Es war ein Abend, der die Bewohner der Rheinischen Straße in Dortmund nicht so schnell vergessen werden. Am 1. April 2025, kurz vor 21 Uhr, schrillten die Alarmglocken bei der Feuerwehr Dortmund. Ein Brand in der Tiefgarage eines großen Wohn- und Gewerbekomplexes im Stadtteil Mitte drohte zur Katastrophe zu werden. Schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte bot sich ein bedrohliches Bild: Dunkler, beißender Rauch quoll aus den Einfahrttoren der Tiefgarage, während auch die Treppenabgänge aus den oberen Stockwerken von giftigen Schwaden durchzogen waren. Für die Menschen vor Ort muss es wie ein Albtraum gewesen sein – ein unsichtbarer Feind, der sich rasend schnell ausbreitete.
Die Feuerwehr reagierte sofort. Zwei Personen wurden aus den gefährdeten Bereichen gerettet, während viele Bewohner glücklicherweise schon selbst die Flucht ergriffen hatten. Doch der Einsatz forderte seinen Tribut: Sieben Verletzte, darunter ein Feuerwehrmann, der bei den Löscharbeiten leicht verletzt wurde, mussten versorgt werden. Zwei der Betroffenen wurden mit Rettungswagen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht, die anderen erhielten vor Ort Hilfe. Die Bilder von maskierten Feuerwehrleuten, die mit Schlauchleitungen in die verrauchte Tiefgarage vordrangen, zeigen den Mut und die Entschlossenheit dieser Helden des Alltags.
Nach Stunden harter Arbeit gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Mithilfe von Hochleistungslüftern klärte sich die Sicht in der Tiefgarage – und enthüllte die Ursache des Dramas: Ein ausgebrannter Pkw stand inmitten der Verwüstung, umgeben von verkohltem Lagergut. War es ein technischer Defekt? Eine achtlos weggeworfene Zigarette? Oder steckt mehr dahinter? Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, und die Spekulationen in der Nachbarschaft laufen heiß. „So etwas passiert hier doch nicht einfach so“, meinte ein Anwohner sichtlich aufgebracht. „Da muss jemand verantwortungslos gehandelt haben!“
Der Einsatz selbst war ein Kraftakt. Insgesamt 120 Einsatzkräfte, bestehend aus Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie Rettungsdienst, waren im Dauereinsatz. Vier Löschzüge, Logistikfahrzeuge und der Einsatzführungsdienst arbeiteten Hand in Hand, um Schlimmeres zu verhindern. Bis Mitternacht dauerte der Kampf gegen die Flammen, und die Rheini-sche Straße blieb währenddessen gesperrt. Autofahrer im Innenstadtbereich mussten sich auf Verkehrschaos einstellen – ein kleiner Preis im Vergleich zu dem, was den Bewohnern des Komplexes widerfahren ist.