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Causa Cristina: wichtige Beweise „verschwunden“

Causa Cristina: wichtige Beweise „verschwunden“


Die Ermittlungen im angeblichen Attentatsversuch auf die argentinische Vizepräsidentin Cristina Kirchner haben gestern einen schweren Rückschlag erlitten: Alle Daten auf dem Smartphone des Verdächtigen wurden anscheinend bei der Spurensicherung gelöscht – wie es offiziell heißt „aus Versehen“.

Causa Cristina: wichtige Beweise „verschwunden“

Von Ramiro Fulano

Meine Damen und Herren, in manchen Fällen häufen sich die Zufälle. Erst läuft der Verdächtige zweimal einem Fernseh-Reporter vor die Füße, dann löst sich aus seiner Waffe kein Schuss und schließlich verschwinden auch noch wichtige Beweise von seinem Smartphone. Und das, nachdem in den Stunden nach seiner Festnahme bereits seine Social-Media-Accounts bei Facebook und Remate gelöscht wurden – während er sich in Gewahrsam befand.

Ach ja: Und das Beweisstück „A“, die Bersa-Pistole vom Kaliber .32, wurde auf dem Bürgersteig liegend sichergestellt – und nicht in den Händen des Verdächtigen. Und der wurde übrigens von Passanten aufgehalten, nicht von den Personenschützern der argentinischen Vizepräsidentin.

Das sind einfach sehr viele Zufälle und eine sehr große Lücke in der Beweiskette. Und selbst wenn der Verdächtige ein paar recht widerliche politische An- und Absichten hatte, gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung. Zumindest bis zum gerichtlichen Beweis des Gegenteils.

Wie kam es nun zu dieser öffentlich ostentativ bejammerten Panne in der Beweissicherung? Nun, die argentinische Bundespolizei hatte das Smartphone des Verdächtigen am Freitag in ihr Labor in Comodoro Py gebracht, drei Stunden außerhalb von Buenos Aires, um es dort von Cybertechnikern untersuchen zu lassen.

Bei der Durchsuchung war es den Spezialisten angeblich nicht möglich, das Passwort zu knacken, so dass sie sich bei der technisch moderner ausgestatteten Flughafenpolizei in Ezeiza um Amtshilfe bemühten. Daraufhin wurde das Smartphone von Comodoro Py nach Ezeiza transportiert und bei der neuerlichen Untersuchung durch die Flughafenpolizei stellte sich sodann heraus, dass der Datenträger bereits „formatiert“ sei und alle Daten (außer denen auf der SIM-Karte) gelöscht wären.

Es ist nicht öffentlich bekannt, ob und wenn ja wohin die angeblich gelöschten Daten vor ihrem „Verschwinden“ hinuntergeladen wurden und wer sich jetzt in ihrem Besitz befindet. Aber hier an einen Zufall zu glauben, fällt schwer, nachdem es in dieser Angelegenheit bereits so viele „Zufälle“ gab.

Dementsprechend geht auch die argentinische Justiz inzwischen nicht mehr von ihrer anfänglichen Einzeltätertheorie aus, sondern ermittelt weiter in alle Richtungen. Wobei sie vermutet, dass der Täter nicht allein gehandelt hat. Fragt sich nur, wieweit das Interesse der Justiz an den sagen wir mal „Mitwirkenden“ tatsächlich reicht. Und ob seine Komplizen Spuren auf dem Smartphone des Verdächtigen hinterlassen haben – und wenn ja welche.

Frau Kirchner hat bei ihrer Vernehmung durch die Bundespolizei am Freitag übrigens zum Besten gegeben, sie wäre erst nach der Rückkehr in ihre Wohnung von den Personenschützern über den auf sie ausgeübten angeblichen Attentatsversuch unterrichtet worden. Als sie auf dem Bürgersteig stand, habe sie nichts davon bemerkt.

Aber zum gegenwärtigen Stand kann die Staatsanwaltschaft vielleicht nicht einmal die Waffe zweifelsfrei in der Hand des Verdächtigen platzieren. Denn wie es heißt, sollen sich keine Fingerabdrücke an ihr befinden.

Böse Zungen behaupten inzwischen, Frau Kirchner hätte das „Straßentheater“ vor ihrer Haustür selbst in Auftrag gegeben, um von ihren eigenen Problemen mit der Justiz abzulenken. Immerhin droht ihr noch in diesem Jahr eine Verurteilung zu zwölf Jahren Haft wegen der angeblichen Veruntreuung von einer Milliarde Dollar.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Presidencia de la Nación Argentina, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 04 September 2022

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