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Bald Bier-Verbot in Kneipen?

Bald Bier-Verbot in Kneipen?


Vorbei, aus und vorüber. Das frisch gezapfte kühle Bier am Tresen, damit könnte bald Schluss sein. Das Helle, das Dunkle, das Alt und das Weizen werden ohne elektrische Kühlung in den Fässern schal wie alte Milch und dürfen nicht mehr (Bakterien!) ausgeschenkt (Lebensmittelgesetz etc.) werden. Gastbeitrag von Meinrad Müller

Bald Bier-Verbot in Kneipen?

Von Meinrad Müller

Unser „flüssiges Brot“, wie es in Bayern heißt, siedet nicht mehr über Feuern aus Buchen-, Eichen-, Tannen- oder Fichtenholz. Und es wird auch nicht mehr tief unter der Erde in Eiskellern gekühlt, um es für uns genießbar zu halten. Bier ist keine Gemüsesuppe.

Das gute Bier wird ohne Kühlung schal

Die Braumeister verwenden Strom, Gas und Kraftstoff, um das, was wir so lieben, zu brauen, abzufüllen und zu kühlen, um es uns in der Kneipe prickelnd servieren zu können. Auch nähmen wir bei Lichtausfall selbst den Ruß flackernder Kerzen und Petroleumlampen in Kauf, um vor uns auf dem Tisch ein frisches und kühles Bierchen mit weißer Schaumkrone uns anlächeln zu sehen. Doch ohne Diesel, Gas und Strom kann der Bauer die Gerste nicht ernten, der LKW das Getreide nicht in die Mälzerei transportieren, der Mälzer kein Malz mälzen und der Brauer kein Wasser wundersam in Bier verwandeln.

Alles dürfen sie uns nehmen, die hinter den Ohren grünen, die unsozialen von der „wer hat uns verraten“-Partei und die Umfallenden mit ihren gelben Fähnchen im Wind. Man darf uns auch die Straßenbeleuchtung nehmen und auch die flachen Großbildschirme mit den noch flacheren Inhalten. Doch nicht das, worauf sich Millionen Menschen täglich nach der Arbeit freuen, die Freude des ersten Schlucks, der sanft und kühl durch die Kehlen rinnt und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Den Trost, den wir nach dem zweiten Glase verspüren, das Gespräch mit dem Freund am Tresen, uns das alles zu nehmen, damit gehen die Champagner-Schlürfer da oben eindeutig fünf Schritte zu weit!

Bier gibt uns nun mal sofortige Kraft, es lässt das, was uns traurig macht, vergessen und sorgt auch für einen tiefen und ruhigen Schlaf. All das, was ein braver Steuerzahler oder Bürgergeldbeantragender zum Überleben in dieser harten Zeit so dringend braucht.

Falsch gewählt, Pech gehabt.

So haben wir nicht gewettet! Dass wir für unser versehentlich an der falschen Stelle gemachtes Kreuzchen in der Wahlkabine jetzt so sehr büßen müssen, das überschreitet unsere deutsche Duldsamkeit. Man kann uns vieles nehmen – aber unser Bier? Nein, das geht zu weit!

Das Recht auf unser tägliches Bier gehört unverzüglich mit ins Grundgesetz! Und alle Gesetze, die diesem obersten Recht zuwiderlaufen, würden damit ausgehebelt. Alle uns knechtenden Zwangsmaßnahmen wären sofort vom Tisch. Was Wahlforscher mit „Friede, Freude, Eierkuchen“ zusammenfassen, dieser gesellschaftliche Idealzustand, der „Zusammenhalt“, von dem die Steine meiern, das schüfe uns das Paradies auf Erden. Was nützt uns ein 300 Euro Heizkostenzuschuss, wenn wir nicht mehr ohne ein uns anlächelndes Glas in der Kneipe sitzen dürfen? Niemand der Herren da oben dachte an das Wichtigste, an den Kühlkostenzuschuss für den Wirt, der das Wahlvolk mit flüssigem Trost aus 0,2, 0,33, 0,4, 0,5 und 1,0 Liter fassenden Gläsern erfreut, tröstet und bei Laune hält. Und gelegentlich auch ein 0,02 Liter-Gläschen mit dem, was auch ein Meisterjäger nur tiefgekühlt liebt.

Welche Partei stritte für uns?

Ob nun als populistisch bezeichnet oder nicht, wir wählen ab sofort jene Partei, die für unser Recht auf „unser täglich Bier“ auf die Barrikaden ginge. Ein alternative Bierversorgung für Deutschland ist dringlicher denn je. Wählt ABfD!„Kein Bier auf Hawaii“, das mag uns nicht berühren, doch kein Bier in der kleinen Kneipe in unserer Straße, das stößt die Kaiser spielenden vom Thron.


Dieser Artikel wurde zuerst hier veröffentlicht.

Autor: Philosophia Perennis
Bild Quelle: JMacPherson from Calgary, Canada, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 07 November 2022

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