Krise im Wohnungsbau: Bauunternehmer Warnen vor Massiven Arbeitsplatzverlusten und Rückgang der Baugenehmigungen

Krise im Wohnungsbau: Bauunternehmer Warnen vor Massiven Arbeitsplatzverlusten und Rückgang der Baugenehmigungen


Die deutsche Bauindustrie steht vor einer ernsthaften Krise, mit einem drastischen Rückgang der Baugenehmigungen und der drohenden Gefahr von 300.000 Arbeitsplatzverlusten bis 2025.

Krise im Wohnungsbau: Bauunternehmer Warnen vor Massiven Arbeitsplatzverlusten und Rückgang der Baugenehmigungen

Die deutsche Bauindustrie schlägt Alarm: Ein signifikanter Rückgang in den Baugenehmigungen für Wohnungen und eine düstere Prognose für die Arbeitsmarktstabilität stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Branche und die deutsche Wirtschaft dar. Von Januar bis August 2023 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der Baugenehmigungen für Wohnungen um 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser alarmierende Trend, festgestellt vom renommierten ifo Institut in München, spiegelt einen akuten Auftragsmangel wider, von dem mittlerweile jedes zweite Bauunternehmen betroffen ist.

Bundesbauministerin Klara Geywitz hatte das Ziel gesetzt, 400.000 neue Wohnungen zu bauen, doch die Realität sieht anders aus: Die Bauwirtschaft geht davon aus, dass dieses Jahr nur etwa 250.000 Wohnungen fertiggestellt werden. Angesichts dieser Diskrepanz zwischen Ziel und Wirklichkeit fordern führende Köpfe der Bauindustrie, wie Jan Buck-Emden, Leiter des deutschen Baustofflieferanten Hagebau, und Raimund Heinl, Vorstandsvorsitzender des Baustoffunternehmens Saint-Gobain für Deutschland und Österreich, dringende Maßnahmen.

Die Forderungen sind konkret: Buck-Emden plädiert für einen Wohnbau-Rettungspakt, der auf der Ministerpräsidenten-Konferenz im Dezember beschlossen werden soll, und schlägt eine Sonderabschreibung von 50 Prozent auf Baukosten für private Bauherren ab 2024 sowie die Aussetzung der Grunderwerbssteuer durch die Länder für fünf Jahre vor. Heinl warnt vor den langfristigen Folgen eines anhaltenden Rückgangs der Bautätigkeit, darunter der Verlust von bis zu 300.000 Arbeitsplätzen bis 2025 und ein Anstieg der Mieten aufgrund des Wohnungsmangels. Er fordert klare staatliche Anreize, um diese negativen Entwicklungen zu verhindern.

Diese Situation im Wohnungsbau unterstreicht die Dringlichkeit, sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene, Lösungen zu finden, um die Krise abzuwenden. Es geht dabei nicht nur um die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen, sondern auch darum, die Grundlage für langfristige Stabilität und Wachstum in der Bauindustrie zu schaffen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Freitag, 17 November 2023

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