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Iran sieht Charlie Hebdo als Teil der „zionistischen Islamophobiekampagne“ ; Terroranschlag auf Presse- und Meinungsfreiheit

Iran sieht Charlie Hebdo als Teil der „zionistischen Islamophobiekampagne“ ;

Terroranschlag auf Presse- und Meinungsfreiheit




Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) bedauert das hinterhältige Attentat auf die französische Wochenzeitschrift „Charlie Hebdo“ und solidarisiert sich mit dem französischen Volk im Kampf gegen den Terror. Lala Süsskind, Vorsitzende des JFDA, erklärte dazu: „Die Pressefreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung gehören zu den Grundlagen der Demokratie. Ihre Verteidigung wird angesichts der wachsenden Radikalisierung durch ideologisches Gedankengut zunehmend eine Herausforderung. Unsere Gedanken sind bei den Getöteten, Verletzten und Hinterbliebenen. Ich erwarte von den muslimischen Geistlichen in Deutschland, dass sie gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen diese menschenverachtenden Morde setzen.“

Charlie Hebdo veröffentlichte als Reaktion auf die Kontroverse um die in der dänischen Tageszeitung Jyllands Posten am 30. September 2005 abgedruckten Mohammed-Karikaturen am 1. März 2006 das Manifest der 12, das sich gegen den Islamismus als „neue weltweite totalitäre Bedrohung“ richtete. Darin rufen zwölf Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf: „Wir plädieren für allgemeine Meinungsfreiheit, damit sich der kritische Geist auf allen Kontinenten gegen jeden Missbrauch und gegen alle Dogmen entfalten kann.“

Im Juni 2014 hatte JFDA den Terrorismusexperten Berndt Georg Thamm um eine Analyse zur aktuellen Bedrohungslage aufgrund des Anschlages im jüdischen Museum in Brüssel gebeten. Herr Thamm ordnete das Attentat mit der Bezeichnung „Tsunami“ als Anfang einer mit Sicherheit eintretenden Entwicklung ein. Diese Einschätzung sei vor allem für jüdische Menschen und Einrichtungen höchst besorgniserregend, da sie von ideologisch indoktrinierten und kampferprobten Rückkehrern aus Syrien und Irak als „Ungläubige“ und „Feinde“ ausgemacht werden. Anfang Dezember hatte ein brutaler Überfall auf ein jüdisches Paar im Pariser Vorort Créteil für Schlagzeilen gesorgt.

Auch Charlie Hebdo könnte im Zusammenhang mit einer antisemitischen Kampagne in den Fokus islamistischer Terroristen geraten sein: Am 8. Januar 2013 berichtete der iranische Auslandsfernsehsender Press TV, dass das iranische Außenministerium Charlie Hebdo als Teil der „zionistischen Islamophobiekampagne“ betrachte und seine Veröffentlichungen als einen Beitrag des „zionistischen Regimes“ zur „Unterdrückung des palästinensischen Volkes“ bezeichnet habe. Unter den Toten des Anschlags ist auch der jüdische Cartoonist Georges Wolinski.

 

PM Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA)

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Montag, 12 Januar 2015






Solange "deutsche Nachrichtenverbreiter" noch nicht einmal erwhnen, dass es sich um ein Attentat auf Juden und auf ein Satire-Magazin in dem Juden mitarbeiten handelt mssen wir uns keine Gedanken um die deutsche Haltung machen. Die Franzosen sprachen von "offener Gesellschaft", warum das in Deutschland immer mit "bunt" bersetzt wurde verstehe wer will. Wer die Diskussionen mit Frau Lustiger verfolgt hat kann auch manches besser verstehen.

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