Erschreckende Zahlen zur sexuellen Gewalt gegen Kinder: Forderungen nach verbessertem Kinderschutz in Schulen

Erschreckende Zahlen zur sexuellen Gewalt gegen Kinder: Forderungen nach verbessertem Kinderschutz in Schulen


Schockierende Zahlen des Bundeskriminalamts offenbaren eine erschreckende Realität: Im Jahr 2022 waren knapp 17.200 Kinder unter 14 Jahren in Deutschland Opfer von sexueller Gewalt. Politiker und Institutionen fordern jetzt verstärkte Präventionsmaßnahmen und ein verpflichtendes Kinderschutzkonzept in Schulen.

Erschreckende Zahlen zur sexuellen Gewalt gegen Kinder: Forderungen nach verbessertem Kinderschutz in Schulen

Die Zahlen sind mehr als beunruhigend: Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Jahr 2022 in Deutschland fast 17.200 Kinder unter 14 Jahren als Opfer von sexueller Gewalt erfasst. In beinahe jedem siebten Fall waren die Missbrauchsopfer sogar jünger als sechs Jahre. Zusätzlich wurden 1.211 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren als Opfer sexueller Gewalt gezählt. Die Ermittlungen betrafen rund 15.500 Fälle, bei denen die Opfer jünger als 14 Jahre waren – eine Zahl, die auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Das BKA vermutet, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist.

Täter meist aus dem sozialen Umfeld der Opfer

Eines der erschreckenden Details dieser Statistik ist die Tatsache, dass in mehr als der Hälfte der Fälle Opfer und Täter miteinander verwandt oder befreundet waren. Dieses Detail legt nahe, dass die Gefahr für Kinder und Jugendliche oft aus dem eigenen sozialen Umfeld kommt und nicht nur von fremden Personen ausgeht.

Brennpunkt Nordrhein-Westfalen

Besonders in Nordrhein-Westfalen wurde ein erheblicher Anteil der Fälle verzeichnet. Etwa ein Viertel der Taten des Jahres 2022 stammen aus diesem Bundesland, in dem einige größere Missbrauchsfälle aufgedeckt wurden. Dies könnte jedoch auch mit intensiveren Ermittlungen in der Region zusammenhängen.

Forderungen nach besserem Kinderschutz

Die alarmierenden Zahlen haben auch auf politischer Ebene für Entsetzen gesorgt. Michael Wäschenbach, Kinderschutzpolitiker der CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz, fordert ein verpflichtendes Kinderschutzkonzept für Schulen. Dieses soll Maßnahmen zur Prävention und zum Eingreifen in Missbrauchsfällen entwickeln und fest im Schulgesetz verankert sein.

Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) betonte: „Das Bundeslagebild zeigt deutlich das entsetzliche Ausmaß von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Wir müssen alle Mittel des Rechtsstaats nutzen und optimieren, um junge Menschen besser zu schützen. Kein Täter darf sich sicher fühlen, kein Opfer ohne Hilfe bleiben.“

Die verstörenden Statistiken sollten ein dringender Anstoß sein, um umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Art der Gewalt zu entwickeln. Ein effektiver Kinderschutz muss sowohl auf gesetzlicher als auch auf praktischer Ebene verstärkt werden. Nur so kann die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gewährleistet werden.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Dienstag, 31 Oktober 2023

Waren diese Infos wertvoll für Sie?

Sie können uns Danke sagen. Geben Sie einen beliebigen Betrag zurück und zeigen Sie damit, wie viel Ihnen der Inhalt wert ist.




empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion

Folgen Sie und auf: