Deutsche Linksextreme greifen KZ Gedenkstätte Buchenwald an weil sie nicht anti Israel genug seiDeutsche Linksextreme greifen KZ Gedenkstätte Buchenwald an weil sie nicht anti Israel genug sei
Ausgerechnet am Ort eines der größten Verbrechen der Menschheit richten sich Proteste gegen Israel. Aktivisten werfen der Gedenkstätte vor, israelische Propaganda zu verbreiten.
Die deutsche Regierung spricht von einem beispiellosen Angriff auf die Würde der Opfer. Für viele Juden ist eine Grenze überschritten worden.
Linksextreme Gruppen rufen dazu auf, ausgerechnet rund um den Jahrestag der Befreiung des Lagers zu demonstrieren. An diesem Ort wurden mehr als fünfundsechzigtausend Menschen von den Nationalsozialisten ermordet. Heute werfen Aktivisten der Gedenkstätte vor, nicht feindlich genug gegenüber Israel zu sein und angeblich israelische Propaganda zu verbreiten.
Im Zentrum der Vorwürfe steht eine Entscheidung der Gedenkstättenleitung aus dem vergangenen Jahr. Sie hatte das Tragen von Palästinensertüchern auf dem Gelände untersagt, um politische Demonstrationen am Ort des Holocaust Gedenkens zu verhindern. Deutsche Gerichte bestätigten diese Entscheidung und stellten klar, dass der Schutz der Würde des Ortes Vorrang hat. Für die protestierenden Gruppen ist genau diese Haltung der Anlass ihrer Kampagne. Sie behaupten, die Gedenkstätte kriminalisiere pro palästinensische Aktivisten und betreibe Geschichtsverfälschung.
Zu den Organisatoren gehören studentische Gruppen der Partei Die Linke, kommunistische Organisationen und radikale anti israelische Netzwerke. Besonders brisant ist, dass eine der beteiligten Organisationen öffentlich ihre Unterstützung für das Massaker vom 7. Oktober erklärte und den Angriff der Hamas als legitim bezeichnete. Dass ausgerechnet solche Gruppen nun an einem Ort protestieren wollen, an dem Juden systematisch vernichtet wurden, hat die Empörung in Deutschland weiter verstärkt.
Die deutsche Regierung reagierte ungewöhnlich deutlich. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein bezeichnete die geplanten Proteste als einen neuen Tiefpunkt und als direkten Angriff auf die Würde der Opfer. Er warnte davor, dass hier Täter und Opfer bewusst vertauscht würden. Für viele Beobachter ist genau das der Kern der Entwicklung. Ein Ort, der an den industriellen Mord an den Juden Europas erinnert, soll nun als Bühne für politische Angriffe gegen den jüdischen Staat dienen.
Buchenwald steht wie kaum ein anderer Ort für das Menschheitsverbrechen der Shoah. Dass dieser Ort heute Ziel politischer Kampagnen gegen Israel wird, zeigt, wie stark sich der Antisemitismus in Teilen der europäischen Gesellschaft verändert hat. Er tritt nicht mehr offen unter seinem alten Namen auf, sondern tarnt sich als politische Haltung gegen Israel.
Für Israel und Juden weltweit ist die Entwicklung ein alarmierendes Signal. Wenn selbst die Erinnerung an den Holocaust zum Ziel politischer Angriffe wird, dann steht nicht nur die Geschichte zur Debatte, sondern auch die Bereitschaft, aus ihr Konsequenzen zu ziehen.
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Bild Quelle: By Friedrich Fröbel - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24716151
Samstag, 21 Februar 2026