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Mitarbeiter-Verhör am Arbeitsplatz

Mitarbeiter-Verhör am Arbeitsplatz


es begab sich aber zu jener Zeit, zu der Ferda Ataman, Statthalterin für Diverses und zugleich Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung im Lande der bunten Germanen, ein Gebot erließ: Ein Jeder müsse sich zählen und befragen lassen

Mitarbeiter-Verhör am Arbeitsplatz

Von Meinrad Müller

Jeder Betrieb solle ein Mitarbeiterregister erstellen, dazu sein Gesinde befragen und alsdann die Verhörergebnisse in eine Tabelle eintragen. Jeder Zählende (m/w/d/x/y/z), der im Zuge dieser erneuten Volksschätzung Dienst täte, so die weise Herrscherin am Throne der unbeschränkten Mittel, sei von der altertümlichen Einhaltung des Datenschutzgesetzes oder ähnlicher Datenschutz-bis-auf-den-tiefen-Grund-Verordnungen befreit. Und diese hochnotpeinliche Umfrage wäre die allererste dieser Art und geschähe just zu der Zeit, da Olaf der Erste müde sein Amt versah.

Blond, hetero, katholisch, Mischköstler, geht gar nicht

Wie Finanzämter Steuerzahler erfassen, so müsse nun endlich auch eine Bundesintim-Agentur errichtet werden. Denn, so taten es die bezahlten Herolde kund, der Herrscher verlange zu wissen, wie „vielfältig“ und divers die Belegschaften in den bundesdeutschen Betrieben schon seien. Diese Kenntnis erleichtere den Handelsverkehr zwischen internationalen Betrieben. Die Annahme sei, gleich divers aufgestellte Firmen lieber miteinander Handel trieben.

Die Befragung will vom Beschäftigten wissen:

  1. Hautfarbe: von nordisch bis schwarz, laut DIN-Norm Farbskala 47100
  2. Geschlecht (je nach momentan überwiegendem Geisteszustand)
  3. Sexuelle Orientierung (Hetero, Homo, Trans, queer und 40 weitere)
  4. Körpergröße (in Zentimetern) und Gewicht (in Kilogramm)
  5. Ernährungsstatus (vegan, vegetarisch, flexitarisch oder karnivore)
  6. Spirituelle Neigung, zum besseren Ertragen der Gegenwart
  7. Politische Orientierung, von demokratisch bis rrrächts
  8. Körperliche Betätigung zur Gesunderhaltung oder nicht
  9. Familienstand, ledig, verheiratet oder wechselnd bemüht
  10. Haustiere: Hamster, Duckmäuse, Dackel
  11. Anteil Frauen und Behinderter oder Minderheiten
  12. Geimpft, risikofreudig
  13. Engagiert in der Betreuung neuer Bürger

Gutsein-Index 100 sei internationaler Handelsvorteil

Der von einem Betrieb erreichbare Punkte-Index ergäbe sich beispielsweise aus der Zahl weißer, Fleisch essender Heteros in der Verwaltung, multipliziert mit der Anzahl integrationsbedürftiger Lagerarbeiter aus Uganda, potenziert mit dem Bodymass-Index der Leiterin der Personalabteilung und dividiert durch die Wurzel im Quadrat der durchschnittlichen Körpergröße afghanischer Raketenspezialisten in der Produktentwicklung.

Diese neue gesetzliche Regelung könne in Folge die Personalauswahl ohne Rücksicht auf etwaige Kompetenzmängel erleichtern und den Arbeitsmarkt auch für jene öffnen, die wegen Diskriminierung bislang keine gesellschaftliche Teilhabe erhielten. Beschäftige wie trans-sexuelle Vegetarier aus Kuba und Messerspezialisten verbesserten auf mathematisch gerechte Weise den gewünschten Betriebs-Index. Zusätzlich würde eine Beschäftigung mit nahöstlicher Philosophie, dividiert durch den Punktestand der Bundesliga und den Wahlumfragen der Grünen, den „Company-Index“ verbessern. Der endgültige Algorithmus ist Gegenstand der Beratungen im Vermittlungsausschuss des Bundestages.

Fazit

Wer nun glaubt, der Autor habe im Garten die Frühlingssonne bei gleichzeitiger medikamentöser Einnahme von 2000 Milliliter Augustiner-Bräu nicht gut vertragen, dessen Neugier sei auf diese amtliche Stelle gelenkt:


Autor: Redaktion
Bild Quelle: St. Patrokli, Soest, Public domain, via Wikimedia Commons


Freitag, 26 Mai 2023

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