Erneuter Bahnstreik sorgt für massive Zugausfälle und Kritik im Vorweihnachtsverkehr

Erneuter Bahnstreik sorgt für massive Zugausfälle und Kritik im Vorweihnachtsverkehr


Inmitten der Vorweihnachtszeit hat die Gewerkschaft GDL einen erneuten Streik im Bahnverkehr angekündigt, der zu weitreichenden Ausfällen führen wird. Dieser Schritt stößt auf scharfe Kritik bei der Deutschen Bahn und Fahrgastverbänden.

Erneuter Bahnstreik sorgt für massive Zugausfälle und Kritik im Vorweihnachtsverkehr

Die Lokführergewerkschaft GDL hat inmitten der Vorweihnachtszeit zu einem umfassenden Streik aufgerufen, der ab heute Abend beginnt und bis Freitagabend andauern soll. Dieser Schritt folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn, wobei die Forderungen der Gewerkschaft nach Arbeitszeitverkürzungen für Schichtarbeiter und Lohnerhöhungen im Mittelpunkt stehen.

Ab 22 Uhr heute Abend werden Fahrgäste bundesweit mit Tausenden von Zugausfällen konfrontiert. Dies betrifft sowohl den Fern- als auch den Regionalverkehr, einschließlich der S-Bahnen in Berlin und Hamburg. Neben der Deutschen Bahn sind auch Regionalzug-Betreiber wie Transdev, AKN Eisenbahn und die City-Bahn Chemnitz vom Streik betroffen.

Die Gewerkschaft begründet den Streik mit der Weigerung der Bahn, in zentralen Punkten Verhandlungsspielraum zu zeigen. GDL-Chef Claus Weselsky kritisierte, dass die Arbeitgeberseite nicht bereit sei, den Beschäftigten die erforderliche Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit zu zeigen. Die Deutsche Bahn wiederum bezeichnete den Streik als "verantwortungslos und egoistisch" und betonte, dass er Millionen Unbeteiligte belastet, insbesondere angesichts des bevorstehenden zweiten Adventswochenendes und dem anstehenden Fahrplanwechsel.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die kurzfristige Ankündigung des Streiks, die es den Reisenden erschwert, sich darauf einzustellen und alternative Reisepläne zu machen. GDL erklärte jedoch, dass dies der letzte Streik für dieses Jahr sein wird, und keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen bis zum 7. Januar geplant sind. In der Zwischenzeit wird eine Urabstimmung über einen möglicherweise unbefristeten Ausstand durchgeführt.

Die Verhandlungen für den öffentlichen Dienst, an denen die GDL als Mitglied des Beamtenbundes (dbb) teilnimmt, sind ebenfalls von diesen Ereignissen betroffen. Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach äußerte Bedenken, dass Streiks die Verhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder beeinträchtigen könnten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Donnerstag, 07 Dezember 2023

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