Dramatische Medikamentenengpässe in Deutschland!

Dramatische Medikamentenengpässe in Deutschland!


Die aktuellen Infektionswellen führen zu einem beunruhigenden Mangel an wichtigen Arzneimitteln. Apotheken stehen vor ernsthaften Herausforderungen, während die Nachfrage nach Antibiotika und Asthmamedikamenten rapide steigt.

Dramatische Medikamentenengpässe in Deutschland!

Deutschland befindet sich in einem pharmazeutischen Notstand! Die neuesten Infektionswellen haben zu einem beispiellosen Engpass bei lebenswichtigen Medikamenten geführt. Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, schlägt Alarm und warnt vor einer sich zuspitzenden Krise. In einem Interview mit der "Rheinischen Post" offenbarte er, dass die erhöhte Nachfrage zu immer mehr Engpässen bei Antibiotika wie Penicillin, Amoxicillin und besonders beim Antibiotikum Azithromycin führt.

Die Situation verschärft sich weiter durch Komplikationen, die aus den vielen Infektionen resultieren und mit Antibiotika behandelt werden müssen. Als wäre das nicht genug, ist auch das Asthmamedikament Salbutamol von einem ernsthaften Versorgungsengpass betroffen. "Die Lage beim Asthma-Mittel ist ernst", betont Preis.

In einem dramatischen Schritt hat das Bundesministerium für Gesundheit offiziell den Versorgungsmangel für Salbutamol-haltige Arzneimittel zur Inhalation bekannt gegeben. Diese Maßnahme ermöglicht den Einsatz von Medikamenten aus dem Ausland in Deutschland, um die Behandlung der Patienten sicherzustellen. Doch dies bringt neue Herausforderungen mit sich: "Patienten müssen sich jetzt auf Arzneimittel einstellen, die fremdsprachige Aufmachungen und Beipackzettel haben", erklärt Preis. Dies führt zu einem enormen Erklärungsbedarf in den Apotheken und birgt Risiken für die Arzneimitteltherapiesicherheit.

Preis warnt eindringlich vor den Konsequenzen: "Dadurch, dass Medikamente mit nicht-regelkonformen Beipackzetteln ausgehändigt werden müssen, sehen wir ohne eine intensive Beratung die Arzneimitteltherapiesicherheit erheblich gefährdet." Er fügt hinzu, dass diese zusätzliche Arbeit in den Apotheken dringend vergütet werden muss, da immer mehr Apotheken wirtschaftlich gefährdet sind.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Donnerstag, 04 Januar 2024

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