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Wir importieren afghanische Kriminalität

Wir importieren afghanische Kriminalität


Was wäre wohl das Schicksal eines Afghanen, der in seinem Heimatland wegen Mordes angeklagt ist? Und wie fühlt sich ein Afghane, der von deutschen Gerichten zu einer milden Strafe verurteilt wird? Die Alltagskriminalität in Afghanistan ist geprägt von hoher Gewaltbereitschaft und vielfältigen kulturellen Praktiken. Importieren wir auch diese Lebensweise? Es scheint so zu sein.

Wir importieren afghanische Kriminalität

Von Meinrad Müller

 

Im Jahr 2023 wurden in Afghanistan (40 Mio. Einwohner) über 1.500 Tötungsdelikte registriert, wobei Messerattacken eine signifikante Tatbegehungsweise darstellen. Diese Verbrechen konzentrieren sich vor allem auf urbane Gebiete wie Kabul und Herat, wo bewaffnete Gruppen häufig das Gesetz in die Hand nehmen.

Vergewaltigung und sexuelle Nötigung

Sexuelle Gewalt ist nach wie vor ein gravierendes Problem. Nach Berichten von UNAMA und anderen Organisationen wurden im Jahr 2023 mehr als 1.000 Vergewaltigungen dokumentiert. Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet, und viele Vorfälle werden aufgrund von Stigmatisierung und mangelndem Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden nicht angezeigt.

 

Scharia-Justiz

Die Bestrafung der Täter ist sehr unterschiedlich und hängt oft von der sozialen Stellung des Opfers und des Täters ab. Verbrechen gegen Frauen und Angehörige religiöser Minderheiten werden oft milder bestraft. Die Taliban haben Scharia-Gesetze eingeführt, die für bestimmte Verbrechen harte Strafen vorsehen, deren Anwendung jedoch uneinheitlich ist und von regionalen Machtverhältnissen abhängt.

Raub und Körperverletzung

Raub und Körperverletzung sind weit verbreitet. Im Jahr 2023 wurden mehr als 4.000 Fälle von Raubüberfällen registriert, bei denen häufig erhebliche Gewalt angewendet wurde. Körperverletzungen durch bewaffnete Überfälle sind häufig, insbesondere in Regionen mit schwacher staatlicher Präsenz.

Beispiele für Scharia-Strafen in Afghanistan

1. Diebstahl:

  • Strafe: Amputation der Hand.
  • Details: Diese Strafe basiert auf der klassischen islamischen

    Rechtslehre, die besagt, dass die rechte Hand eines Diebes abgehackt werden soll, wenn der Diebstahl unter bestimmten Bedingungen begangen wird (z.B. der Wert des gestohlenen Gutes überschreitet eine bestimmte Grenze, der Diebstahl wurde aus freien Stücken und nicht aus Not begangen)

    2. Ehebruch:

  • Strafe: Steinigung (Rajm) oder Auspeitschung.
  • Details: Verheiratete Personen, die des Ehebruchs für schuldig

    befunden werden, können zu Tode gesteinigt werden. Unverheiratete Personen können mit 100 Peitschenhieben bestraft werden. Diese Strafen müssen nach strengen Beweisregeln verhängt werden, wobei üblicherweise vier männliche Zeugen oder ein Geständnis erforderlich.

    3. Alkoholgenuss:

  • Strafe: 80 Peitschenhiebe.
  • Details: Der Konsum von Alkohol ist im Islam streng verboten, und die

    Scharia sieht für den Konsum oder den Handel mit Alkohol harte Strafen vor. Die Bestrafung erfolgt durch öffentliche Auspeitschung.

    4. Homosexualität:

  • Strafe: Todesstrafe oder lange Haftstrafen.
  • Details: Homosexualität wird unter den Taliban mit dem Tode bestraft,

    oft durch Steinigung oder durch das Werfen von hohen Gebäuden, gefolgt von einer Steinigung der Überlebenden. Diese extrem harten Strafen sollen abschreckend wirken und basieren auf einer strikten Interpretation der Scharia.

    5. Mord:

  • Strafe: Qisas (Gleiches mit Gleichem) oder Diyya (Blutgeld).
  • Details: Für Mord kann der Täter entweder mit dem Tod bestraft

    werden (Qisas) oder es kann eine Entschädigung (Diyya) an die Familie des Opfers gezahlt werden, falls diese zustimmt. Die Entscheidung liegt oft bei der Familie des Opfers.

    6. Unzucht:

  • Strafe: 100 Peitschenhiebe für Unverheiratete, Steinigung für Verheiratete.
  • Details: Unzucht, definiert als sexuelle Aktivität außerhalb einer gültigen

Ehe, wird ähnlich wie Ehebruch bestraft. Unverheiratete erhalten 100 Peitschenhiebe, während verheiratete Täter gesteinigt werden können .

Weitere Implikationen

Diese drakonischen Strafen werden oft öffentlich vollstreckt, um als Abschreckung für die Bevölkerung zu dienen. Die Taliban argumentieren, dass diese Strafen notwendig sind, um die moralische und soziale Ordnung gemäß ihrer Interpretation des Islam aufrechtzuerhalten. Allerdings haben diese Maßnahmen international scharfe Kritik hervorgerufen, da sie als Menschenrechtsverletzungen betrachtet werden und oft ohne faire Gerichtsverfahren verhängt werden.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: User:Mattes, Public domain, via Wikimedia Commons


Montag, 10 Juni 2024

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