Staatliche Kunstakademie lädt Unterstützerin der verbotenen Terrororganisation PFLP einStaatliche Kunstakademie lädt Unterstützerin der verbotenen Terrororganisation PFLP ein
Eine staatliche Kunsthochschule lädt eine Frau ein, die offen für eine verbotene Terrororganisation wirbt. Was in Düsseldorf als Kunst verkauft wird, ist ein politischer Tabubruch und ein beunruhigendes Signal an jüdisches Leben in Deutschland.
Es gibt Momente, in denen eine Gesellschaft entscheiden muss, ob sie noch weiß, wo ihre Grenzen verlaufen. Die Einladung der palästinensischen Aktivistin und Künstlerin Basma al-Sharif an die Kunstakademie Düsseldorf ist ein solcher Moment.
Denn hier geht es nicht um provokante Kunst, nicht um Israelkritik, nicht um Meinungsvielfalt. Es geht um etwas Fundamentaleres: die Normalisierung einer Terrorideologie im Schutzraum staatlicher Kulturinstitutionen.
Die PFLP ist kein politischer Standpunkt
Der Kern der Kritik liegt dort, wo er oft bewusst verwischt wird: bei der Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP).
Die PFLP ist in Deutschland verboten. Sie ist verantwortlich für Flugzeugentführungen, Massaker, gezielte Morde an Zivilisten und jahrzehntelangen Terror gegen Juden - in Israel und international. Sie ist keine historische Fußnote, kein „Widerstandsnarrativ“, keine legitime politische Bewegung.
Wer für die PFLP wirbt, vertritt keine Meinung, sondern bewegt sich im ideologischen Umfeld einer Terrororganisation.
Genau das ist der Punkt, an dem jede Ausrede endet.
Öffentliche Bühne, öffentliche Verantwortung
Basma al-Sharif hat in sozialen Netzwerken wiederholt Inhalte geteilt, die Terroristen als Märtyrer verklären, Israel als „zionistisches Gebilde“ delegitimieren und Bildsprache aus dem Umfeld von Hamas und PFLP verwenden. Das sind keine Missverständnisse, keine Einzelfälle, keine Kunstinterpretationen. Es sind öffentliche politische Positionierungen.
Dass eine staatlich finanzierte Hochschule einer solchen Person eine Bühne bietet, ist kein Akt der Offenheit, sondern ein Versagen institutioneller Verantwortung.
Hier wird nicht diskutiert - hier wird aufgewertet.
Wenn Antisemitismus als Haltung durchgeht
Besonders verstörend ist der Kontext. Nach dem 7. Oktober 2023, nach dem schlimmsten Massaker an Juden seit der Shoah, hätte man erwarten dürfen, dass deutsche Institutionen sensibler reagieren. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Teile der Kulturszene bereit sind, antisemitische Gewalt ideologisch zu relativieren, solange sie im Gewand von Kunst und Aktivismus auftritt.
Das Problem ist nicht Basma al-Sharif allein. Das Problem ist ein Milieu, das glaubt, Terror werde akzeptabel, wenn man ihn ästhetisch verpackt.
Der offene Brief als Notbremse
Dass das Jüdisches Forum der CDU NRW öffentlich interveniert hat, ist kein Angriff auf Kunstfreiheit, sondern eine Notbremse. Der offene Brief richtet sich nicht an die Künstlerin, sondern an die Leitung der Akademie - mit einer einfachen, unbequemen Frage: Warum wird an dieser Einladung festgehalten, obwohl die Vorwürfe bekannt sind?
Die zentrale Forderung ist ebenso nüchtern wie eindeutig: Absage der Veranstaltung. Nicht aus Gesinnungskontrolle, sondern weil der Staat nicht neutral bleiben darf, wenn Terrorideologie salonfähig gemacht wird.
Neutralität ist hier keine Tugend
Es gibt Situationen, in denen Neutralität keine Ausgewogenheit bedeutet, sondern moralische Kapitulation. Wer einer Unterstützerin einer verbotenen Terrororganisation eine Bühne bietet, stellt sich nicht über den Konflikt - er positioniert sich.
Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt, heißt es oft. Doch Lernen zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern in Entscheidungen. Auch - und gerade - im Kulturbetrieb.
