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Immer neue Gründe für neue Migrationsoffensiven? - Teil 2

Immer neue Gründe für neue Migrationsoffensiven? - Teil 2


Können wir uns mehr Rentner wirklich nicht mehr leisten? – Die ersten 20 Lebensjahre sind weit teurer als die letzt

Immer neue Gründe für neue Migrationsoffensiven? - Teil 2

Von Albrecht Künstle

„Können wir uns die vielen Rentner leisten, die ja auch noch älter werden?“, fragen sich einige. „Brauchen wir Zuwanderung, damit diese Migranten dann unsere Renten zahlen?“ Auch das sind olle Kamellen. Tatsächlich stieg die Lebenserwartung über Jahre hinweg etwa um einen Monat. Doch registrieren die Statistiker seit 2021 eine Übersterblichkeit, die vielen Rätsel aufgibt. Die Sterblichkeit ist höher als sie der zahlenmäßig größer gewordenen Bevölkerung entspricht. Jedenfalls ist ein Ende dieses Sterbens nicht abzusehen, die Sterbetafeln wurden bereits angepasst. Na also, geht doch – auch ohne Rentenreform, wie Zyniker meinen.

Wie sehr belastet die Nichterwerbstätigkeit von Rentnern die arbeitende Generation? Wenn die Zahlen stimmen, beträgt die Arbeitsphase in Deutschland 38,7 Jahre, mehr als im europäischen Durchschnitt von 36,2 Jahren. In dieser Zeit müssen die Arbeitenden wohl oder übel die nichterwerbsfähige Bevölkerung „durchfüttern“, die über 42 Jahre ihres Lebens nicht arbeitet. Dazu kommt, dass die Berufstätigen nicht nur ihre „Alten“ und Jungen zu versorgen haben, sondern auch ihre 2,5 Millionen gleichaltrigen Arbeitslosen. Die Berufstätigen sind heute so wenig zu beneiden, wie schon wir es nicht waren. Der Autor brachte es auf 44 Vollzeit-Berufsjahre und sogar 47 Versicherungsjahre.

Wie schlagen nun die zu unterhaltenden Bevölkerungsgruppen zu Buche?

Rentner belasten die Erwerbstätigen durchschnittlich mit 18,9 Rentenbezugsjahren, bevor sie eine Kleinstwohnung beziehen (Sarg) und niemandem mehr zur Last fallen. Aber auch in dieser Zeit hält sich die Belastung für die Beitragszahler in Grenzen, denn das Rentenniveau beträgt in Deutschland keine 50 Prozent. Gewichtet beträgt die effektive Belastung nur neun Jahre. Von den rund 39 Jahren Arbeit kommen also neun Jahre den Rentnern zugute – auch der eigenen Rente. Doch die Rentner benötigen keine Infrastruktur mehr und kommen mit ihren eigenen Steuern für vieles auf, was sie benötigen. Auch mit ihren Beiträgen zur Krankenversicherung der Rentner und zur Pflegeversicherung.

 Fazit 3: Die Rentnergeneration ist keine ernsthafte Belastung für die Volkswirtschaft

Wenn etwas die berufsaktive Bevölkerung belastet, dann ist es die junge Generation! Aber das muss so sein, denn die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen macht die Zukunftsfähigkeit eines Landes aus. Das durchschnittliche Berufseintrittsalter liegt (errechnet) zwischen 23 und 24 Jahren. Leider stehen bei Destatis keine diesbezüglichen Zahlen zur Verfügung. Die mehr als doppelt so vielen Jahre der nicht möglichen Erwerbstätigkeit zu Beginn jeder Biographie belasten eine Volkswirtschaft weit stärker als es die Rentner wenige Jahre tun.

