Skandal-Studie diskriminiert Übergewichtige: Jetzt sollen sie auch noch für den Klimawandel verantwortlich sein

Skandal-Studie diskriminiert Übergewichtige: Jetzt sollen sie auch noch für den Klimawandel verantwortlich sein


In einem erschreckenden Angriff auf das Selbstwertgefühl übergewichtiger Menschen, hat eine kürzlich veröffentlichte Studie des Council for Agricultural Research and Economics und der The Obesity Society versucht, eine direkte Verbindung zwischen Übergewicht und dem Klimawandel herzustellen.

Skandal-Studie diskriminiert Übergewichtige: Jetzt sollen sie auch noch für den Klimawandel verantwortlich sein

Eine provokative Behauptung, die weit mehr als nur Augenbrauen hebt und die Frage aufwirft, ob wir wissenschaftliche Untersuchungen zur weiteren Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen nutzen sollten.

Die Studie postuliert, dass Menschen mit starkem Übergewicht deutlich höhere CO₂-Emissionen verursachen als normal gewichtige Personen und so den Klimawandel überdurchschnittlich stark beschleunigen würden. Es wird behauptet, dass Menschen mit Übergewicht jährlich etwa 140,7 Gigatonnen "metabolischen Abfall" in Form von Lebensmitteln produzieren, die konsumiert werden, obwohl der Kalorienbedarf bereits gedeckt ist. Die Produktion dieser "nicht notwendigen" Lebensmittel verursache etwa 240 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen.

Die Studie geht sogar noch weiter und behauptet, dass die globale Zunahme von Fettleibigkeit zu zusätzlichen 700 Megatonnen an CO₂-Emissionen pro Jahr führt, was etwa 1,6 Prozent aller anthropogenen Emissionen entspricht. Laut den Forschern wird der Klimawandel durch diese zusätzlichen Emissionen zusätzlich beschleunigt.

Doch wie ist es ethisch vertretbar, den Klimawandel auf das Körpergewicht der Menschen zu reduzieren? Es ist eindeutig eine gefährliche und diskriminierende Linie, die hier überschritten wird. Übergewichtige Menschen sind bereits mit einer Reihe von negativen Einstellungen und Diskriminierungen konfrontiert und diese Studie trägt nur dazu bei, diese Stigmatisierungen weiter zu verstärken.

Es ist alarmierend, dass die Autoren der Studie selbst betonen, dass diese neuen Erkenntnisse keinesfalls zu einer weiteren Stigmatisierung von Übergewicht führen dürfen, während sie genau das tun. Es wirkt wie ein Hohn, wenn sie erklären, dass die Studie die hohen Kosten von unbehandeltem Übergewicht verdeutlicht, während sie gleichzeitig die psychischen Kosten und das Leiden von Menschen ignorieren, die aufgrund solcher Untersuchungen noch stärker stigmatisiert werden.

Es ist an der Zeit, diese alarmierenden und diskriminierenden Forschungsansätze in Frage zu stellen. Es ist inakzeptabel, dass Übergewichtige für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden und dass sie die Schuld für globale Umweltprobleme tragen sollen. Jeder Mensch, unabhängig von seinem Körpergewicht, hat das Recht auf Respekt und Anerkennung. Forschung, die dazu beiträgt, diese Rechte zu untergraben, sollte niemals toleriert werden.

Lassen Sie uns stattdessen die Energien in produktive und respektvolle Lösungen investieren, die die Gesundheit aller fördern und die Umwelt schützen, ohne dabei diskriminierend zu sein. Übergewicht ist eine komplexe gesundheitliche Angelegenheit, die durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt wird, darunter Genetik, Umwelt und sozioökonomischer Status. Es ist unangemessen und unethisch, die Verantwortung für den Klimawandel auf die Schultern einer einzigen Gruppe zu laden, insbesondere einer Gruppe, die bereits so stark diskriminiert wird.

Es ist zutiefst besorgniserregend, dass diese Studie, die versucht, eine Kausalität zwischen Übergewicht und dem Klimawandel herzustellen, anerkannt und publiziert wurde. Sie ist ein Ausdruck einer wachsenden Tendenz in der Wissenschaft, eine bestimmte Gruppe von Menschen als Sündenböcke für globale Probleme zu benutzen. Diese Herangehensweise ist nicht nur wissenschaftlich fragwürdig, sondern auch zutiefst schädlich für das soziale Gefüge unserer Gesellschaft.

Stattdessen sollte der Fokus auf nachhaltiger Produktion und Konsum liegen und nicht auf der Schuldzuweisung an bestimmte Bevölkerungsgruppen. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrieren, wie wir Nahrungsmittel effizienter produzieren und verteilen können, um Abfall zu reduzieren und unsere CO₂-Emissionen zu senken. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Umwelt zu verringern, ohne dabei die Menschen, die an Übergewicht leiden, zu stigmatisieren oder zu diskriminieren.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Sonntag, 21 Mai 2023

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