Die Avantgarde des Konformismus

Die Avantgarde des Konformismus


Zu den Lebenslügen der modernen Linken gehört die Behauptung, nicht konformistisch zu sein. Mit dieser Scheinwahrheit versucht eine selbsternannte Klasse des Bewusstseins in Parteien, Medien und Staat sich nicht nur in die fremde, sondern vor allem in die eigene Tasche zu lügen.

Die Avantgarde des Konformismus

Von Ramiro Fulano

Meine Damen und Herren: Von Climate Change bis Veganismus, von Wohlfahrtsstaat bis Gesundheits- und Bildungspolitik gibt es kaum einen Bereich des öffentlichen Lebens, in dem die linksaltarnative Gleichschaltung nicht dafür sorgt, den ideologischen Überbau linker Politik intim mit globalen Wirtschaftsinteressen zu verzahnen.

Eine seit Monaten ungebremste Preiseskalation und eskalierende Einkommensentwertung sorgt für eine kontinuierliche Verschlechterung der realweltlichen Lebensbedingungen. Sofern Sie nicht im öffentlichen (Un-)Dienst beschäftigt sind, meine Damen und Herren, ist jeder Euro Ihres hart-, vor allem aber: selbsterwirtschafteten Geldes binnen Jahresfrist nur noch 90 Cent wert – und das, bevor Ihnen die Steuer auch davon noch mindestens die Hälfte wegfrisst.

Dank mehr oder weniger automatischem Inflationsausgleich in den gewerkschaftlich organisierten Branchen – und natürlich bei Vater Staat – bekommen die dort „Beschäftigten“ (*hüstel) mehr oder weniger automatisch mehr Geld. Bezahlen muss dafür natürlich nicht das Unternehmen X oder die Behörde Y, denn die Mehrkosten werden über steigende Preise an die zahlende, produktive Kundschaft umgelegt, mit der symptomatischen Folge weiterer Preissteigerungen und Entwertung der Realeinkommen.

So weit so bekannt. In der VEB Deutschland  AG operiert diese Art linksalternativer Sozialkleptokratie derzeit auf einem Niveau von offiziell rund 10 % Inflation pro Jahr. Die tatsächliche Preissteigerung liegt wesentlich höher, wie jeder bestätigen kann, der im letzten Jahr schon mal in einem Supermarkt war und auf die Etiketten geachtet hat. Insbesondere Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Fette und Öle sowie Eier sind zwei- bis dreimal so teuer wie vor einem Jahr. Und das nicht, weil sich an den Herstellungsbedingungen oder der Qualität etwas Grundlegendes verbessert hätte.

Sondern einfach nur, weil jeder Euro, den wir auf dem Weltmarkt z.B. für Futtermittel, Saatgut und Dünger ausgeben, nach zwei Jahre bezahltem Urlaub (vulgo: Corona-Lockdown) 30 % weniger wert ist als vor einem Jahr. Den Rest besorgen die anhaltenden Risse in den weltweiten Lieferketten sowie der vom Westen zielstrebig eskalierte „Ukraine“-Krieg. Dessen symptomatische Folge: eine schwerwiegende und anhaltende Energie-Krise aufgrund der vom Westen verhängten anti-russischen Sanktionen. Nichts davon ist dem Zufall oder den Umständen geschuldet – alles daran wurde von Politikerinnen jederlei Geschlechts und deren hochbezahlten Beratern (m, w, d, x) gemacht. Mit anderen Worten: Menschen sind dafür verantwortlich, dass Sie jetzt über zwei Euro für einen Liter Benzin bezahlen – keine höheren Wesen und keine abstrakten Sachzwänge.

