Berlinale Eklat Regisseur erhebt Völkermord Vorwurf gegen Israel, Minister verlässt demonstrativ den SaalBerlinale Eklat Regisseur erhebt Völkermord Vorwurf gegen Israel, Minister verlässt demonstrativ den Saal
Was als kultureller Höhepunkt gedacht war, wurde zur politischen Anklage. Auf der Bühne der Berlinale nutzte ein Regisseur seine Auszeichnung für einen Frontalangriff gegen Israel und Deutschland. Die Reaktion eines Ministers sprach Bände.
Der Moment, der eigentlich einem jungen Filmemacher gehören sollte, verwandelte sich binnen Sekunden in eine politische Kampfansage. Als Abdallah Alkhatib bei der Berlinale den Preis für sein Spielfilmdebüt entgegennahm, richteten sich alle Augen auf ihn. Doch statt über Kino zu sprechen, über Kunst oder über seine Arbeit, griff er zum stärksten politischen Vorwurf, den man gegen den jüdischen Staat erheben kann. Mit einer palästinensischen Flagge in der Hand beschuldigte er Israel öffentlich eines Völkermords und stellte Deutschland als Komplizen dar.
Im Saal saß Carsten Schneider, Umweltminister der Bundesregierung und der einzige Vertreter der Regierung an diesem Abend. Seine Reaktion erfolgte ohne Zögern. Während Alkhatib seine Anschuldigungen fortsetzte, stand Schneider auf und verließ demonstrativ den Raum. Später ließ sein Ministerium erklären, die Vorwürfe seien nicht akzeptabel und widersprächen klar der Haltung der Bundesregierung. Deutschland erkennt Israels Recht auf Selbstverteidigung ausdrücklich an, insbesondere nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023, bei dem mehr als tausend Menschen ermordet wurden.
Doch Alkhatib beließ es nicht bei politischen Anschuldigungen. Seine Worte gingen weiter. Er kündigte an, man werde sich an jeden erinnern, der auf der falschen Seite stehe. Es war eine Botschaft, die im Raum hängen blieb. Einige Zuschauer applaudierten, andere reagierten mit hörbarem Unmut. Was als Preisverleihung begann, endete als Symbol eines kulturellen Klimas, das sich immer stärker gegen Israel richtet.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer reagierte ungewöhnlich deutlich. Er sprach von Israelhass und davon, dass ein künstlerischer Moment für politische Angriffe missbraucht worden sei. Seine Worte spiegeln eine wachsende Sorge wider, die weit über diesen Abend hinausgeht. Denn die Berlinale ist kein Einzelfall. Immer häufiger werden kulturelle Bühnen genutzt, um Israel öffentlich anzuklagen und zu delegitimieren.
Gerade in Deutschland trägt diese Entwicklung eine besondere historische Schwere. Hier wurden einst die Grundlagen für die Vernichtung des jüdischen Volkes gelegt. Heute steht der jüdische Staat wieder im Zentrum moralischer Anklagen, die nicht selten jede historische Einordnung ausblenden. Israel kämpft seit seiner Gründung um seine Existenz, verteidigt seine Bevölkerung gegen Terrororganisationen wie die Hamas, die ihre Vernichtung offen propagieren. Dennoch wird ausgerechnet dieses Land immer wieder zum Ziel der schwersten Vorwürfe gemacht.
Die Szene auf der Berlinale zeigt eine tiefere Verschiebung. Kunst wird nicht mehr nur als Ausdruck von Kreativität genutzt, sondern zunehmend als politisches Instrument. Für Israel bedeutet das eine neue Front, nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in den Köpfen und auf den Bühnen der Welt. Der Saal, den ein deutscher Minister verließ, wurde an diesem Abend zum Symbol eines Konflikts, der längst weit über den Nahen Osten hinausreicht.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert
Sonntag, 22 Februar 2026