»Correctiv« und der US-iranische Milliardär Pierre Omidyar

»Correctiv« und der US-iranische Milliardär Pierre Omidyar


Seit dem »Correctiv«-Artikel am 10.1.2024 zum angeblichen »Geheimtreff« von Potsdam, auf den eine landesweite Welle von Demos »gegen rechts« aus dem Umfeld der NGO »Campact« und der »Zivilgesellschaft« folgte, wird immer deutlicher, dass in Deutschland ein Netzwerk aus »Nicht«-Regierungsorganisationen aktiv ist, das im Sinne westlicher Regierungen und Geheimdienste »Desinformation bekämpft« und Politik macht.

»Correctiv« und der US-iranische Milliardär Pierre Omidyar

Im Gespräch mit Tucker Carlson erklärte der ehemalige Trump-Cybersicherheitsexperte Mike Benz, wie die Geheimdienste seit 2016 zusammen mit einem steuerfinanzierten NGO-Netzwerk sogenannte »Desinformation« zensieren, die dem westlichen Sicherheitsapparat gefährlich werden könnte (Freie Welt berichtete).

Dabei zeigt sich: Der größte Unterstützer der »Faktenchecker« von »Correctiv« Pierre Omidyar hat enge Verbindungen zum US-Geheimdienstapparat, und benutzt seine »Nicht«-Regierungsorganisationen, um Regierungen zu stürzen und Länder zu destabilisieren. Seit seinem Rücktritt vom eBay-Vorstand 2020 macht Omidyar scheinbar nichts anderes, als im Auftrag der US-Geheimdienste wie 2016 und 2022 auf den Philippinen in Wahlen zu intervenieren. In der Gründerszene in Silicon Valley tritt der Milliardär nicht mehr in Erscheinung.

»Correctiv« war schon vor dem Potsdamer »Geheimtreff« mit geheimdienstähnlichen Methoden aufgefallen. Der »Aktionskünstler« Jean Peters, der für »Correctiv« und Jan Böhmermann arbeitet, war auf unklare Weise am Sturz der österreichischen Regierung 2019 beteiligt, half mutmaßlich mit, den »Ibiza-Detektiv« Julian Hessenthaler fast zwei Jahre lang in Berlin zu verstecken und interviewte den verurteilten Drogenhändler Hessenthaler für »Correctiv«.

»Correctiv«-Chef David Schraven produzierte 2019 mit dem russischen Oppositionellen Alexei Nawalny die Dokumentation »Ein Palast für Putin«, so die Sächsische Zeitung, mit dem im Januar 2020 eine US- und EU-gestützte »Farbrevolution« gegen das Regime in Moskau angestoßen werden sollte. Der russische Präsident Wladimir Putin ließ die Proteste brutal niederschlagen und Nawalny einsperren, der am 16.2.2024 in russischer Haft starb.

2021 listete das »Strategic Communications Centre of Excellence« der NATO »Correctiv« zusammen mit »dpa Faktencheck«, dem Corona-Wahrheitswächter »Trusted News Initiative« (TNI) der BBC und ARD, »First Draft« der ehemaligen CIA-Agentin Renee di Resta und dem EU-NATO finanzierten »EU Disinfo Lab« in ihrem »Handbuch für Desinformation«.

Letzte Woche wurde bekannt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen »Correctiv« und dem anonym auftretenden Recherchenetzwerk »Policy Network Analytics« besteht, das am 7.10.2022 den Präsidenten des »Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie« (BSI) Arne Schönbohm wohl zu unrecht dubioser »Russlandkontakte« beschuldigte. Jan Böhmermann, der am 6.4. und 23.5.2022 Kontakt zur Staatssekretärin im Innenministerium Juliane Seifert gehabt hatte, übernahm diese Rufmordattacke von »Policy Network Analytics«, Schönbohm verlor seinen Job.

Es ist vielleicht kein Zufall, dass die offiziellen Facebook-Faktenchecker »Correctiv« und ihr Umfeld immer wieder mit solchen Stasi-artigen Methoden auffallen. Denn der größte Geldgeber von  »Correctiv«, Pierre Omidyar, hat seit 2014 enge Verbindungen zum US-Geheimdienstapparat, und setzt sich weltweit dafür ein, im Sinne Washingtons die »Demokratie« vor »Desinformation« zu schützen – sprich vor dem Volk.

2018 löste der iranischstämmige Internetmilliardär Omidyar die SPD-nahe Brost-Stiftung (RND, WAZ-Gruppe) als größter Geldgeber für »Correctiv« ab. Seit 2018 finanzierte Omidyar  »Correctiv« laut Webseite mit 2.807.457,95 €, neben 2,5 Mio. € an Steuergeldern seit 2014, darunter  1,2 Mio. € aus dem Bundeshaushalt.  

Pierre Omidyar wurde 1967 in Paris als Sohn iranischer Flüchtlinge geboren und begann nach dem Studium in Berkeley 1988 für Apple Computer zu arbeiten, bevor er 1995 eBay gründete. Forbes Magazine nannte Omidyar 2023 mit einem geschätzten Nettovermögen von 8,7 Mrd. $ den 245st-reichsten Menschen der Welt.

Seit Gründung 2004 hat das Omidyar Network über 1 Mrd. $ gespendet. Bereits zum Maidan 2014 finanzierte Omidyar Oppositionsgruppen in der Ukraine zusammen mit der »National Endowment for Democracy« (NED) und der »US Agency for International Development« (USAID), den verlängerten Armen der CIA und des US-Außenministeriums.

»NED und USAID spendeten zusammen mit eBay-Gründer Pierre Omidyar Hunderttausende Dollar an ukrainische Organisationen, die sich für Reformen im europäischen Stil einsetzen,« so der Guardian. Omidyar finanzierte u.a. den oppositionellen TV-Sender Hromadske.TV zusammen mit Open Society, der US-Botschaft, der Deutschen und der Niederländischen Botschaft in Kiew sowie die Europäische Kommission in der Ukraine, so Forbes. Seit 1991 investierte die US-Regierung zusammen mit »zivilgesellschaftlichen NGOs« aus dem Umfeld der Open Society und von Omidyar 5 Milliarden $ in die ukrainische Opposition, so die kürzlich zurückgetretene US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland 2014.

Omidyar gründete 2013 die Medienfirma First Look Media und 2014 die Plattform The Intercept, u.a. mit dem Investigativjournalisten Glenn Greenwald, der die Enthüllungen von Eduard Snowden publiziert hatte. Greenwald verließ 2020 den Intercept aufgrund ihrer Weigerung, über die Enthüllungen des Hunter-Biden-Laptops zu berichten.

Die ehemalige Obama-UNO-Botschafterin und jetzige USAID-Chefin Samantha Power würdigte Pierre Omidyar und seine Frau Pam am 6.11.2013 als Menschen, die »mit Bill und Melinda Gates, Warren Buffet und anderen« als politische Großspender in George Soros‘ Fußstapfen treten. Im Gegensatz zu Soros hält sich Omidyar jedoch lieber im Hintergrund.

Laut Max Blumenthal und Alexander Rubenstein von The Grayzone lebt Omidyar in einem versteckten »Safe House« in der Wildnis des amerikanischen Westens und interagiert mit Geschäftspartnern per Virtual Reality. Das Schweigen, das die Medien über Omidyar ausbreiteten, sei ein Beweis dafür, wie viel Geld er in diese Medien gesteckt habe, so Rubenstein und Blumenthal.

Omidyar habe auf der ganzen Welt Medien und ein »globales Kartell selbsternannter Faktenprüfer« finanziert, die entscheiden, welche Nachrichten legitim und welche »Fake News« seien (Übersichtsgrafik hier). Er gründete 2017 zusammen mit George Soros‘ Open Society Foundations, Google, der Bill and Melinda Gates Foundation und der National Endowment for Democracy das »International Fact Checking Network« zu dem auch »Correctiv« gehört.

2017 finanzierte Omidyar die private Cybersicherheitsfirma New Knowledge, geleitet von ehemaligen Obama-Geheimdienstlern und »Russiagate«-Verschwörern Jonathon Morgan, Ryan Fox und Renee DiResta, eine der Schlüsselfiguren des heutigen Zensurkomplexes. New Knowledge behauptete, gegen »russische Desinformation« zu kämpfen, wurde aber dann überführt, im Senatswahlkampf in Alabama 2017 selbst »russische« Botnetzerke geschaffen zu haben, um den Trump-nahen Kandidaten Richter Roy Moore zu diskreditieren.

Omidyar unterstützte seit 2018 den »Global Disinformation Index« (GDI) mit 1,45 Mio. €, das eine »Schwarze Liste« von angeblichen »Fake-News-Webseiten« führt und Werbetreibende weltweit unter Druck setzt, dort nicht mehr Werbung zu schalten. GDI weigerte sich auf Anfrage des Washington Examiner, diese »Schwarze Liste« von 2000 Webseiten preiszugeben, veröffentlichte aber eine Liste der »10 riskantesten Nachrichtenseiten«, die alle konservativ waren: Die New York Post (die den Skandal um Hunter Bidens Laptop veröffentlichte und dafür kurz vor der US-Wahl zensiert wurde), Reason, RealClearPolitics, Daily Wire, The Blaze, One America News (OANN), The American Conservative, The Federalist, Newsmax, und The Spectator.   

Die »10 zuverlässigsten Nachrichtenseiten« waren – bis auf das Wall Street Journal - alle links, darunter das inzwischen insolvente BuzzFeed, das 2017 die »Pipigate« Akte des Clinton-Detektivs Christopher Steele veröffentlichte, um Donald Trump als »russischen Agenten« zu diffamieren.   

Der »Global Disinformation Index« wurde in London vom »Global Engagement Center« des US-Außenministeriums gegründet und mit 330.000 $ von der US-Regierung finanziert, darunter 230.000 $ von der »National Endowment for Democracy«. Da es US-Behörden verboten ist, im Inland Amerikaner zu zensieren, ist der Umweg über London und die befreundeten Dienste dort ein beliebter Winkelzug, um das Zensurverbot der US-Verfassung zu umgehen.

Der Obama-nahe Großspender Omidyar finanzierte auch Republikaner wie den Vordenker der US-Neokonservativen Bill Kristol, der mit dem Ehemann der US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland Robert Kagan 1997 das Thinktank »Project for a New American Century« gründete. Omidyar finanzierte Kristols Zeitschrift The Weekly Standard, in dem Kagan auch veröffentlichte, und den Online-Nachfolger The Bulwark.

Laut Grayzone finanzierte Omidyar auch Bill Kristols »Lieblingsprojekt«, die »Alliance for Securing Democracy« des »German Marshall Fund«, zu dessen Aufsichtsrat US-Geheimdienst-Veteranen wie der ehemalige Heimatschutzminister Mike Chertoff, der ehemalige CIA-Chef Michael Morrell, der ehemalige Russland-Botschafter Mike McFaul, der ehemalige Cybersicherheitschef des US-Kongresses Mike Rogers, der ehemalige NATO-Chef Admiral Jim Stavridis und der jetzige Nationale Sicherheitsdirektor Jake Sullivan gehören.

Die »Alliance for Securing Democracy« wurde 2017 ausdrücklich mit Verweis auf die anstehende deutsche Bundestagswahl gegründet, die man vor »russischer Einflussnahme« und »Desinformation« schützen müsse. Jonathon Morgan und Ryan Fox von »New Kowledge« entwarfen für die »Alliance for Securing Democracy« das »Dashboard« (Armaturenbrett) Hamilton68 um »russische Desinformation« zu tracken.

Laut den Twitter-Leaks war Hamilton68 selbst oft die einzige Quelle für Behauptungen, »russische Bots« und »russische Trollfarmen« würden die sozialen Medien infiltrieren und beeinflussen. Laut dem Twitter-Files-Journalisten Matt Taibbi wurden diese Konten gar nicht von Menschen gesichtet und ausgewertet, sondern durch einen Algorithmus ausgesucht, nur weil sie konservative oder »rechte« Inhalte zum Thema hatten. Das heißt, dass in Deutschland und USA automatisch »rechte« Inhalte als »russische Desinformation« zensiert und gefiltert wurden, mit Finanzierung von Omidyar, der USA, der Bundesregierung und der EU.

Die »Alliance for Securing Democracy« unterhielt ein »2021 German Elections Dashboard«, um die Internetfirmen vor angeblicher »russischer Desinformation« in Zusammenhang mit der Bundestagswahl 2021 zu warnen, vor allem in Bezug auf die AfD.

2017 unterstütze Omidyar auch die »Open Knowledge Foundation Germany« mit 1,3 Mio. $ des Soros-Aktivisten Arne Semsrott (FragDenStaat). Open Knowledge finanzierte mit dem Bundesforschungsministerium (616.000 €) den »Hassreden-Tracker« des ehemaligen Twitter-Mitarbeiters Travis Brown, der u.a. zum Doxxen der beliebten konservativen Twitter-Nutzerin Chaya Raichik (»Libs of Tiktok«) beigetragen hat (Freie Welt berichtete).

2017 investierte Omidyar 100 Mio. $ in Medien weltweit, darunter 4,5 Mio $ in das »International Consortium of Investigative Journalists« (ICIJ), das zusammen mit den damaligen SZ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederick Obermaier die sogenannten Panama Papers und Paradise Papers veröffentlicht hatte. Omidyar finanziert außerdem mit seinem »Democracy Fund« das »Center for Public Integrity«, das das ICIJ ins Leben gerufen hat.

ICIJ-Mitglieder Obermayer und Obermaier waren 2019 für die Veröffentlichung des manipulativ geschnitten »Ibiza-Videos« verantwortlich, das den damaligen österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu Fall brachte, indem sie alle entlastenden Aussagen Straches wegschnitten (»Des spielt’s net. …Ich will nicht angreifbar sein. Ich will ruhig schlafen. Ich will in der Früh aufstehen und sagen: Ich bin sauber. No way, mach ich nicht. Und bei mir nur gerade Geschichten, ganz gerade Geschichten.«)

Womit wir wieder bei »Correctiv« und Jean Peters wären.

 

Grafik: Das Omidyar-Netzwerk in USA (ohne Europa)



Collin McMahon ist Autor von »George Soros‘ Krieg« und »Der Zensurkomplex«.

 

 


Autor: Freie Welt
Bild Quelle: JD Lasica from Pleasanton, CA, US, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 17 März 2024

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