Von der anhaltenden Geldentwertung in den nominell entwickelten Ländern profitiert indes, wer Schulden angehäuft hat. Darunter befindet sich vor allem einer: der Staat. Die für Wohlfahrts-, Umwelt- und weitere Prestigeprojekte angefallenen Verbindlichkeiten sinken derzeit nicht nur im Wert, sie lassen sich jetzt dank inflationsbedingt steigender Steuereinnahmen auch schneller refinanzieren. Wenn Sie für ihren letzten Wocheneinkauf 50 statt – wie vor einem Jahr – 40 Euro ausgeben mussten, hat auch der Staat daran verdient, denn auf Ihre Mehrausgaben sind die üblichen Mehrwertsteuersätze fällig, von denen sich kein Endverbraucher befreien kann. Mit anderen Worten: Strukturell überschuldete Staaten – und das sind die meisten – haben keinerlei ursächliches Interesse an einer sinkenden Inflation, denn dann sinken ihre Steuereinnahmen. Und was einer Regierung zustößt, die die Steuern senken will, musste Frau Truss aus 10, Downing Street wohl eher am eigenen Leib erfahren als ihr selbst lieb sein konnte: Nämlich, als sie nach nicht mal sechs Wochen im Amt ihre Koffer packen durfte.

All dies – die kontinuierliche Einkommensvernichtung bei gleichzeitiger Verschlechterung der Lebensumstände durch eine eskalierende Energie- und Nahrungsmittelkrise – geschieht ohne den geringsten Protest der „Linken“. Das ist bemerkenswert, zumal diese soziale Reformbewegung einmal alle Lebensbedingungen „bekämpfen“ wollte, unter denen der Mensch ein geknechtetes, erniedrigtes und entrechtetes Wesen sei (Marx dixit). Im Gegenteil: Nun, da die Knechtungs-und-Entrechtungs-Garotte so weit zugedreht wird, dass man sich auch in den Ländern der ehemaligen „Ersten“ Welt überlegen muss, ob man lieber essen oder heizen will, erklärt die politische Kaste in Parteien, Medien und Staat stolz, es müsste so sein und möchte für ihr epochales Zerstörungswerk auch noch beklatscht, belohnt und bewundert werden. Eine Pseudo-Elite mit globalen Wirtschaftsinteressen (von Nike bis Amazon, von Netflix bis Adidas) kann sich ohne jegliche Rücksicht auf Verluste durchsetzen, seit es ihr gelungen ist, ihre nützlichen Idioten davon zu überzeugen, dass sie nur ihr Bestes will. Man muss lange studieren, um so blöd zu werden, und genau diesen Gefallen haben die akademisch verblödeten Laberwissenschaftlerinnen jederlei Geschlechts dem globalen Big Business getan. Ihre Belohnung: Die Dekoration mit dem Twitter-Blue-Tick als Avantgarde des Kommentariats.

In der linksalternativen Welt der Gegenwart hat schon lange nichts mehr mit gar nichts zu tun – außer mit Rassismus und CO2. Dies sind die beiden einzigen Fixpunkte der postmodernen, um nicht zu sagen: magischen Wirklichkeit. Es lässt sich nicht als Denken bezeichnen, was die Linke betreibt. Eher als mentale Gymnastik, die vor allem dem Selbstempfinden als Gut- und Bessermensch dienen soll. Imperativ des restlos uffjeklärten Pseudo-Bewusstseins: Selbst die disparatesten Phänomene auf eine der beiden sakrosankten, linientreuen Pseudo-Ursachen reduzieren zu können. Dass woke Ideologie somit aus zwei Teilen Schwachsinn (in dem nichts mit gar nichts zu tun hat) und einem Teil Aberglauben besteht (Rassismus und CO2 als die einzigen Götter dieser Welt), wird den Betroffenen jederlei Geschlechts meist nicht mal annähernd bewusst. Vielleicht auch mangels Bewusstsein; aber dank einer hermetischen Rundumisolierung durch eine zweckdienlich gleichgeschaltete öffentliche Meinung macht die woke Kultgemeinde in der für sie inszenierten Pseudo-Wirklichkeit noch immer viel zu oft die Erfahrung, dass ihre Weltformeln zwar wahrscheinlich stimmen, aber zumindest zu ihrem Vorteil funktionieren. Sie ist begeisterter Darsteller und zugleich dankbares Publikum ihrer schäbigen Truman-Show.

