Gezielte Desinformationskampagnen stützen Hamas im digitalen Krieg gegen Israel

Gezielte Desinformationskampagnen stützen Hamas im digitalen Krieg gegen Israel


Russland, China und der Iran auf dem Online-Schlachtfeld die Hamas unterstützen. Mit gefälschten Accounts und Bots wird der digitale Kampf gegen Israel intensiviert.

Gezielte Desinformationskampagnen stützen Hamas im digitalen Krieg gegen Israel

Die globale Bühne des digitalen Kriegsführens erlebt eine erschreckende Eskalation. Die New York Times legt offen, wie drei der einflussreichsten Staaten auf der geopolitischen Ebene, nämlich Russland, China und der Iran, ihre Ressourcen bündeln, um eine Terrororganisation, die Hamas, im Cyberkrieg gegen Israel zu unterstützen. Diese Unterstützung folgt auf das entsetzliche Ereignis am 7. Oktober, bei dem über 1.400 Israelis ihr Leben ließen – ein Massaker, das in seiner Grausamkeit seit dem Holocaust beispiellos ist.

Die Strategie ist klar: Staatliche Medien dieser Länder verbreiten gezielt das Narrativ der Hamas und verstärken ihre Botschaften, indem sie Israel für die Verteidigungsmaßnahmen nach dem Massaker kritisieren. Soziale Medien werden dabei als mächtiges Werkzeug genutzt, um weltweit Stimmung gegen Israel zu machen. Russland und der Iran treten hier besonders hervor – sie haben nicht nur eine historische Feindschaft gegenüber Israel, sondern sehen in dem Konflikt auch eine Gelegenheit, die westlichen Gegenspieler, vor allem die USA, strategisch zu schwächen.

Die Methoden sind vielfältig und reichen von der Verbreitung falscher Informationen bis hin zum Aufstacheln von Hass und Antisemitismus. So behauptete etwa der russische Sender RT fälschlicherweise, Israel sei für einen Anschlag auf ein Krankenhaus im Gazastreifen verantwortlich, obwohl klar belegt wurde, dass die Explosion auf eine Fehlzündung der Rakete des Islamischen Dschihads zurückging.

Die Verbreitung dieser Falschmeldungen geschieht nicht zufällig, sondern ist das Resultat einer umfassenden Desinformationskampagne, die auf den Erkenntnissen von Social-Media-Analysefirmen wie Cyabra basiert. Rafi Mendelsohn von Cyabra unterstreicht das beispiellose Ausmaß dieser Kampagne, deren Wirkung auf Millionen von Menschen nicht zu unterschätzen sei.

Besonders alarmierend ist der Missbrauch der Plattform TikTok, die vorrangig von jüngeren Menschen genutzt wird, um Pro-Hamas-Inhalte zu streuen. Die jüngere Generation scheint damit anfälliger für die Propaganda zu sein, was langfristige Auswirkungen auf die öffentliche Meinung haben könnte.

Die Ausmaße dieser Online-Manipulation sind enorm: Bis zu einem Viertel aller Accounts, die unmittelbar nach dem Massaker Inhalte zum Konflikt veröffentlichten, sollen gefälscht oder durch Bots betrieben worden sein. Das verdeutlicht, wie virtuelle Räume als Schlachtfelder genutzt werden, um politische Auseinandersetzungen zu führen und Meinungen zu steuern.

Diese Erkenntnisse werfen drängende Fragen auf: Wie können Demokratien sich gegen solche Manipulationen wappnen? Welche Verantwortung tragen Social-Media-Plattformen? Und nicht zuletzt: Wie können wir die Wahrheit schützen, wenn Lügen so lautstark verbreitet werden?


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=120781303


Sonntag, 05 November 2023

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