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Linksalternativer Nationalpopulismus als Expedition auf den Höhen des politischen Irrsinns

Linksalternativer Nationalpopulismus als Expedition auf den Höhen des politischen Irrsinns


Noch bewegt sich die Expedition des Zeitgeists bloß durchs Vorgebirge: Von seinem eigenen politisch-korrekten Stallgeruch betäubt, schleppt sich der Tross der linksalternativen Gipfelstürmerinnen (keine Verharmlosung) durch Täler und Schluchten. Hier und da klappern die Mühlen der Qualitätsmedien am rauschenden Bach. Und aus der Ferne begleiten die bereits auf der Strecke gebliebenen die Expedition in treuem Gedenken.

Linksalternativer Nationalpopulismus als Expedition auf den Höhen des politischen Irrsinns

Von Ramiro Fulano

Ein erster Höhepunkt der Reise scheint erreicht, als der Treck die neuen Wahlplakate der bayrischen Ökopathie sichtet. Im krachledernen Freistaat sind bald Landtagswahlen und nachdem es mit dem Missbrauch der Schoah für die fragwürdigen Zwecke einer intellektuell und ethisch inkompetenten Parteipolitik im Rahmen der Causa Aiwanger nicht geklappt hat, schickt der ökologisch-korrekte Totalitarismus nun seine Kindersoldaten an die Werbe-Front: „Oma, tu’s für mich!“

Zugegeben, das Ganze hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem, was Söders – jener Stein des politischen Anstoßes – ideologische Heimat einst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts verbrochen hat: ein wohlgenährter Wonneproppen jederlei Geschlechts, der sich zu parteiwerblichen Zwecken seines Lebens erfreut. Vor allem aber an folgendem (Zitat): „Mutti und Vati wählen für mich CSU!“

Moralische Erpressung ist keine Erfindung der deutschen Ökopathie. Oder, um es in enger Anlehnung an J.R.R. Tolkiens unsterbliche Worte zu sagen: „Das Böse kann nichts erschaffen oder erzeugen. Es kann nur abkupfern oder zerstören.“

Um es etwas weniger bombastisch und in den Worten einer ehemaligen Kollegin aus der Werbung zu sagen: „Tiere und Kinder gehen immer.“ Will sagen: Fällt dir heute gar nichts ein, schau doch mal im Tierheim rein. (Kinderheim geht auch). Werbung mit Kindern oder Tieren gilt werbeintern zwar als Inbegriff der kreativen Krise, aber was stört es einen großen Geist: Solange der Auftraggeber das Motiv kauft, ist alles andere egal. Man ist schließlich Kaufmann, nicht bloß Künstler.

Und so stehen wir nun also auf dem ersten Höhepunkt der Reise vor den neuen Plakatmotiven der blau-weißen Ökopathen. Dieselben arroganten Gören, die gestern noch im Kinderchor des Kölner Propagandasenders ihre kollektive Oma als (Zitat) „alte Umweltsau“ denunziert und beschimpft haben, starren nun im Stil traumatisierter Zinnsoldaten durch den Betrachter hindurch in jene Ferne, aus der ihnen eine nur sehr wenig Wohlstand und Freiheit versprechende, dafür aber umso „klimaneutralere“ Zukunft droht.

Und wenn Sie ganz nah an den Großflächen der bayrischen Ökopathie lauschen, meine Damen und Herren, können Sie im Hintergrund jedes einzelnen Motivs den Kinderchor der Kölner Lügensau kichern hören. Offensichtlich will die soziale Gemengelage der deutschen Ökopathie diese bittere Ironie nicht mal bemerken, so kognitiv auf den Hund gekommen ist sie.

Doch während die idealtypische Wohlstandsgöre sich vor nicht mal zwei Generationen noch als ganzer Batzen Pracht an Mutti, Vati und zwei Stimmen für die CSU erfreuen konnte, präsentieren die bayrischen Grünen in ihrem Wahlwerbung gewordenen „Enkeltrick“ früh gealterte, traumatisierte Kinder*innen jederlei Geschlechts. Möchtegernmärtyrer, die für ihre Partei durchs Feuer gehen würden (und müssten), wenn Ricarda Lang es ihnen befiehlt. Oder wenn die Habeck-Jugend ruft.

Wo bleibt das Recht auf Kindheit? Vor allem: Wo bleiben diese Enkel jederlei Geschlechts am Tag nach der Wahl, wenn sie nichts mehr von ihren zweckdienlich herbeifantasierten Großeltern wissen wollen?

