Ampel-Regierung in völlig enthemmtem Ausmaß, erfolgt) :  „Wind schlägt Kohle bei jeder Umweltmaßnahme, aber das bedeutet nicht, dass seine Auswirkungen vernachlässigbar sind„, so Keith. Auch er klingt zwar wie ein Klima-Alarmist, wenn er beschwört :  „Wir müssen schnell von fossilen Brennstoffen umsteigen, um die Kohlenstoffemissionen zu stoppen.” Doch er gibt zu bedenken :  „Wir müssen zwischen verschiedenen kohlenstoffarmen Technologien wählen, die alle soziale und ökologische Auswirkungen haben.

Emissionseinsparungen ad absurdum geführt

Co-Autor Miller ergänzt :  „Windkraftanlagen erzeugen Strom, verändern aber auch die atmosphärische Strömung. Diese Effekte verteilen Wärme und Feuchtigkeit in der Atmosphäre, was sich auch auf das Klima auswirkt. Wir haben versucht, diese Effekte auf kontinentaler Ebene zu modellieren.“ Je mehr Windkraftanlangen installiert würden, desto stärker seien auch die klimatischen Auswirkungen. Nach Einschätzung der beiden Wissenschaftler seien die klimatischen Folgen der Windenergie pro erzeugter Energieeinheit rund zehnmal so groß wie die Klimawirkungen von Photovoltaikanlagen. Windparks benötigen erheblich mehr Fläche zur Erzeugung der gleichen Energiemenge
wie Solarparks. Wenn etwa die EU an ihrem strikten E-Auto-Kurs festhält – wovon auszugehen ist – und der dadurch explosionsartig steigende Strombedarf nahezu ausschließlich aus Windenergie gedeckt werden soll, würde dies einen riesigen Flächenverbrach und einen weiteren Temperaturanstieg nach sich ziehen, der wiederum die zugleich betriebene Emissionsreduzierung ad absurdum führt.

Die damaligen Studienautoren wie auch nach ihnen weitere Experten gelangten zu dem Schluss, dass sich die kontinentalen Oberflächentemperaturen in den USA um 0,24 Grad Celsius erwärmen würden, sollte der Strombedarf des Landes allein durch Windenergie gedeckt würde; eine erhebliche Menge. Dieser durch die Umverteilung der Wärme und das Durchmischen der Luftschichten durch die Turbinen der Windräder erzeugte Erwärmungseffekt sei zwar relativ klein im Vergleich zur (allerdings zumeist im Sinne von Worst-Case-Szenarien „großzügig“ geschätzten) globalen Erwärmung, jedoch relativ groß im Vergleich zu der Verringerung der Erwärmung durch Windkraft. Keith und Miller kamen zu dem Ergebnis, dass die Klimawirkungen von Photovoltaik-Anlagen bei gleicher Erzeugungsrate etwa zehnmal geringer seien als von Windkraftanlagen. Diese Klimawirkungen sollten daher unbedingt mitberücksichtigt werden.

Eigene Effekte zunichte gemacht

Das wohl dramatischste Ergebnis ihrer Studie jedoch besagt, dass es schätzungsweise 100 Jahre dauern würden, um den Effekt durch windkraftbedingte Temperatursteigerungen mit der Reduzierung der Treibhausgasemissionen auszugleichen. Konkret bedeutet dies, dass die Effekte eines weiteren Ausbaus der Windenergie darin bestehen, dass es erst in etwa einem Jahrhundert zu einer Senkung der Temperaturen käme. Und bei all diesen Berechnungen ist noch nicht einmal die massiv kontraproduktive CO2-Belastung durch Produktion, Logistik, Antransport, Montage, Wartung, Errichtung notwendiger Infrastruktur und schließlich irgendwann Demontage und Entsorgung der Windkraftanlagen eingerechnet, die schon jetzt einen Großteil des Reduktions- und damit Nachhaltigkeitseffekts auffrisst.

Die derzeit mit allen Mitteln betriebene Senkung des CO2-Ausstoßes ist also umsonst, weil die Windkraftenergie jeden – ohnehin fraglichen – Effekt, der aus ihrer Masseninstallation resultiert, zunichte macht. Es bliebe allenfalls die vage Hoffnung, vielleicht in 100 Jahren den Erfolg dieser Bemühungen sehen zu können. Ob sich die heutigen Prognosen bis dahin als tragfähig erwiesen haben, ist äußerst zweifelhaft. Zudem gibt es bis zu diesem Zeitpunkt vermutlich längst ganz andere Herausforderungen, respektive sind bis dahin die heutigen Probleme durch derzeit noch nicht absehbare technische Fortschritte längst gelöst worden. Es zeugt von einer gehörigen Portion Ironie, dass der eigentliche menschengemachte Klimawandel womöglich erst durch die massenhafte Errichtung von Windkraftanlagen entsteht, mit denen man ihm eigentlich Einhalt gebieten will.

 


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Molgreen, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 10 August 2022

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