Während die linksalternative Gleichschaltung von Parteien, Medien und Staat dafür sorgt, dass die politische Botschaft kompromisslos im öffentlich-rechtlichen Bewusstsein eingebläut und verankert wird, sorgen die Sturmtruppen der selbsternannten Klima-Bewegung dafür, dem von ihnen verachteten, weil produktiven Teilen der Menschheit die Flötentöne beizubringen (und nebenbei das ein oder andere Kunstwerk unwiederbringlich zu zerstören). Der moderne Links-Terrorismus hat sich mit dem „Klimaschutz“ eine Selbstlegitimierungs-Ideologie nach Maß geschaffen. Sie soll ihm erlauben, die Menschheit nach seinem eigenen Bild umzugestalten: Dumm, armselig, verroht, nutzlos und prekär – und damit bestens qualifiziert als Glied der globalen Wertschöpfungskette. Doch während die Aktivisten (m, w, d, x) vergangener Epochen das eigene Leben immerhin ein Stück weit für die Umwelt aufs Spiel setzten (allen voran Greenpeace in spektakulären, auf breiteste Medienwirkung zugeschnittenen Interventionen), sind die feigen Möchtegern-Terroristinnen jederlei Geschlechts von der „Letzten Generation“ vor allem mit etwas großzügig, das ihnen nicht gehört: das Leben anderer Leute. Nämlich, wenn sie Rettungskräfte an der Weiterfahrt hindern.

All dies – und das ist der springende Punkt – ist offensichtlich bestens mit den Interessen globaler Wirtschaftsunternehmen aus den Branchen Energie, Bergbau, Anlagenbau, Fahrzeugbau und Verkehr zu vereinen (also mit Interessen von VW über Siemens, BP und DB). Inzwischen verdient weltweit eine Billiarden-Industrie an „erneuerbaren“ Energien, an denen nichts wirklich erneuerbar ist, sowie an der für sie extrem lukrativen Wahnvorstellung, wir könnten das Weltklima verbessern, indem wir CO2-Emmissionen besteuern – während ein Drittel aller „Treibhaus-Gase“ in der VR China und über 20 % in Indien entstehen. Deutschland: knapp 1 %. In Worten: ein Prozent. Das ist nicht wirklich viel, liebe Ökopathen, und wahrscheinlich auch nicht wirklich weltbewegend. Wer glaubt, beim „Klimaschutz“ ginge es ums Klima, glaubt wahrscheinlich auch, Zitronenfalter könnten Zitronen falten. Tatsächlich angestrebt ist die Zerstörung des Wirtschaftsstandorts Deutschland inklusive der letzten Reste individueller Freiheiten durch die Herbeiführung von Lebensbedingungen, unter denen sogar der Real-Sozialismus eine Verbesserung darstellen kann. All das mit dem ausdrücklichen Plazet der Lindner-Sekte (vulgo: FDP) und unter Führung des „ökologisch-korrekten“ Überbaus im Bundes-Planwirtschaftsministerium von Bundesmärchenminister Habeck.

Und dieser nicht unwesentliche Beitrag zur Durchsetzung eines post-kapitalistischen Wirtschafts- und Sozialmodells (einer CO2-Planwirtschaft mit Social-Credit-Regime) geschieht seitens der nützlichen Idioten in Parteien, Medien und Zivilgesellschaft (*kicher) in dem Bewusstsein, nicht konformistisch, sondern höchst revolutionär und unbequem zu sein? Wenn sie ihn je hatten, haben diese Leute jetzt endgültig den Verstand verloren. Linke Politik ist nichts mehr als das schmutzige Petersiliensträußchen auf der unappetitlichen Stulle, die uns globale Wirtschaftsinteressen als Henkersmahlzeit servieren. Dass die Linke sich für mehr als das hält, sich in beizeiten renitenter Opposition zu den globalen Machtverhältnissen wähnt, beweist einmal mehr, dass sie mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung auch den Verstand verloren hat.

 

 


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: DIE LINKE, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 28 November 2022

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