Jugendlicher aus Wuppertal wegen Planung islamistischer Anschläge verurteiltJugendlicher aus Wuppertal wegen Planung islamistischer Anschläge verurteilt
Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Wuppertal wurde vom Landgericht zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, nachdem er gestanden hatte, einen islamistisch motivierten Anschlag auf jüdische Einrichtungen geplant zu haben.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte sich in einem Messenger-Dienst bereit erklärt hatte, eine solche Tat zu begehen.
Radikalisierung und Geständnis
Der Jugendliche gab vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab und schilderte seine Radikalisierung. Er befand sich nach eigenen Angaben in einer persönlichen Krisensituation und wurde von professionell agierenden Anwerbern beeinflusst. Das Gericht berücksichtigte diese Umstände strafmildernd.
Ermittlungen und Festnahme
Die Ermittlungen gegen den Jugendlichen begannen nach einem Messerangriff in Solingen im August 2024, bei dem drei Menschen getötet wurden. Obwohl kein direkter Zusammenhang zwischen dem Jugendlichen und dem Solinger Anschlag festgestellt wurde, führten Hinweise zu seiner vorläufigen Festnahme. Bei der Auswertung seines Mobiltelefons fanden die Ermittler belastende Chat-Protokolle, die seine Anschlagspläne belegten. Daraufhin wurde ein Haftbefehl erlassen.
Während seiner Untersuchungshaft nahm der Jugendliche Kontakt zu einem Aussteigerprogramm auf, was auf eine mögliche Abkehr von seiner extremistischen Haltung hindeutet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Bundesgerichtshof angefochten werden.
Autor: Redaktion
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Samstag, 29 März 2025