Fazit
Diese Einladung ist kein kulturelles Detail, sondern ein politisches Signal. Sie sagt jüdischen Bürgern: Eure Sorgen sind verhandelbar. Sie sagt Extremisten: Eure Narrative sind willkommen. Und sie sagt dem Staat: Seine eigenen roten Linien sind verhandelbar.
Das darf nicht unwidersprochen bleiben.
Offener Aufruf des Jüdischen Forums CDU NRW
an die Leitung der Kunstakademie Düsseldorf zur Stellungnahme bzgl. der Einladung der offenen Israelhasserin und Terrorverharmloserin Basma al-Sharif für eine Veranstaltung am 21. Januar 2026
Sehr geehrte Frau Prof. Donatella Fioretti,
mit Erschrecken haben wir erfahren, dass Ihre Akademie Frau Basma al-Sharif für eine Veranstaltung am 21. Januar 2026 eingeladen hat - verbunden mit umso tieferer Besorgnis, dass Sie, nachdem Sie u. W. darauf bereits von mehreren Seiten angesprochen wurden, immer noch an der Einladung festhalten.
Wären Sie nicht darauf bereits aufmerksam gemacht worden, hätten wir Sie bilateral kontaktiert und nach einem Gespräch unter vier Augen gesucht. Da Sie jedoch weiterhin an der Einladung festhalten, rufen wir Sie zu einer öffentlichen Stellungnahme auf. Dieses Schreiben geht parallel an mehrere städtische und Landesgremien sowie an die lokale und überregionale Presse.
Wir stellen Ihnen folgende Fragen:
- Wie stehen Sie dazu, dass sich Basma al-Sharif als offene Unterstützerin der Organisation PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine) positioniert, die in Deutschland als Terrororganisation eingestuft ist?
- Wie stehen Sie dazu, dass Basma al-Sharif die Symbolik der ebenso als Terrororganisation eingestuften Hamas (rotes Dreieck), die für das Massaker in Israel am 7.10.2023 verantwortlich ist, offen teilt und dieses Massaker - die schlimmste Tragödie des jüdischen Volkes nach dem Holocaust - legitimiert und relativiert?
- Wie stehen Sie dazu, dass Basma al-Sharif antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und sich dabei der Wortwahl bedient, die von der Hamas und anderen Antisemiten bzw. Israelhassern verwendet wird („zionist entity“, „bloodlust“ u. ä.)?
- Wie stehen Sie dazu, dass Basma al-Sharif die antisemitische Märtyrer-Ideologie glorifiziert und dies mit als Gewaltaufruf wirkenden Beiträgen offen verdeutlicht?
- Ist es in Ihren Augen mit den humanen Zielen Ihrer Akademie vereinbar, solche Personen einzuladen, die Israelhass offen propagieren, antisemitische Verschwörungsmythen verbreiten und sich damit unmissverständlich gegen das Gedankengut der Völkerverständigung unserer Gesellschaft positionieren?
- Sind in Ihren Augen diese Positionen mit den demokratischen Werten und Normen einer zivilisierten, offenen und toleranten Gesellschaft vereinbar?
Es ist äußerst irritierend, dass eine derartige Veranstaltung im Programm einer öffentlichen und somit staatlich geförderten Einrichtung stattfindet. Dies gleicht aus unserer Sicht einem Missbrauch öffentlicher Mittel - Mittel, die andernorts dringend für die Bekämpfung von Antisemitismus fehlen.
Antisemitismus - in welcher Form auch immer - darf in keiner Gesellschaft durch Meinungsfreiheit gedeckt werden. Wer akademische oder künstlerische Freiheit missbraucht, trägt Verantwortung dafür, dass sich eine Gesellschaft von Zivilisation in Barbarei bewegt.
Der Schaden für den Ruf Ihrer angesehenen Institution ist bereits jetzt erheblich. Wir fordern Sie daher nachdrücklich auf, diese Veranstaltung abzusagen. Dies ist aus unserer Sicht die einzige logische und moralisch vertretbare Konsequenz.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Roman Salyutov Vorsitzender Jüdisches Forum CDU NRW 7. Januar 2026
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Kunstakademie_Düsseldorf.jpg: Ilionderivative work: Sir James (talk) - Kunstakademie_Düsseldorf.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6756472
Sonntag, 11 Januar 2026