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Imame besuchen Auschwitz: Gemeinsames Gebet für die Opfer der Shoah

Imame besuchen Auschwitz:

Gemeinsames Gebet für die Opfer der Shoah




Am vergangenen Mittwoch haben Imame aus der ganzen Welt das ehemalige Vernichtungslager der deutschen Nazis in Auschwitz besucht, um vor der „Schwarzen Wand“ gemeinsam für die Opfer der Shoah, des von den deutschen Nazis betriebenen Völkermords an mehr als 6 Millionen Juden, zu beten. Die Imame waren u.a. aus Bosnien, Indien, Indonesien, Jordanien, Israel, Saudi Arabien, der Türkei und den USA angereist.

Als „Schwarze Wand“ (auch Todeswand) wurde imStammlager des KZ Auschwitz in ein Kugelfang „aus schwarzen Isolierplatten“ bezeichnet, der sich an der Steinmauer im Hof zwischen Block 10 und Block 11 (Lagergefängnis) befand. Die erste Exekutionan der Schwarzen Wand fand am 11. November 1941 statt, als dort 151 Häftlinge durch Angehörige der SS erschossen wurden. Vor der Schwarzen Wand wurden tausende Todesurteile vollstreckt − insbesondere gegen polnische Zivilisten wegen „besatzungsfeindlicher Tätigkeit“, Widerstandskämpfer und KZ-Häftlinge. Die Todesurteile wurden teils auch von einem Tribunal des Kattowitzer Polizeistandgerichts im KZ Auschwitz ausgesprochen. Dieses „Gericht“ trat ab Januar 1943 alle vier bis sechs Wochen für einen Sitzungstag zusammen und fällte oft über hundert Urteile; zumeist Todesurteile. Unter den Verurteilten befanden sich auch minderjährige und alte Menschen. Die Todesurteile wurden direkt nach ihrer Verkündigung durch Genickschuss vor der Schwarzen Wand vollstreckt. Unter dem KZ-Kommandanten Arthur Liebehenschel wurde die Schwarze Wand im Dezember 1943 entfernt, die Hinrichtungen danach im Krematorium IVweitergeführt

„Was soll man da noch sagen? Du bist sprachlos. Was man hier sieht ist jenseits des vorstellbaren”, sagte etwa Mohamed Magid, der Präsident der Islamic Society of North America (ISNA) einer Nachrichtenagentur und fand damit dennoch jene Worte, die den Enkeln der Täter- und Wegschauer-Generation fehlen, die sich lieber darüber mokieren, wenn Überlebende des teutonischen Barbarentums sich angesichts hasserfüllter Karikaturen und „Gedichten“ gegen Juden und jüdisches Leben wieder an die dunkelsten Zeiten mit dem angeblichen „Volk der Dichter und Denker“ erinnert fühlen.

„Sowohl heute in Europa oder in der muslimischen Welt, mein Appell an die Menschlichkeit: Um Gottes Willen, beendet den Rassismus, um Gottes Willen, beendet Antisemitismus, um Gottes Willen, beendet Islamophobie, um Gottes Willen, beendet Sexismus… genug ist genug”, mahnte Imam Magid.

Imam Barakat Hasan aus der von der Terrororganisation Fatah des Holocaustleugners Abu Mazen („M. Abbas“) besetzten Stadt Ramallah im israelischen Landesteil Judäa-Samaria, erklärte sichtlich bewegt: „Als ich sah was den Menschen hier passierte, musste ich meine Tränen zurück halten, weil es sehr schwer ist. So viele Menschen mussten ohne Grund sterben.“

Der Besuch fand auf Initiative der “United States Commission on International Religious Freedom” statt. Dadurch sollten die in der Menschheitsgeschichte unvergleichbaren Gräueltaten der Nazideutschen ins Bewusstsein gerufen, und Sensibilität geschaffen werden, um solche Ereignisse in Zukunft zu verhindern

Zum Abschluß ihres Besuches trafen die Imame mit Shoah-Überlebenden zusammen und besuchten das Jüdische Museum in der polnischen Hauptstadt Warschau.

 

zbe / jfa / irl - Foto: Ein uniformierter "arischer Herrenmensch", hinter ihm die Opfer seines psychotischen Elitewahns (Foto: von Harry Oakes - Royal Corps of Signals [Public domain], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Sonntag, 26 Mai 2013