Grün ist das neue Braun

Meine Oma hat alle vier Brüder in den Schützengraben der Ost- und Westfronten verloren. Meine Mutter und ihre Schwestern wurden erst evakuiert, dann ausgebombt und nach dem Krieg mit juristischen Tricks in der BRD um den letzten Rest ihres rechtmäßigen Besitzes gebracht.

Meinem Vater wurde als „Zonenflüchtling“ Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in der BRD sehr schnell und gründlich klar gemacht, dass in der Adenauer-Republik niemand auf „Unsere Brüder und Schwestern aus dem Osten“ gewartet hatte – im Gegenteil: Sie wurden ausgenutzt und sollten dafür auch noch Danke sagen. So viel noch mal zum auch damals schon besten Deutschland aller Zeiten (Steinlaus dixit).

Ich sage das nicht wegen des Mitleids oder um etwas zu relativieren. Natürlich ging es vielen Menschen wesentlich schlechter, und viele Menschen waren nach dem Krieg wesentlich toter als meine Vorfahren. Aber ich erwähne das, um zu illustrieren, warum ich der polit-medialen Kaste des besten Gagalandes aller Zeiten zutiefst misstraue, wenn sie aus ihren seit über hundert Jahren völlig zu Recht gefürchteten „besten“ Gründen zu neuen ideologiekriegerischen Abenteuern in Richtung Wirklichkeit aufbricht – egal ob nach Osten, Westen, Norden oder Süden.

Es ist dem polit-medialen Germany in den letzten drei Generationen zweimal gelungen, den Karren – natürlich aus den „besten“ Gründen – komplett in den Dreck zu fahren, mit Millionen Toten auf der ganzen Welt. Und gerade erleben wir angesichts der Ukraine-Solidarität zum dritten Mal etwas Ähnliches: Unter dem fanatisierten Kriegsjubel der restlos gleichgeschalteten Qualitätsjournaille sowie der Diktatur des Kommentariats in den geistigen Elendsvierteln wird zu einem weiteren nicht enden sollenden Stellvertreterkrieg der Werte-Nato getrommelt. Und wieder gegen Ru-Ru-Ru-Russland, als ob es nie ein Unternehmen Barbarossa gegeben hätte.

Wir hatten immer schon Krieg mit Eurasien (Orwell, „1984“)

Nur, dass parallel zum militärischen Abenteuer diesmal auch noch in Form diverser „Wenden“ (Energie, Verkehr, Landwirtschaft, um nur die wichtigsten zu nennen) jede Menge ökologisch-korrekte Gymnastikübungen vorgeturnt werden sollen, damit die Bevölkerung nicht auf dumme Gedanken kommt, zwei und zwei zusammenzählt und womöglich erkennt, was tatsächlich geschieht.

Auch beim Frosch im Kochtopf wird die Temperatur schließlich ganz allmählich hochgedreht. Jede vernünftige Aussicht auf ein Happy End ist inzwischen so gut wie unmöglich: Das Ganze kann nur noch in Tränen enden. Indes trat auch der Steckrübenwinter 1917 erst im dritten Kriegsjahr auf.

Die deutsche Ideologie will nicht allein allen anderen, sondern auch sich selbst das Leben möglichst schwer machen. Ihr fulminanter Todeswunsch ist die einzige Hoffnung, die den Opfern dieser politischen Völker- und Selbstmordsekte bleibt. Denn das Ganze hört normalerweise erst dann auf, wenn Krautland restlos besiegt am Boden liegt – wie zuletzt 1918 und 1945 geschehen. Vielleicht sollten die einstigen Sieger es nächstes Mal nicht zu einem weiteren Erneuerungszyklus kommen lassen, sondern Germany wieder in seine Einzelteile zerlegen – in möglichst viele Klein- und Kleinststaaten, im Interesse der übrigen Welt.

Deutsche Politik – das lehrt ein Blick in die Geschichte – hasst und verachtet nicht nur ganze Länder und Völker (Juden, Russen, Inselaffen – ungefähr in dieser Reihenfolge), sie hasst und verachtet vor allem auch sich selbst: Die Menschenfeindlichkeit der deutschen Ideologie macht vor der eigenen Nation nicht halt, denn den Hass aufs Gattungswesen versucht sie durch Selbsthass zu adeln.

Und wenn es in ihr eine Gerechtigkeit gibt, dann diese: Am Ende geht es allen gleichermaßen schlecht – natürlich abgesehen von den politisch Verantwortlichen. Von denen will es hinterher wie immer niemand gewesen sein.

Der Wahnsinn hat Methode

Seit über hundert Jahren verzockt die polit-mediale Teppichetage von Germany den mühsam und unter großen Opfern erarbeiteten, bescheidenen Wohlstand des Landes in riskanten geopolitischen Vabanque-Spielen, für die auch die beste Bunterepublik aller Zeiten einfach zwei Nummern zu klein ist.

