Protest gegen SPD-Einladung an Israelgegener: Not welcome, Mr. Grass!

Protest gegen SPD-Einladung an Israelgegener:

Not welcome, Mr. Grass!




Angesichts der Absicht der SPD-Landtagsfraktion, Günter Grass als Laudator für die Verleihung des Johannes-Stelling-Preises am 19. Juni dieses Jahres zu gewinnen, erklärt die DIG-Hochschulgruppe:

„Alle Bestrebungen, die die antisemitischen Verleumdungen des einstigen SS-Angehörigen als Teil einer demokratischen Kultur hoffähig machen, sind Angriffe auf den Kernbestand des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Norbert Nieszery, der Grass dafür lobte, israel- und iranpolitisch "klar und deutlich Farbe bekannt" zu haben, stellt sich somit auf eine Stufe mit rechtsextremistischen und islamistischen Schönrednern des iranischen Folterregimes. Durch die völkerrechtswidrige iranische Politik der Unterstützung des Terrorismus von Hamas und Hisbollah wird der jüdische Staat existentiell bedroht. Grass und offenbar auch die SPD-Landtagsfraktion blenden bewusst diesen Umstand aus, um den Staat Israel als Bedrohung für den Weltfrieden diffamieren zu können.

Ausgerechnet im 20. Jahr nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen zieht die SPD-Landtagsfraktion auf diese Weise jedwedes wirkliche Engagement gegen den Neonazismus in den Schmutz, indem sie - unter Berufung auf den Kampf gegen den Rechtsextremismus – auf perfide Weise der widerwärtigen Hetzkampagne brauner und anderer Extremisten gegen den jüdischen Staat eine „demokratische“ Aura verleiht.

Jedenfalls halten wir die Anwesenheit Günter Grass‘ in Schwerin oder Rostock für ebenso überflüssig wie in Jerusalem, Haifa oder Tel Aviv.“

 

Roland von Klaeden, Daniel Leon Schikora

 

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Autor: haolam.de
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Dienstag, 24 April 2012






Antisemitismus von links !

Die dümmste Vorurteilskrankheit - der Antisemitismus - will kein Ende finden. Es ist beschämend, dass aus den Reihen der SPD kaum jemand klare Stellung gegen  das Pamphlet von Grass bezogen hat.

Ganz nach dem Vorbild von Jakob Augstein ("Im Zweifel links") springt nun auch der SPD Mann Nieszery dem SPD Freund Grass zur Seite. Nieszery lobt Grass dafür, dass dieser "israel- und iranpolitisch klar und deutlich" Farbe bekannt habe.

Jakob Augstein ist von Grass auf Spiegel Online (6.4.) so begeistert, dass er mit der Schlagzeile "Es musste gesagt werden"von seinem Zweifel geplagt im RECHTEN Lager gelandet ist, wenn er schreibt: ..."Es ist dieser eine Satz hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden. Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen diesen Satz für uns alle  ausgesprochen."  Es ist höchst anmaßend Leserinnen und Leser so zu vereinnahmen, als hätte Grass für uns alle gesprochen. Doch bei Augstein kommts noch besser:

" Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss und aus Deutschland wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs." Besser hätte sowas auch ein Neonazi nicht schreiben können.

Und zum Schluss noch die Aussage eines weiteren Jüngers von Grass:

Peter Scholl-Latour sagte bei "Maybrit Illner" (12.4.) "Netanjahu ist gefährlicher als Ahmadinedschad"

Netanjahu, Premier einer modernen demokratischen und freien Gesellschaft ist für Scholl-Latour also gefährlicher als  der mordende iranische Diktator einer national-islamistischen iranischen Mullahpartei.



Günter Grass und Peter Scholl-Latour haben eines gemeinsam. Das Alter setzt ihrer Urteils - und Denkfähigkeit mehr und mehr zu.

Man soll die Alten ehren. Das bedeutet aber nicht, dass man sie ständig vor die Kameras zerren muss. Man tut ihnen und uns keinen Gefallen damit. Im Gegenteil, ihr Ansehen wird geschädigt.

Sie haben das nicht verdient.

Wenn sie in die Medien drängen sollte man sie davor bewahren sich selbst zu beschädigen.