Großbritanien eifert Israel nach: Konservative bereiten Gleichstellung für schwul-lesbische Paare vor

Großbritanien eifert Israel nach:

Konservative bereiten Gleichstellung für schwul-lesbische Paare vor


Konservative bereiten Gleichstellung für schwul-lesbische Paare vor

Was die britischen Sozialdemokraten über Jahrzehnte nicht geschafft oder angepackt haben, und was auch rot-grün in Deutschland in 7 Jahren Regierungsverantwortung nicht schafften, aber Staaten wie im konservativ regierten Israel schon längst Realität ist, wollen nun die britischen Konservativen vorbereiten und umsetzen: Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

"Ja, es geht um Gleichberechtigung, aber auch darum, Verantwortung zu übernehmen. Konservative glauben daran, dass unsere Gesellschaft stärker ist, wenn wir einander unterstützen. […] Ich bin nicht für die Ehe-Öffnung, obwohl ich ein Konservativer bin – ich bin dafür, weil ich ein Konservativer bin". So kündigte der britische Premierminister David Cameron beim Parteitag seiner Partei in Manchester 2011 die geplante Gleichstellung an. Nun werden die Pläne zu den vorgesehenen Gesetzesänderungen konkret - 2014 sollen sie in Kraft treten.

Am Dienstag hat Gleichbehandlungsministerin Maria Miller im Unterhaus die Pläne der Regierung vorgestellt. Die Ehe soll demnach ab Anfang 2013 im Parlament beraten werden. Das Gesetz soll dann ein Jahr später in England und Wales in Kraft treten. In Schottland, das weitgehend von London autonom regiert wird, haben bereits alle im Parlament vertretenen Parteien angekündigt, der Gleichstellung zuzustimmen.

"Die Ehe ist eine der wichtigsten Institutionen, die wir in diesem Land haben", erklärte die Konservative. "Unser Gesetzentwurf wird die Ehe für alle erlauben. Ich glaube, dass der Staat einem Paar nicht im Weg stehen sollte, das sich liebt und Verantwortung übernehmen will". Gegen eine Gleichstellung haben sich erwartungsgemäß einzig die angelikanische und katholische Kirche sowie rechtsradikale außerparlamentarische Kleingruppen ausgesprochen.

Um die Kirchen nicht vor den Kopf zu treten, hat die Regierung erklärt, dass keine religiösen Vereinigung gezwungen werden, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen. Gleichstellungsbejahende Religionen – wie die Unitarier oder die die breite Mehrheit der Juden – dürften aber gleichgeschlechtliche Trauungen durchführen.

 

Jörg Fischer-Aharon - Foto: Hochzeitstorte, auch in Großbritanien bald nicht mehr nur exklusiv für heterosexuelle Paare (Foto: I, Claus Ableiter [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: haolam.de
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Dienstag, 11 Dezember 2012