Diese Mentalität, die zwischen weltpolitischem und heilsgeschichtlichem Wahn oszilliert, hat lediglich ihre Erscheinungsform gewechselt, aber sie ist so virulent wie ehedem. Der Wahn vom Platz an der Sonne und dem deutschen Wesen, an dem die Welt genesen soll, mutierte einst zur menschheitsgeschichtlich einmaligen Absicht, alles von der - vom damaligen Mainstream durchaus abgenickten - Ideologie für „minderwertig“ erklärte Leben zu vernichten.

Der linksalternative Nationalpopulismus, insbesondere die deutsche Ökopathie, hat ihren ideologischen Unter- oder Überbau freiwillig-unfreiwillig über die Zeiten gerettet, indem sie aus der Aufarbeitung des deutschen Faschismus nur das gelernt hat, was ihr in den Kram passt, um das heilsgeschichtliche Versprechen zur „Klimarettung“ zu verbrämen und das weltpolitische zur „Osterweiterung“ der Werte-Nato und Werte-EU.

Deshalb hört sie bei der faschistischen Wiederbetätigung inzwischen nur dann nicht das Gras wachsen, wenn sie ihr in den Dimensionen eines Reichsparteitags entgegenmarschiert.

Nimm das, Pu-Pu-Pu-Putin!

Wieder soll am deutschen Wesen die Welt genesen: Ein monströser Tsunami ökologisch-korrekter Maßhalteregeln soll nicht nur in Germany, sondern auch im Rest der Welt jede Aussicht auf menschenwürdige Entwicklung verhindern.

Die ehedem zuverlässige Energieversorgung von Haushalten und Industrie wird künstlich verknappt und somit verteuert, bis sie fast unmöglich erscheint. Und das nicht nur in Germany, sondern auch in Weltgegenden, die sich solchen Irrsinn noch viel weniger erlauben können: In Sri Lanka und Ghana türmen sich die neuen Leichenberge der deutschen Ideologie. Weitere werden ihnen folgen, denn aus Fehlern klug zu werden, ist im linksalternativen Nationalpopulismus nicht vorgesehen: Das Profitinteresse der Black Rock Diktatur (= BRD) hat sich mit der deutschen Ökopathie seine nützlichen Idiot*innen nach Maß herangezüchtet.

Beherrscht vom kriminellen Wahn, wir könnten das Weltklima „retten“, indem wir einen Bruchteil jenes einen Prozentes aller weltweiten CO2-Emissionen einsparen, die tatsächlich in Deutschland entstehen – während in China jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz geht – bringt sich das beste Gagaland aller Zeiten um die letzten Reste seines bescheidenen Wohlstands. Und versucht gleichzeitig, sich und anderen vorzumachen, es könne ohne Atomstrom existieren, weil es den inzwischen in sehr großem Umfang aus Frankreich importiert. Mit freundlicher Empfehlung der Berliner Hampel-Koalition entwickelt sich die beste Bunterepublik aller Zeiten auf das Niveau eines Schwellenlandes zurück – wie es sich für einen düpierten US-Vasallen gehört.

Derweil hat nicht nur Russland, sondern auch China in dreißig Jahren Marktwirtschaft mehr für die Menschheit erreicht als in drei Generationen Planwirtschaft. Dass seine Konkurrenz so erfolgreich ist, werden der linksalternative Nationalpopulismus und seine am besten gleichgeschaltete Rhetorik aller Zeiten den pragmatischen Regimen im Osten der eurasischen Landmasse niemals verzeihen.

Die Pointe von der Geschichte, die sich als Farce wiederholt, hat indes einen Haken: In der deutschen Ökopathie ist der Selbsthass so weit zum Hass aufs Gattungswesen generalisiert, dass die gesamte menschliche Existenz jenes (Zitat) „minderwertige Leben“ darstellt, das aus ihrer Sicht für immer vernichtet und ausgelöscht gehört.

Das Gattungswesen Mensch ist aus dieser Sicht ein Problem, das abgewickelt werden kann und muss – natürlich nicht man selbst, sondern immer nur jener andere Mensch. Zumindest vorläufig, denn früher oder später wird man auch auf dem Archipel Öko seine Kinder oder Omas fressen. Das ist unvermeidlich, wenn man menschliche Existenz auf eine Entsorgungsproblematik unter vielen reduziert, wie es der neue deutsche Totalitarismus noch immer nicht ohne Erfolg versucht.

Wir befinden uns – wie gesagt


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 06 September 2023

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