Kinder zu unterhalten, sie mit allem zu versorgen, mit Kleidung, aus der sie alle paar Monate herauswachsen, mit Kinderzimmern, Kindereinrichtungen, Schulen, Universitäten, ihnen Mobilität zu ermöglichen, u.a. auch zur sportlichen Betätigung – das alles sind Aufgaben und Kosten, die bei Rentnern nicht anfallen. Und Rentner greifen ihren Enkeln unter die Arme, nicht die Kinder den Großeltern. Auch werden die Alten durch die Nachkommen beerbt, nicht umgekehrt.

Die Demagogie gegen Rentner würde an Volksverhetzung grenzen, wäre der Tatbestand der Altersdiskriminierung von 130 StGB erfasst. Ohne sachlichen Grund wird bis in die höhere Politik ein Teufel der Rentnerschwemme an die Wand gemalt. Aus Wikipedia:

„… ist in den Medien, u. a. auch mit Blick auf kinderlose Alte (vgl. oben), immer wieder von sich verschärfenden Generationenkonflikten und Gerontophobie die Rede. Oft haben die beschriebenen Konflikte den Charakter eines Verteilungskampfs. Die Lohnersatzleistung Rente, die auf lebenslang geleisteten Beiträgen in ein gesetzlich geregeltes Versicherungssystem basiert, wird dabei als ungerechtfertigte Inanspruchnahme von Sonderrechten des Alters dargestellt. Die Rentnerschwemme, wird moniert, bedrohe den Lebensstandard der jüngeren Bevölkerung, und es wird vor Generationenkonflikten, ja sogar einem möglichen „Generationenkrieg“ gewarnt, wenn auf diese oder jene Leistungen des Versicherungssystems nicht verzichtet werde (z. B. 2003 vom damaligen Junge-Union-Vorsitzenden Philipp Mißfelder).

Wird die jetzt aktive Generation mehr in die Hände spucken als wir es taten? Kaum. Nur 10,7 Prozent der Befragten wollen bis 67 arbeiten, 54 Prozent bis längstens 62. Ob die heutige Generation genügend Kinder in die Welt setzen wird, um einen so frühen Rentenbeginn zu ermöglichen? Wird sie früher in Rente gehen, obwohl sie später ins Berufsleben eintritt als wir es taten?

Destatis stellte ein interaktives Modul zur Bevölkerungsvorausberechnung ins Internet. Doch es hat einen gravierenden Mangel: Der wichtige Parameter Gebäralter der Mütter fehlt leider. Trotzdem: Stellen Sie im Modul die Geburtenhäufigkeit auf hoch (=1,67 Kinder), die Lebenserwartung auf niedrig (=82,6/86,1), den Wanderungssaldo auf niedrig (=180 000 pro Jahr), den Berufseintritt auf 24 Jahre und den Renteneintritt auf 66 Jahre ein. Dann projizieren Sie die Berechnung in die nächste Amtszeit nach 2025, indem Sie den blauen Punkt hochschieben. Die laufende Amtszeit braucht nicht simuliert zu werden, die amtierende Regierung ist fertiger als fertig.

Fazit 4: Mit der Projektion ist erkennbar, dass das Arbeitspotenzial auch für die kommenden Jahre ausreichen wird, um sowohl die Altersjahrgänge bis 24 Jahre als auch die ab 66 Jahren zu versorgen.

Es gilt lediglich, die Zuwanderer der letzten Jahre zum Arbeiten zu bewegen. Das gilt insbesondere für die Frauen der Zuwanderer, deren Erwerbsquote jämmerlich ist. Und wir können und sollten die Zugewanderten, die zu nichts zu gebrauchen sind, getrost wieder nach Hause schicken. Sie machen mehr Arbeit als sie zu leisten imstande sind. Und die nach immer mehr Ausländern rufen, könnten wir ebenfalls dorthin schicken, wo jene herkommen.


Dieser Artikel wurde zuerst hier veröffentlicht.

Autor: Albrecht Künstle
Bild Quelle: Nicolas Bouliane, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 08 Januar 2023

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