Jenseits von Schlüttsiel

Jenseits von Schlüttsiel


Die Anti-Bauern-Hetze der linksalternativ gleichgeschalteten Einheitsmeinung ist ein weiteres Beispiel für die Absicht der polit-medialen Kaste, die Bevölkerung zu manipulieren.

Jenseits von Schlüttsiel

Von Ramiro Fulano

Wie aus einem Mund schallte es nach dem Gesprächsangebot der dialogbereiten Landwirte die wüstesten Beschimpfungen und hemmungslosesten Beleidigungen: Demokratiefeindlichkeit, Grenzüberschreitung, Kartoffelmob – man hätte denken können, in Deutschland wäre ein Regierungsumsturz geschehen, als sich der Bundesmärchenonkel gezwungen sah, seinen Neujahrsurlaub um einen weiteren Tag zu verlängern.

Mit manischer Besessenheit bliesen die üblichen Verdächtigen ein Ereignis zu etwas auf, das es nicht war. Nicht mal annähernd. Es gab in Schlüttsiel ein Gesprächsangebot an Robert Habeck, das nach allen Regeln des passiven Widerstands und zivilen Ungehorsams vorgebracht wurde – absolut friedlich, heißt es im amtlichen Polizeibericht. Gandhi hätte stolz sein können.

Aber weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sprang die gesamte veröffentlichte Einheitsmeinung auf den fahrenden Zug und betrieb das, was die Rheinländer „aus einem Furz einen Fackelzug machen“ nennen.

Ganz vorne mit von der Partie wie immer der Staatsfunk: Trecker fahren mache dumm, schrieb ein ARD-Chefredakteur a.D. auf „X“ (Ex-Twitter). Kann sein, dass er aus seiner eigenen Erfahrung sprach. Aber Chefredakteur a.D. zu sein, macht offensichtlich arrogant. Und Arroganz ist eigentlich immer ein klinisches Zeichen tiefsitzender Persönlichkeitsstörungen.

Und der bis dato recht beliebte Moderator von Quatsch- und Quassel-Sendungen, Michael „Micky“ Beisenherz, wurde sogar ganz besonders kreativ, so sehr fühlte er sich von den gesprächsbereiten Agronomen auf den Schlips getreten: „Kartoffelmob“ – erster Kandidat für das Unwort des Jahres 2024.

Nicht schlecht für einen gelernten Klempnersohn, der sich sozial arriviert wähnt und nun die Leiter des sozialen Aufstiegs von oben wegtreten möchte. Ohne zu bemerken, dass auch er in einer Gas-Wasser-Scheiße-Branche arbeitet.

Leutselig handzahm gab sich die ARD und stimmte die Mitleidsnummer an: Wie gemein, mit unserem Bundesminister so umzugehen! Der arme, arme Robert! Bei ihrer Sinfonie Pathétique vergaß die Tagesschau, dass Robert Habeck nicht besonders mitleidserregend wirkte, als im Sommer sein Heizgesetz durchgepeitscht wurde, obwohl gerade erst die Graichen-Blase geplatzt war. Und überhaupt: Wem es in der Küche zu heiß wird, der soll nicht am Herd stehen.

Die dialogbereiten Landwirte haben das mediale Establishment des besten Gagalandes aller Zeiten offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischt. Und das wiegt für die berufsmäßigen Narzissten und Egomanen der linksalternativen Hofberichterstattung wesentlich schwerer, als der kleine Sieg der Agronomen, Robert Habeck wieder zurück nach Hallig Hooge tuckern zu sehen.

Das werden die gekränkten Egos den Landwirten niemals verzeihen: Dass sie öffentlich vorgeführt wurden und sich angesichts ihrer hysterischen, maßlosen und unflätigen Reaktionen als das zu erkennen gaben, was sie letztlich sind: autoritäre Arschlöcher mit einem übertriebenen Geltungsdrang, der in keinem angemessenen Verhältnis zu ihren Meriten steht.

Geschenkt, dass die derzeit leider noch immer tonangebenden sozialen Milieus vor gar nicht allzu langer Zeit grölend um die Häuser zogen, idiotische Parolen brüllten und zu gewaltsamen Übergriffen auf Polizeibeamte – und zu politischer Gewalt insgesamt – ein ebenso selbstgefälliges wie nachsichtiges, billigendes, wenn nicht sogar förderndes Verhältnis hatten.

Aber „Mach kaputt, was dich kaputt macht!“ klang anscheinend ganz anders, als man noch nicht selbst an den Schaltstellen saß, von denen aus dieses Land zerstört werden soll.

Galionsfigur der Szene: Joschka „Dachlatte“ Fischer, der einst mit dem Kantholz auf die Polizei losging und später für ARD und ZDF den Elder Statesman mimte. Ein Säulenheiliger, wie er im Buche steht: Sankt Joschka der doppelten Maßstäbe. Aber wenn sie nicht mit zweierlei Maß mäße, hätte diese zweckdienlich politisierte, linksalternative „Zivilgesellschaft“ gar kein Maß.

Wenn bei den regierungstreuen Pseudo-Protesten der (hoffentlich) Letzten Generation Menschen zu Schaden kommen oder sterben, weil Rettungsdienste am Einsatz gehindert werden, wird das von der polit-medialen Kaste des besten Gagalandes aller Zeiten billigend in Kauf genommen und vornehm weggelächelt: die lieben Kleinen!

Aber wenn dem armen, armen Robert mitgeteilt wird, wie seine Politik bei den von ihr Betroffenen ankommt, dann wird Schwarze Pädagogik gemacht und das Volk für undankbar erklärt. Dann wird es mit Liebesentzug bestraft, denn es hat diese schöne Politik nicht verdient. Derartige rhetorische Repression beweist, dass sich am Autoritarismus der letzten 150 Jahre in Krautland nicht viel geändert hat – Heinrich Manns „Untertan“ käme heute aus dem linksalternativen Milieu.

Die Blamage für das Establishment besteht also nicht zuletzt darin, von Leuten – „Bauern“, „Pöbel“, „Mob“, „Pack“ – vorgeführt worden zu sein, die man leidenschaftlich verachtet. Obwohl man jenseits von Schlüttsiel – in den derzeit angesagten Vierteln der Innenstädte – wahrscheinlich nicht weiß, aber zumindest ahnt, dass man und frau jederlei Geschlechts dort von den Landwirten abhängig ist.

Ein Land ohne Landwirtschaft ist nicht möglich. Ein Land ohne rotz-grüne Politik durchaus. Denn von Paragraphen kann keiner satt werden. Und das trifft die egomanischen Psychopathen aus der polit-medialen Kaste zutiefst.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 07 Januar 2024

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